AsienFernreisen

Hongkong und Macau – die ungleichen Schwestern an der Perlflussmündung

Macau war schon ab Mitte des 16. Jahrhundert ein portugiesischer Handelsposten und wurde danach portugiesische Kolonie, während Hongkong erst 300 Jahre später unter britischen Einfluss kam und Kronkolonie wurde. Nach der Rückgabe der beiden Kolonien an die Volksrepublik China machen wir uns auf eine spannende Suche nach Spuren aus der alten Zeit und entdecken Unterschiede zwischen den beiden Orten im Hier und Jetzt.

Diesen Beitrag gibt es hier auch zum Hören (MP3):

 

Anreise.

1. Tag: Da ich mit der Familie reise habe ich mich diesmal für einen preisgünstigen Flug mit Air China über Peking entschieden. Abflug in München ist um 14:15 Uhr.

2. Tag: Wir erreichen nach zehn Stunden Flugzeit Peking um 07:10 Uhr. Der “Beijing Capital International Airport (BCIA)” ist nach Atlanta der zweitgrößte Flughafen der Welt. Wir steigen im Terminal 3 um, das anlässlich der Olympischen Spiele 2008 eröffnet wurde. Die Stahl-Glas-Konstruktion des Star-Architekten Norman Foster erstreckt sich über 1,3 Millionen Quadratmetern und gilt damit als das größte Gebäude der Welt. Um 09:30 Uhr startet unser Weiterflug nach Hongkong.

Hongkong - Central

Wir landen mittags auf dem im Jahr 1998 eröffneten Flughafen auf der Insel Chep Lak Kok westlich der Stadt, der den schwierig anzufliegenden, mitten im dicht besiedelten Kowloon liegenden “Airport Kai Tak” ersetzt hat. Nach einer problemlosen Einreise in die Sonderwirtschaftszone ohne Visumpflicht für Deutsche nehmen wir den Doppeldeckerbus A11 vor dem Flughafen um unser Hotel auf Hongkong Island zu erreichen.

Hotel "Harbour Grand Hongkong"

