Nach Brüssel – grenzenlos, schnell, erstklassig

…so heißt ein Verkaufswettbewerb der Deutschen Bahn und wir, drei Kolleginnen und ich, sind als Gewinner auf der Abschlussveranstaltung in Brüssel an diesem Wochenende dabei.

Diesen Beitrag gibt es hier auch zum Hören (MP3):

Anreise.

Samstag: Sehr früh, um 6:50 Uhr, geht es los mit dem ICE in der 1. Klasse von München nach Frankfurt am Main Hbf. Von dort fährt täglich ein ICE in die europäische Hauptstadt. Im diesem Zug treffen wir weitere Teilnehmer dieser Veranstaltung. Wir kommen um 13:27 Uhr im Bahnhof Brüssel Nord an.

Royal Windsor Hotel - Brüssel

Es stehen Busse bereit, die uns ins Zentrum zum „Royal Windsor Hotel“ bringen. Dort beziehen wir unsere Zimmer. Anschließend steht ein Sektempfang für die Gruppe im „Salon Grand Place“ auf dem Programm.

In der Schokoladenmanufaktur.

Belgien ist bekannt für seine köstlichen Pralinen, ob Leonidas, Neuhaus oder Produkte kleiner Manufakturen wie Duval. Hier bei Duval werden wir in die Geheimnisse ihrer Herstellung eingeweiht und dürfen selbst Hand anlegen. Es macht allen viel Spaß, ich fürchte aber, das Ergebnis wird nicht verkäuflich sein.

Der Grand Place (Grote Markt).

Nach Rückkehr ins Hotel haben wir noch etwas Freizeit, die ich zu einem Bummel zum nahen „Grand Place“ nutze. Der Große Marktplatz ist sicher einer der großartigsten Ensemble weltweit und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Auf der Längsseite steht das gotische Rathaus mit dem schlanken Turm, auf dessen Spitze eine vergoldete Statue thront, der mit dem Drachen kämpfende Erzengel Michael, der Schutzpatron der Stadt.

Links daneben befindet sich das „Haus zum Stern“, das Zunfthaus der Metzger „Zum Schwan“, das „Haus der Brauer“, das „Haus der Rose“ und das „Haus der drei Farben“. Diese Gebäude stammen aus dem späten 17. Jahrhundert, wie die meisten Häuser am Platz.

An der Stirnseite schließt sich das „Haus der Herzöge von Brabant“ an, das an Stelle von sechs früheren Gildehäusern steht. Auf der Längsseite gegenüber des Rathauses sehe ich das „Haus der Schneider“, das „Haus der Maler“ und das „Haus zur alten Stadtwaage“. Im großen Haus daneben, dem „Haus der Könige“, befindet sich heute das Städtische Museum. Dieses Gebäude ist 200 Jahre jünger. Links schließt sich das „Haus der Eiche“ und das „Haus der Pfauen“ an.

Auf der nördlichen Stirnseite reihen sich das „Haus der Krämer“, das „Haus des Fuchses“, das „Haus der Schiffer“, das „Haus der Bogenschützen“,

das „Haus der Tischler und Böttcher“, das „Haus der Fetthändler“ und am Eck das „Haus der Bäcker“ mit der Büste des spanischen Königs Karl II. aneinander. Dieses Haus werden wir noch von innen kennen lernen, da das Mittagessen am morgigen Sonntag in diesem ehemaligen Zunfthaus im Restaurant „Roy d´Espagne“ vorgesehen ist.

Ein festlicher Abend im ehemaligen königlichen Lagerhaus.

Die Abendveranstaltung steigt im ehemaligen „Königlichen Lagerhaus“ am Binnenhafen der Stadt. Die umgestaltete „Event Location“ heißt „Restaurant Tasso @ Tour & Taxis“. Uns erwarten zuerst ein Aperitif in der Säulenhalle und danach in exklusives Dinner mit anschließender Show, großer Preisverleihung und Live-Musik mit Tanzmöglichkeit im großen Saal.

Brüssel – die Stadt der Comics – ein Stadtrundgang.

