Hongkong und Macau – die ungleichen Schwestern an der Perlflussmündung

Es steht wieder mal bei mir ein runder Geburtstag an und es stellt sich die Frage: Zu Hause feiern oder eine schöne Reise mit der Familie zu unternehmen. Da ich meinen Sohn seit mehr als 7 Monate nicht gesehen habe und er noch in Südostasien weilt, habe ich mich für die ehemaligen Kolonien am Perlflussdelta entschieden: Wir feiern in Hongkong und Macau. 

Anreise

1. Tag: Die Anreise der Münchner erfolgt mit Air China. Abflug in München ist um 14:15 Uhr.

2. Tag: Wir erreichen nach zehn Stunden Flugzeit Peking um 07:10 Uhr. Der Beijing Capital International Airport (BCIA) ist nach Atlanta der zweitgrößte Flughafen der Welt. Wir steigen im Terminal 3 um, das anlässlich der Olympischen Spiele 2008 eröffnet wurde. Die Stahl-Glas-Konstruktion des Star-Architekten Norman Foster erstreckt sich über 1,3 Millionen Quadratmeter und gilt damit als das größte Gebäude der Welt. Um 09:30 Uhr startet unser Weiterflug.

Hongkong
Wir landen mittags in Hongkong auf dem 1998 eröffneten Flughafen auf der Insel Chep Lak Kok westlich der Stadt, der den schwierig anzufliegenden, mitten in Kowloon liegenden Airport Kai Tak ersetzt hat. Nach einer problemlosen Einreise in die Sonderwirtschaftszone ohne Visumpflicht nehmen wir den Doppeldeckerbus A11 um unser Hotel auf Hongkong Island zu erreichen. Eine Stunde später stehen wir vor dem Harbour Grand Hongkong in der Oil Street im Stadtteil Fortress Hill.
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Meine Frau und ich beziehen ein schönes Zimmer im 32. Stock mit Blick auf den Victoria Harbour. Stefan hat ein Zimmer im nahen Yesinn Hostel in der Kings Road. In dieser Straße verkehren viele Buslinien und die Doppelstock-Trambahnen. Schneller sind die U-Bahn Züge der Island Line, die an der MTR Station Fortress Hill halten. Wir benutzen während unseres Aufenthalts die aufladbare Octopus Card für die Zahlung im öffentlichen Nahverkehr.
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Nach einer Pause im Hotel besuchen wir eine Suppenküche in der Kings Road. Das Viertel ist nicht sehr touristisch, mehr ein Wohngebiet mit kleinen Läden und Werkstätten im Erdgeschoß der Hochhäuser. Am Abend passen wir meinen jüngeren Sohn Christian an der Haltestelle des Flughafenbusses ab. Er reist aus Indonesien an und war seit Juli des letzten Jahres auf der Seidenstraße von Kirgisien bis Xian unterwegs, hat in der Mongolei gearbeitet, ist auf dem Landweg bis Singapur gereist und hat die Großen und Kleinen Sundainseln bis Flores bereist. Leider fing es zu nieseln an, als wir ihn ins Hostel bringen.
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3. Tag: Auch der nächste Tag beginnt feucht und grau. In den letzten Jahren zieht vermehrt Smog aus der nahen Sonderwirtschaftszone Shenzhen nach Hongkong. China vergiftet sich selbst. Natürlich ist die Situation am Meer je nach Windrichtung etwas besser als im Landesinneren.
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Wir beschließen mit der MTR auf die gegenüber liegende Halbinsel Kowloon zu fahren um den Blumenmarkt zu besuchen. Dazu steigen wir an der Station Prince Edward aus. Besonders angetan sind wir von den wunderbaren Orchideen, die hier verkauft werden. Eine Ecke weiter am Birdmarket werden Singvögel in kunstvoll gefertigten Bambuskäfigen angeboten. In der Tung Choi Street North befinden sich die Goldfischhändler, die ihre Tiere in großen und kleinen Aquarien oder nur in mit Wasser gefüllten Plastiktüten zur Schau stellen.