Fortress Hill auf Hongkong Island. 
Eine Stunde später stehen wir vor dem Hotel “Harbour Grand Hongkong” in der Oil Street im Stadtteil Fortress Hill. Meine Frau und ich beziehen ein schönes Zimmer im 32. Stock mit Blick auf den Victoria Harbour.
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Hotel "Harbour Grand Hongkong"
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Unsere Söhne wohnen im nahen “Yesinn Hostel” in der Kings Road. In dieser Straße verkehren viele Buslinien und die Doppelstock-Trambahnen. Schneller sind die U-Bahn Züge der “Island Line”, die an der MTR-Station “Fortress Hill” halten. Wir benutzen während unseres Aufenthalts die aufladbare “Octopus Card” für Zahlungen im öffentlichen Nahverkehr.
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Fortress Hill - Hongkong
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Nach einer Pause im Hotel besuchen wir zum Mittagessen eine der Suppenküchen in der Kings Road. Das Viertel ist nicht sehr touristisch, mehr ein Wohngebiet mit kleinen Läden und Werkstätten im Erdgeschoss der Hochhäuser. 
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Ein Besuch in Kowloon.
3. Tag: Der nächste Tag beginnt feucht und grau. In den letzten Jahren zieht vermehrt Smog aus der nahen Sonderwirtschaftszone Shenzhen nach Hongkong.
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Hongkong Island im Smog
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China vergiftet sich selbst. Natürlich ist die Situation am Meer je nach Windrichtung etwas besser als im Landesinneren. Wir beschließen mit der MTR auf die gegenüber liegende Halbinsel Kowloon zu fahren um den Blumenmarkt zu besuchen.
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Blumenmarkt in Mongkok
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Dazu steigen wir an der Station “Prince Edward” im Stadtviertel Mongkok aus. Besonders angetan sind wir von den wunderbaren Orchideen, die hier verkauft werden. Eine Ecke weiter, am “Birdmarket”, werden Singvögel in kunstvoll gefertigten Bambuskäfigen angeboten.
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Goldfischmarkt in Kowloon
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In der Tung Choi Street North befinden sich die Goldfischhändler, die ihre Tiere in großen und kleinen Aquarien oder nur in mit Wasser gefüllten Plastiktüten zur Schau stellen. Wir nehmen jetzt einen Doppelstockbus und fahren die
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Nathan Road - Mongkok - Kowloon
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Haupteinkaufsstraße Nathan Road hinunter in Richtung Star Ferry Pier. An der Salisbury Road biegt der Bus rechts ab und wir passieren das altehrwürdige “Peninsula Hotel”.
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Clock Tower - Kowloon
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Von der Terrasse am Clock Tower haben wir eine wunderschöne Aussicht über den Victoria Harbour auf Hongkong Island.
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Star Ferry vor Wan Chai - Hongkong
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Eine Fahrt mit der Star Ferry nach Wan Chai.
Wir nehmen eines der grünen Boote der Star Ferry hinüber nach Wan Chai. Die älteren Schiffe sind etwa 60 Jahre alt, trotzdem ist die Linie beliebt wie eh und je, auch wenn man jetzt mit der MTR und den Bussen in Tunnel unter dem Hafen durchfahren kann.
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Star Ferry Hongkong
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Am Abend versetzen wir uns in die Kolonialzeit zurück. Wir nehmen eine Doppelstocktrambahn, fahren zurück nach Wanchai und steigen in der Lockhart Road aus, wo wir im “Queen Victoria Pub” ein gepflegtes Tetley´s zu uns nehmen.
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Doppelstock-Trambahn in Hongkong
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Die größte Insel des Archipels, Lantau. 
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4. Tag: Ein empfehlenswerter Tagesausflug führt uns nach Lantau. Diese große Insel gehört zu den New Territories. Großbritannien pachtete diese Gebiete im Jahr 1898 für 99 Jahre von China.
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Gondelbahn auf Lantau
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Wir fahren mit der MTR zur Endstation “Tung Chung”. Von hier führt eine 5,7 Kilometer lange Gondelbahn den Berg hinauf zum großen Kloster Po Lin.
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Kloster Po Lin - Lantau
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Gläubige entzünden tausende Räucherstäbchen, dichte Rauchschwaden waben über das Gelände. Wir steigen auf den Hügel gegenüber des Klosters.
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Großer Buddha auf Lantau
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Dort steht der 34 Meter hohe und 250 Tonnen schwere “Tian Tan Buddha” (Big Buddha). Als wir auf der Terrasse oben ankommen scheint die Sonne.
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Fischerboote vor Tai O - Lantau
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Mit dem Bus No. 21 fahren wir anschließend vom Kloster hinunter ins Fischerdorf Tai O. Die Bewohner leben vom Verkauf von Trockenfisch und Meeresfrüchten.
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Trockenfisch im Fischerdorf Tai O - Lantau
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Die Häuser sind auf Stelzen ins Wasser gebaut. Ein Fußweg durchs Dorf führt zu einem Pavillon an der Westküste der Insel. Von hier haben wir einen guten Blick auf die in Bau befindliche 30 km lange Brücken- und Tunnelkonstruktion über die Perlflussmündung, die vom Flughafen “Chep Lak Kok” nach Macau führen soll.
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Fischerdorf Tai O auf Lantau

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Zurück im Dorf setzen wir uns auf die Terrasse eines der Restaurants am Fluss, essen Fischsuppe und trinken ein “Blue Girl Beer”. Der Lantau Bus No. 1 bringt uns dann entlang der Südküste nach Mui Wu (Silver Mine Bay).

Eine Schnellfähre verbindet diesen Hafen im Osten von Lantau mit “Central” auf Hongkong Island. Am Abend besuchen wir noch ein Vietnamesisches Restaurant in der Nähe unseres Hotels.