Sonntag: Nach einem entspannten Frühstück im Hotel stehen für unsere Gruppe drei verschiedene Stadtrundgänge zur Auswahl. Ich entscheide mich für die Tour „Stadt der Comics“. Ein netter, älterer Herr mit Panamahut führt uns zunächst zum „Männeken Pis“, dem Wahrzeichen Brüssels. Dann werden wir zu einigen Hauswänden geführt, die bis zu 20 Meter hohe, farbige Comiczeichnungen zieren.

Nur wenige Meter vom „Männeken Pis“, an der Hauswand  in der Rue de l´Étuve 33, sind die großen Comic-Helden Tim, Struppi und Kapitän Haddock verewigt. Die Szene stammt aus dem Comic-Band „Der Fall Bienlein“, in dem Sie über eine Treppe fliehen müssen. Zeichner und Erfinder der Figuren war fabelhafte Hergé. 

Am Place Saint-Géry sehen wir eine fröhlich bunte Bilderwelt mit Figuren aus der Comic-Serie „Nero“ des flämischen Comic-Künstler Marc Sleen. Die Szene zeigt hier Nero auf einem Ast sitzend. Er füttert Singvögel, während unterhalb schon ein Specht den Baum bearbeitet. Der Muskelmann Jan Spier und das Ehepaar Pipe helfen Nero beim Klettern. 

An der Ecke Rue du Marché au Charbon / Rue des Teinturiers ist Jonas Valentin und seine Freundin auf einem Spaziergang durch Brüssel dargestellt. Die Figuren sind vom belgischen Zeichner Frank Pé.

Broussaille (Pinsel) alias Jonas Valentin von Frank Pé
Broussaille (Pinsel) alias Jonas Valentin von Frank Pé

Alte Markthalle Brüssel

In der „Alten Markthalle“ mit Ihrer Backsteinarchitektur ist ein Kunstrasen ausgelegt, darauf stehen klassische Liegestühle, die zu einer Pause einladen. Direkt neben der Börse befindet sich das vornehme Jugendstilrestaurant „Falstaff“.

Besonders beeindruckend sind die Innenräume mit ihren bunten Hinterglasbilder an den Wänden und der kunstvollen Glasdecke mit den schönen Leuchtern.

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Der Coiffeur-Laden im „Maison Philippe“ mit seinem schmiedeeisernen Rollgitter, das Spezialgeschäft für geklöppelte Wäsche und Tischdeckchen und das Geschäft von Neuhaus-Pralinen sind weitere interessante Anlaufstellen der Tour.

Schließlich gehen wir über den Albertinaplatz hinauf zum Kunstberg, dem Mont des Art mit dem „Museum der Alten Künste“ vorbei zur Hofbergstraat mit ihren starken Gefälle. Hier steht das ehemalige Warenhaus „Old England“ mit der filigranen Gusseisenfassade.

Am Kongresspalast mit seiner großen Sonnenuhr drehen wir um. Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Brüssel sind wir zum Mittagessen sind wir im Restaurant „Roy d´Espagne“ im Haus Grand Place No. 1 eingeladen.

Wir sitzen im ersten Stock des alten Zunfthauses direkt am offenen Fenster mit Blick auf die gute Stube der Stadt, den Großen Markt.

Service Brüssel:
Bahnfahrt ab München HBF 2. Klasse an 39,90 €, 1. Klasse 59,90 € einfach
Warwick Hotel (ehem. Royal Widsor) DZ ab 106 €
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Unser Zug fährt um 14:25 Uhr ab. Durch eine Baustelle vor Köln erhält der ICE eine kleine Verspätung, so dass wir den Anschlusszug in Frankfurt nicht erreichen werden.

Der Zugchef empfiehlt uns schon am Frankfurter Flughafen und zusätzlich in Mannheim umzusteigen, so dass wir die Verspätung in München auf nur 20 Minuten, statt auf eine Stunde wie beim Umsteigen im Frankfurter Hauptbahnhof, reduzieren können.

Fazit: Brüssel bietet viel Abwechslung. Schokoladenliebhaber, Comic-Fans, Gourmets, Freunde des Jugendstils – alle kommen hier auf ihre Kosten.

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Diese Reise fand im Juni 2012 statt. Ich reiste zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Überarbeitet im Dezember 2019, Tarifstand: Februar 2020.

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