Jetzt sind wir im Stadtteil Mongkok. Wir nehmen den Doppelstockbus und fahren die Haupteinkaufsstraße Nathan Road hinunter Richtung Star Ferry Pier. An der Salisbury Road biegt der Bus rechts ab und wir passieren das altehrwürdige Peninsula Hotel. Von der Terrasse am Clock Tower haben wir eine schöne Aussicht auf Hongkong Island. Wir nehmen eines der grünen Boote der Star Ferry hinüber nach Wan Chai. 
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Die älteren Schiffe sind etwa 60 Jahre alt, trotzdem ist die Linie beliebt wie eh und je, auch wenn man jetzt mit der MTR und den Bussen im Tunnel unter dem Hafen durchfahren kann.
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Am Abend versetzen wir uns in die Kolonialzeit zurück. Wir nehmen eine Doppelstocktrambahn und fahren zur Lockhart Road, wo wir im Queen Victoria Pub ein gepflegtes Tetley´s zu uns nehmen.
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 4. Tag: Ein empfehlenswerter Tagesausflug führt uns nach Lantau. Diese große Insel gehört zu den New Territories. Großbritannien pachtete diese Gebiete 1898 für 99 Jahre von China.
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Wir fahren mit der MTR zur Endstation Tung Chung. Von hier führt eine 5,7 Kilometer lange Gondelbahn hinauf zum großen Kloster Po Lin. Gläubige entzünden tausende Räucherstäbchen, dichte Rauchschwaden waben über das Gelände. Wir steigen auf den Hügel gegenüber des Klosters. Dort steht der 34 m hohe und 250 Tonnen schwere Tian Tan Buddha (Big Buddha). Als wir auf der Terrasse oben ankommen scheint die Sonne.
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Mit dem Bus No. 21 fahren wir hinunter ins Fischerdorf Tai O. Die Bewohner verkaufen Trockenfisch und Meeresfrüchte. Die Häuser sind auf Stelzen gebaut. Ein Fußweg durchs Dorf führt zu einem Pavillon an der Westküste der Insel. Von hier haben wir einen guten Blick auf die in Bau befindliche 30 km lange Brücken- und Tunnelkonstruktion über die Perlflussmündung vom Flughafen Chep Lak Kok nach Macau.

Zurück im Dorf setzen wir uns auf die Terrasse eines Restaurants am Fluss, essen Fischsuppe und trinken ein Blue Girl Bier. Der Lantau Bus No. 1 bringt uns dann entlang der Südküste nach Mui Wu (Silver Mine Bay). Eine Schnellfähre verbindet diesen Hafen mit Central. Am Abend besuchen wir ein Vietnamesisches Restaurant in der Nähe unseres Hotels.
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5. Tag: Bei schönem Wetter mit blauem Himmel und 25° nehmen wir den Doppeldeckerbus durch den Aberdeen-Tunnel zum Fischereihafen von Aberdeen im Süden von Hongkong Island.

Neben dem Verkauf direkt vom Boot gibt es größere Verkaufsstände und einige Restaurantschiffe, die auf Fischgerichte spezialisiert sind.

Wir fahren weiter nach Stanley, einem Badeort am Meer mit britischem Flair. 1699 gelangte erstmals die britische Ostindien-Kompanie nach China. Der Handel wuchs und im Jahr 1711 wurde ein fester Handelsstützpunkt gegründet. Waren aus China waren in Europa sehr gefragt, wohingegen die Briten nur wenige Güter fanden, die man den Chinesen verkaufen konnte. So begannen die Briten, Opium nach China einzuführen. Als die kaiserliche Regierung versuchte, den Opiumhandel zu unterbinden, kam es zum ersten Opiumkrieg, der mit einer Niederlage der Chinesen endete und zur Besetzung Hongkongs durch die Briten am 20. Januar 1841 führte. Am 26. Juni 1843 wurde die britische Kronkolonie proklamiert. Die Kolonie wurde auf Druck von China am 1. Juli 1997 zurück gegeben, auch weil der Pachtvertrag für die New Territories auslief und Hongkong ohne diese Gebiete nicht als überlebensfähig galt.

In Stanley ragt der gusseiserner Blake Pier aus der Kolonialzeit ins Meer, der zuvor in Central stand und 2006 hierher versetzt wurde. Gegenüber gibt es gemütliche Terrassenrestaurants am Ufer.

Auf dem Rückweg machen wir eine Pause in Repulse Bay mit dem besten Strand auf Hongkong Island. Im Hintergrund sieht man das große 30-stöckige Appartementhaus mit dem Tor des Drachen, einer 20 x 20 m großen Aussparung in der Mitte, um der Lehre des Feng Shui gerecht zu werden.

Am Abend geht es nach Kowloon zum Temple Street Night Market. Nach einem Bummel an den Verkaufsständen vorbei mit allerlei Kitsch und Tand, den gefälschten Markenartikel und Uhren, zieht es uns in einen Food Stall auf gebratene Nudeln und Reis, ein Austernomlett und Bier.

Am Clock Tower gibt es eine Light & Sound Show aus Anlass des Chinesischen Neujahrs. Auch die Häuser von Wan Chai und Central auf der anderen Seite des Victoria Harbour sind bunt beleuchtet. Ein märchenhafter Anblick!

6. Tag: Wir frühstücken in unserem Lieblingslokal in der Electric Road und nehmen dann den Bus zum Peak Tram Terminal. Die gute alte Peak Tram, eine Zahnradbahn, bringt uns hinauf zum Peak auf 552 m Höhe. Von oben hat man einen atemberaubenden Blick auf Central und Kowloon.