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Im Süden von Hongkong Island.

5. Tag: Bei schönem Wetter mit blauem Himmel und 25° nehmen wir den Doppeldeckerbus durch den Aberdeen-Tunnel zum Fischereihafen von Aberdeen im Süden von Hongkong Island.

Fischverkauf vom Boot in Aberdeen (HK)

Neben dem Verkauf direkt vom Boot gibt es größere Verkaufsstände und einige Restaurantschiffe, die auf Fischgerichte spezialisiert sind.

In Aberdeen - Hongkong Island

Wir fahren weiter nach Stanley, einem Badeort am Meer mit britischem Flair. 1699 gelangte erstmals die britische Ostindien-Kompanie nach China. Der Handel wuchs und im Jahr 1711 wurde ein fester Handelsstützpunkt gegründet. Waren aus China waren in Europa sehr gefragt, wohingegen die Briten nur wenige Güter fanden, die man den Chinesen verkaufen konnte. So begannen die Briten, Opium nach China einzuführen.

Als die kaiserliche Regierung versuchte, den Opiumhandel zu unterbinden, kam es zum ersten Opiumkrieg, der mit einer Niederlage der Chinesen endete und zur Besetzung Hongkongs durch die Briten am 20. Januar 1841 führte. Am 26. Juni 1843 wurde die britische Kronkolonie proklamiert. Die Kolonie wurde auf Druck von China am 1. Juli 1997 zurück gegeben, auch weil der Pachtvertrag für die New Territories auslief und Hongkong ohne diese Gebiete als nicht überlebensfähig galt.

Blake Pier in Stanley - Hongkong Island

In Stanley ragt der gusseiserner “Blake Pier” aus der Kolonialzeit ins Meer, der zuvor im Stadtteil “Central” stand und 2006 hierher versetzt wurde. Gegenüber gibt es gemütliche Terrassenrestaurants am Ufer.

Stanley Beach - Hongkong Island

Auf dem Rückweg machen wir eine Pause an der Repulse Bay mit dem besten Strand auf Hongkong Island. Im Hintergrund sieht man das große 30-stöckige Appartementhaus mit dem “Tor des Drachen”, einer auffälligen 20 x 20 Meter großen Aussparung in der Mitte, um der Lehre des Feng Shui bei diesem Gebäude gerecht zu werden.

Repulse Bay - Hongkong Island

Ein Abend in Kowloon.

Am Abend geht es nach Kowloon zum “Temple Street Night Market”. Nach einem Bummel an den Verkaufsständen vorbei mit allerlei Kitsch und Tand, gefälschten Markenartikel und Uhren, zieht es uns in einen Food Stall auf gebratene Nudeln und Reis, ein Austernomlett und Bier.

Temple Street Night Market - Kowloon

Am Clock Tower gibt es an diesem Abend eine “Light & Sound Show” aus Anlass des Chinesischen Neujahrs. Auch die Häuser von Wan Chai und Central auf der anderen Seite des Victoria Harbour sind bunt beleuchtet. Ein märchenhafter Anblick!

Light & Sound Show am Victoria Harbour - Hongkong

Auf dem Peak, dem höchsten Punkt von Hongkong Island.

6. Tag: Wir frühstücken in unserem Lieblingslokal in der Electric Road und nehmen dann den Bus zum “Peak Tram Terminal”. Die gute alte “Peak Tram”, eine Zahnradbahn aus dem Jahr 1888, bringt uns hinauf zum Peak auf 552 Meter Höhe.

Ausblick vom Victoria Peak - Hongkong

Von oben hat man einen atemberaubenden Blick auf Central und Kowloon. Mit dem Doppeldecker-Bus No. 15 fahren dann mittags hinunter zur Bowen Road. Von hier wandern wir auf dem drei Kilometer langen, grünen und schattigen Panorama-Höhenweg “Bowen Fitness Trail”

Happy Valley Rennbahn - Hongkong

mit Aussicht auf die Pferderennbahn “Happy Valley” und die Wolkenkratzer von Wan Chai. Am Ende des Wegs queren wir den Hongkong-Park und erreichen bergab laufend “Central” mit den Türmen der HSBC, Bank of China und Lippo Bank. Dazwischen duckt sich die St. John´s Cathedral.

Lippo Bank Building - Central - Hongkong

Central auf Hongkong Island.

Wir nehmen in der Wellington Street ein spätes Mittagessen im “Restaurant Tsui Wah” mit knusprigen Wan-Tan-Teigtaschen.

Mid Levels Escalators - Central - Hongkong

Danach benutzen wir die 800 Meter langen öffentliche Rolltreppen “Mid Levels Escalators” hinauf zur Wyndham Street. An der “Old Central Police Station”, einigen schicken Bars (Dragon-i und andere) und dem “Fringe-Club von 1913” vorbei erreichen wir die MTR Station in Central.

Old Central Police Station – Hongkong

Vor sechs Jahren habe ich an einer interessanten Führung des “Hongkong Tourism Board” teilgenommen: “Architektur im Wandel der Zeit”. Die von Architekturstudenten geführte Tour führte durch Central zunächst zu den historischen Gebäuden, wie die “St. Johns Cathedral” von 1848 und dem “Bishop´s House” aus dem gleichen Jahr,

Hochhäuser von Central - Hongkong

danach zu Hochhäuser aus verschiedenen Jahrzehnten, wie das “Jardine House”, das in den 1970er-Jahren das höchste Gebäude Asiens war, zum “Citibank Plaza” aus den 1980er-Jahren vom Architekt Rocco Yim geplant, dem “Hauptquartier der Hang Seng Bank” von den Architekten Wong & Ouyang, dem 283 Meter hohe “Cheung Kong Center” von Cesar Pelli, 

Bank of China Tower (Mitte) - Central - Hongkong

dem “Bank of China Tower” mit 367 Meter Höhe vom Stararchitekten Ieoh Ming Pei, zum Hochhaus “The Center” mit 346 Metern Höhe von Dennis Lau aus den 1990er-Jahren und schließlich zu den Gebäuden “Holywood Road No. 52”, “Queens Road No. 8” und dem “AIG Tower” aus diesem Jahrtausend.

In der Bank of China - Central - Hongkong

Es gab auch Innenbesichtigungen wie beispielsweise in der “Bank of China”, in die Touristen sonst keinen Einlass finden. Nach der fundierten Führung konnte ich anhand des Baustils die ungefähre Entstehungszeit der Hochhäuser ganz gut einschätzen.

Service Hongkong:
Grand Harbour Hotel ***** Superior Harbour View DZ ab 99 €.
Yesinn Hostel DZ ab 33 €.
Peak Tram Bergfahrt 7,30 €, Berg- und Talfahrt 10,40 €.
Gondelbahn Ngong Ping 360° Lantau Bergfahrt 19 €.
Flug mit Lufthansa/Swiss
München – Hongkong und zurück ab 702 €.