Der Doppeldecker-Bus No. 15 bringt uns mittags hinunter zur Bowen Road. Von hier wandern wir auf dem 3 Kilometer langen, grünen und schattigen Panorama-Höhenweg „Bowen Fitness Trail“ mit Aussicht auf die Pferderennbahn Happy Valley und die Wolkenkratzer von Wan Chai. Am Ende des Wegs queren wir den Hongkong-Park und erreichen bergab Central mit den Türmen der HSBC, Bank of China und Lippo Bank. Dazwischen duckt sich die St. John´s Cathedral.

Wir nehmen in der Wellington Street ein spätes Mittagessen im Restaurant Tsui Wah mit knusprigen Wan Tan Teigtaschen.

Danach benutzen wir die 800m langen Mid Levels Escalators (öffentliche Rolltreppen) hinauf zur Wyndham Street. An der Old Central Police Station, einigen schicken Bars (Dragon-i und andere) und dem Fringe-Club von 1913 vorbei erreichen wir die MTR Station in Central.

Vor sechs Jahren habe ich an einer interessanten Führung des Hongkong Tourism Board teilgenommen: „Architektur im Wandel der Zeit“. Die von Architekturstudenten geführte Tour führte durch Central zu den historischen Gebäuden, wie die St. Johns Cathedral von 1948 und das Bishop´s House aus dem gleichen Jahr und zu Hochhäuser aus verschiedenen Jahrzehnten, wie das Jardine House, in den siebzigern das höchste Gebäude Asiens, den Exchange Square, das St. John´s Building, die Citibank Plaza mit 205 m Höhe vom Architekt Rocco Yim geplant aus den achtzigern, dem Hauptquartier der Hang Seng Bank von den Architekten Wong & Ouyang, das Cheung Kong Center, 283 m hoch, von Cesar Pelli, der Bank of China Tower, 367 m hoch, vom Stararchitekten Ieoh Ming Pei und dem Hochhaus The Center mit 346 m Höhe von Dennis Lau aus den neunzigern und schließlich die Gebäude Holywood Road No. 52, Queens Road No.8 und der AIG Tower aus diesem Jahrtausend. Es gab auch Innenbesichtigungen z.B. in der Bank of China, in die Touristen sonst keinen Einlass finden. Nach der fundierten Führung konnte ich an hand des Baustils die ungefähre Entstehungszeit der Hochhäuser einschätzen.

Nach einer Kaffeepause gehen wir abends nochmal in die Suppenküche in der Kings Road.