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Cotai Water Jet nach Macau
Der Cotai Strip mit den größten Hotels von Macau. 
7. Tag: Die große Katamaran Schnellfähre bringt uns in einer Stunde zum “Macau Taipa Pier” und ein kostenloser Bus-Shuttle in unser Sheraton Hotel am Cotai Strip. Durch Landgewinnung südlich der Insel Taipa wurde Anfang des Jahrtausends Baugrund geschaffen. Das erste Hotel hier war 2006 fertig gestellt.
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Sheraton Macau
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Das Sheraton Hotel ist mit 3.896 Gästezimmern das größte Hotel Macaus und gleichzeitig das größte Haus der Sheraton-Kette weltweit.
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Brücke über den Cotai-Strip - Macau
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Auf einer überdachten Brücke erreicht man vom Sheraton Hotel aus das auf der anderen Seite des Boulevards stehende Hotel “Venetian” mit einer Größe von 980.000 m² und zwei gigantischen Casinos. Neben dem Sheraton steht noch ein großes Conrad Hotel, ein Holiday Inn, das “Hard Rock Hotel”, das Grand Hyatt
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City of Dreams - Macau
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und die “City of Dreams”. Zwischen den Hotels gibt es Einkaufszentren mit Hunderten Läden, die Markenware zollfrei verkaufen.
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Sheraton Macau
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Als wir unser 40 m² großes Zimmer erstmals verlassen, verlaufen wir uns prompt auf der Suche nach dem Food Court im 3. Stock des Gebäudes. Auch das System der Aufzüge ist vertrackt. Nur vier der 22 Lifte halten im 25. Stock, wo sich unser Zimmer befindet. Schließlich finden wir doch den Bereich mit zwei Dutzend Food Stalls und einem großen Angebot von der indischer bis zur japanischer Küche.
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Sheraton Macau - Swimming Pool
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Später benutze ich den schönen Swimming Pool, der Badewannentemperatur aufweist. Am Abend schlendern wir über den Cotai Strip zur “City of Dreams” mit dem “Hard Rock Café”.
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Jogadanz im Hatd Rock Café Macau
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Nach dem Essen spielt eine Live Band aus Indonesien mit dem Namen “Jogadanz”. Die Musik der Gruppe und ihre fantastischen Stimmen gefallen uns sehr gut.
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Durch das historische Zentrum von Macau.
8. Tag: Heute fahren mit dem Stadtbus durch Taipa und weiter über eine der drei Brücken, die die Insel mit der Halbinsel Macau verbinden.
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Lou Lim Loc - Garden - Macau
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Wir spazieren durch den idyllischen “Lou Lim Loc – Garten” mit Mini-Bambuswäldchen, Teiche mit Lotusblüten, hölzerne Pavillons in denen die Anwohner Mahjong spielen, begleitet vom Klang der Erhu, der chinesischen Geige.
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Lou Lim Loc - Garden - Macau
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Vom Flora Garden nehmen wir die kurze Gondelbahn zum Guia-Hügel hinauf mit der Festung, einer kleinen Kapelle aus dem Jahr 1638, einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg und dem ältesten Leuchtturm Asiens von 1865.
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Guia-Hügel mit Leuchtturm - Macau
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Macau wurde 1277 durch die chinesische Song-Dynastie gegründet, die hierher vor den einfallenden Mongolen geflüchtet war. 1516 ankerten die ersten Portugiesen und 1557 bekamen sie die Erlaubnis, hier einen Handelsposten zu gründen.
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Die Kolonie ist fast 300 Jahre älter als Hongkong und reich an Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit. Die Missionsarbeit der Jesuiten erstreckte sich von Macau aus über ganz China, Japan und einige Gegenden in Südostasien.
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Wappen von Macau
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1999 fiel Macau zurück an die Volksrepublik China. Es ist eine Sonderwirtschaftszone mit eigenem Emblem, eigener Flagge, der Währung Pataca und besonderen Einreisebestimmungen (Chinesen vom Festland benötigen zur Einreise ein Visum, Europäer nicht).
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Sands Casino Macau
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Am Abend fahren wir im Hotel Shuttle Bus zum Sands Casino auf die Macau Halbinsel zurück. Im Food Court gibt es dort auch ein Restaurant mit Macanesischer Küche, die zum immateriellen Erbe der Menschheit gehört. Die Seefahrer brachten die Küche Portugals und die Speisen der portugiesischen Kolonien in Afrika und Asien, wie Goa, Timor und Malacca nach Macau. Die erste “fusion cuisine” war geboren.
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Grand Lisboa Hotel Macau
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Nach dem Essen schauen wir in das Star-Casino, ins Wynn und zu MGM. Gegenüber steht das neueste Wahrzeichen, das “Grand Lisboa” mit seinem Casino in Eiform und dem Hotelturm in Form einer gigantischen Lotusblüte.
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Casino im Venetian - Macau
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Die meisten Spieltische in den Casinos bestehen mittlerweile aus elektronischen Konsolen und sind für meinen Geschmack nicht mehr so attraktiv wie der klassische Spieltisch der europäischen Spielbanken, die mit Groupiers besetzt sind. Wir investieren nicht mehr als 70 Patacas. Seit 150 Jahren besitzt Macau die Glücksspiellizenz. Der Umsatz in den Casinos von Macau ist heute sieben Mal höher als der in Las Vegas!
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World Heritage Trail - Macau
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9. Tag: Es nieselt heute erneut. Wir fahren mit dem Stadtbus zum südlichsten Punkt der Halbinsel Macau und besichtigen dort den ältesten Tempel und Namensgeber der Stadt, den “A Ma Tempel”.
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A Ma Tempel Macau
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Hier wurde von den Fischerfamilien der Segen der Meeresgöttin Mazu erbeten. Einige der sechs Tempelteile sind an einen felsigen Hang gebaut. Es herrscht ein reges Treiben, ein ständiges Kommen und Gehen der Gläubigen. A Ma gehört zum UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit.
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Danach folgen wir dem “World Heritage Trail”. In der stadtbekannten “Bäckerei Ko Kei” verfolgen wir die Herstellung der hausgemachten Kekse und kaufen ein paar Schachteln davon. Dann gehen wir an den Maurischen Kasernen, die einst ein Regiment aus Goa beherbergte, zum Lilau Platz, einem typischen Platz im portugiesischen Stil.
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Kirche St. Lorenz - Macau
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Es folgt die neoklassizistische Kirche St. Lorenz und die bedeutende “Jesuiten-Universität St. Joseph”, gegründet 1728 mit einer Kirche im Barockstil aus dem Jahr 1758.
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Theater Dom Pedro V. - Macau
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Das 1860 gegründete “Teatro Dom-Pedro-V.” war das erste westliche Theater Ostasiens. Daneben stehen die Augustinerkirche von 1591 und die “Sir Robert-Ho-Tung-Bibliothek”. In der ausgedehnten Fußgängerzone im Stadtzentrum wurde das traditionelle Mosaik aus Pflastersteinen von eigens aus Lissabon eingeflogenen Handwerkern verlegt.
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Santa Casa de Misericórdia - Macau
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Neben dem Senat befindet sich das “Santa Casa de Misericórdia”, das vom ersten Erzbischof von Macau im Jahr 1569 gegründet wurde und als Heim für Seemannswitwen diente. Einige Schritte weiter besichtigen wir die schöne Dominikanerkirche, erbaut 1587.
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Dominikanerkirche - Macau
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Die Fußgängerzone erstreckt sich weiter die Rua do Campo hinauf bis zu den Ruinen von St. Paul. Dieses Gotteshaus mit angeschlossener Universität war zwischen 1602 und 1640 erbaut und durch einen Brand nach einem Taifun im Jahr 1835 zerstört worden. Nur die Front blieb erhalten.
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Fassade von St. Paul - Macau
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In einem vegetarischen Restaurant machten wir eine Pause. Hier gibt es eine reiche Auswahl an delikaten und preisgünstigen Gerichten. Am Abend benutzen wir den kostenlosen Hotel Shuttle zu den “Portas do Cerco”, den Grenztoren. Tausende Chinesen strömen um diese Zeit zurück zum Festland.
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Portas do Cerco - Macau
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Von den Grenztoren nehmen wir einen Stadtbus zum Canidrome und verfolgen dort einige Windhunderennen, die jeden Donnerstag hier stattfinden. Die Ränge sind fast leer, heutzutage ist dieser Sport nicht mehr der große Hit in Macau.
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Panda Pavillon - Macau
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Die Südinsel Coloane mit dem Panda Pavillon.
10. Tag: Wir fahren mit dem Stadtbus vom Cotai Strip zur südlichsten Insel Macaus nach Coloane mit dem Panda Pavillon. Hier lebt Kai Kai, ein Riesenpanda. Er verfügt über eine Fläche von 930 m², davon 600 m² im Freien und fühlt sich sichtlich wohl.
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Praia de Hác Sá - Macau
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Der nächste Bus bringt uns weiter zum “Praia de Hác Sá”, wo wir in der Nähe des Strandes ein delikates portugiesisches Mittagessen zu uns nehmen. Zurück im Sheraton Hotel nutzen wir wieder den Pool.
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Venetian Macau
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Ein Abend in der schönen, künstlichen Welt des Venetian.

Unseren letzter Abend verbringen wir im “Venetian”. Im Casino stehen 800 Spieltische und 2.400 Geldspielautomaten, es gibt ein Theater, zwei Ballsäle und einen Food Court in Form einer großen Piazza. Die Beleuchtung der Halle und die Klimaanlage gaukelt einem vor, man säße an einem lauen Abend auf einem italienischen Platz im Freien.

Food Court im Venetian - Macau

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11. Tag: Wir bleiben bis 13:30 Uhr im Hotel und nehmen dann den Shuttle zurück zum Taipa Pier. Die Schnellfähre bringt uns direkt zum Hongkonger Flughafen “Chep Lak Kok” in den Transitbereich. Unser Flug nach Peking geht um 20:00 Uhr und von dort fliegen wir weiter nach München, wo wir am nächsten Tag um 05:30 Uhr früh eintreffen.

Service Macau:
Sheraton Grand Hotel De Luxe DZ ab 191 €.
Cotai Water Jet Hongkong – Taipa einfach ab 18,90 €.
Pavilhao do Panda Gigante de Macau Eintritt 1,50 € – Werbung:
Mein Fazit: Seit meinem letzten Besuch vor sechs Jahren ist der britische Einfluss in Hongkong stark gesunken, viel Chinesen sind vom Festland zugewandert, sie sprechen kein Englisch und haben keinen Bezug zur Geschichte von Hongkong. Außerdem sind Wohnungen und Appartements rar und die Hotels werden teurer und teurer.
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Hongkong Observation Wheel - Riesenrad -
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In Macau wird das Portugiesische sehr gepflegt, Ansagen im Stadtbus sind zweisprachig, Schilder ebenso, die Küche und der Wein sind präsent und die historischen Bauwerke werden liebevoll gepflegt.
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Der Senatsplatz in Macau
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Das Wetter war gemischt, tagsüber nicht mehr als 25 ° und nachts nicht niedriger als 15 °. Es war sehr schön, die ganze Familie mal wieder für längere Zeit zusammen zu sehen.
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Im Garten des Panda Pavillon - Macau
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Diese Reise fand im März 2015 statt. Ich reiste mit meiner Familie. Meine erste Reise nach Hongkong und Macau fand im Februar/März 2009 statt. Dieser Beitrag wurde im Januar 2023 überarbeitet. Tarifstand: März 2023. Diesen Beitrag auf XouTube ansehen: https://youtu.be/NUGGXwi9ktE

3 Gedanken zu „Hongkong und Macau – die ungleichen Schwestern an der Perlflussmündung

  • Christian Bock

    Hallo Michael,
    ich war auch zwei Mal in Hongkong – beim ersten Mal als Trauzeuge bei einem Freund….beim zweiten Mal auf dem Weg zu meiner Freundin und jetzigen Ehefrau, die ich auf dieser Hochzeit kennengelernt hatte.
    Der Flugpreis ist ja genial:
    “Flug ab/bis München mit Air China über Peking 438 €”
    Aber wahrscheinlich nicht in den Ferien:::??
    Ist die Air China zu empfehlen?
    Grüße
    Christian-Charly

    Antwort
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      thank you very much for your kind comment. I hope to see you on my website soon again.
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      Michael

      Antwort

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