Service Hongkong:
Grand Harbour Hotel DZ ab 139 €
Yesinn Hostel DZ ab 50 €
Hotel Ibis North Point DZ ab 74 €
Peak Tram Bergfahrt 4 €
Ngong Ping 360° Lantau Bergfahrt 16 €
Flug
ab/bis München mit Air China über Peking 438 €
Macau 
7. Tag: Wir verabschieden uns von Christian, der mit Turkish Airlines über Istanbul nach Berlin Tegel fliegt. Die restliche Familie nimmt den Doppeldecker-Bus zum Macau Ferry Pier in Sheung Wan.
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Die große Katamaran Schnellfähre bringt uns in einer Stunde zum Macau Taipa Pier und ein kostenloser Bus Shuttle in unser Sheraton Hotel am Cotai Strip. Es ist mit 3896 Gästezimmern das größte Hotel Macaus und gleichzeitig das größte Sheraton der Welt.
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Auf einer überdachten Brücke erreicht man auf der anderen Seite des Boulevards das „Venetian“ mit einer Größe von 980.000 m² und zwei gigantischen Casinos. Neben dem Sheraton steht noch ein Conrad, ein Holiday Inn, das Hard Rock Hotel, das Grand Hyatt und die City of Dreams. Zwischen den Hotels gibt es Einkaufszentren mit hunderten Läden mit Markenware, alles zollfrei. Durch Landgewinnung südlich der Insel Taipa wurde Anfang des Jahrtausends Baugrund geschaffen. Das erste Hotel ware 2006 hier fertig gestellt.
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Als wir unser 40 m² großes Zimmer erstmals verlassen, verlaufen wir uns prompt auf der Suche nach dem FoodCourt im 3.Stock. Auch das System der Aufzüge ist vertrackt. Nur vier der 22 Lifte halten im 25. Stock, wo sich unser Zimmer befindet. Schließlich finden wir doch den Bereich mit zwei Dutzend Food Stalls mit einem Angebot von Indischer bis Japanischer Küche. Später benutze ich den schönen Swimming Pool, der Badewannentemperatur aufweist. 
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Am Abend schlendern wir über den Cotai Strip zur City of Dreams mit dem „Hard Rock Café“. Nach dem Essen spielt eine Live Band aus Indonesien mit dem Namen „Jogadanz“. Die Musik der Gruppe und ihre fantastischen Stimmen gefallen uns sehr gut.
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8. Tag: Wir fahren mit dem Stadtbus nach Taipa und über eine der drei Brücken, die die Insel mit der Halbinsel Macau verbinden.
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Wir spazieren durch den idyllischen Lou Lim Loc – Garden. Mini-Bambuswäldchen, Teiche mit Lotusblüten, hölzerne Pavillions in denen die Anwohner Mahjong spielen, begleitet vom Klang der Erhu, der chinesischen Geige.
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Vom Flora Garden nehmen wir die kurze Gondelbahn zum Guia Hügel hinauf mit der Festung, einer kleinen Kapelle aus dem Jahr 1638, einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg und dem ältesten Leuchtturm Asiens von 1865.
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Macau wurde 1277 durch die chinesische Song-Dynastie gegründet, die hierher vor den einfallenden Mongolen geflüchtet waren. 1516 ankerten die ersten Portugiesen und 1557 bekamen sie die Erlaubnis, hier einen Handelsposten zu gründen. Die Kolonie ist fast 300 Jahre älter als Hongkong und reich an Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit. Die Missionsarbeit der Jesuiten erstreckte sich von Macau aus über ganz China, Japan und einige Orte in Südostasien.
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1999 fiel Macau zurück an die Volksrepublik China. Es ist eine Sonderwirtschaftszone mit eigenem Emblem, eigener Flagge, der Währung Pataca und besonderen Einreisebestimmungen (Chinesen vom Festland benötigen zur Einreise ein Visum, Europäer nicht).
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Am Abend fahre ich mit Stefan im Hotel Shuttle Bus zum Sands Casino auf die Macau Halbinsel zurück. Im FoodCourt gibt es dort auch ein Restaurant mit Macanesischer Küche, die zum immateriellen Erbe der Menschheit gehört. Die Seefahrer brachten die Küche Portugals, die der portugiesischen Kolonien in Afrika und Asien (Goa, Timor und Malacca) nach Macau. Die erste „fusion cuisine“ war geboren.
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Nach dem Essen schauen wir in das Star-Casino, ins Wynn und zu MGM. Gegenüber steht das neueste Wahrzeichen, das Grand Lisboa mit dem Casino in Eiform und dem Hotelturm in Form einer gigantischen Lotusblüte.
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Die meisten Spieltische in den Casinos bestehen mittlerweile aus elektronischen Konsolen und sind für meinen Geschmack nicht mehr so attraktiv wie der klassische Spieltisch der europäischen Spielbanken mit Groupiers. Wir investieren nicht mehr als 70 Patacas. Seit 150 Jahren besitzt Macau die Glücksspiellizenz. Der Umsatz in den Casinos von Macau ist heute sieben Mal höher als in Las Vegas!
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9. Tag: Es nieselt erneut und wir fahren mit dem Stadtbus zum südlichsten Punkt der Halbinsel Macau und besichtigen den ältesten Tempel und Namensgeber der Stadt, den A Ma Tempel. Hier wurde von den Fischerfamilien der Segen der Meeresgöttin Mazu erbeten. Einige der sechs Tempelteile sind an den felsigen Hang gebaut. Es herrscht ein reges Treiben, ein ständiges Kommen und Gehen der Gläubigen. A Ma gehört zum UNESCO Welterbe der Menschheit.
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Danach folgen wir dem „World Heritage Trail“. In der stadtbekannten Bäckerei Ko Kei verfolgen wir die Herstellung der hausgemachten Kekse und kaufen ein paar Schachteln. Von dort gehen wir an den Maurischen Kasernen, die ein Regiment aus Goa beherbergte zum Lilau Platz, einem typischen Platz im portugiesischen Stil. Es folgt die neoklassizistische Saint Lawrence Church und die bedeutende Jesuiten-Universität St. Joseph, gegründet 1728 mit einer Kirche im Barockstil von 1758.
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Das 1860 gegründete Dom-Pedro-V-Theater war das erste westliche Theater Chinas. Daneben stehen die Augustinerkirche von 1591 und die Sir Robert-Ho-Tung-Bibliothek. In der ausgedehnten Fußgängerzone im Stadtzentrum wurde das traditionelle Mosaik aus Pflastersteinen von aus Lissabon extra eingeflogenen Handwerkern verlegt.
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Neben dem Senat befindet sich das „Holy House of Mercy“, das vom ersten Erzbischof von Macau im Jahr 1569 gegründet wurde und als Zuflucht für Seemannswitwen diente. Einige Schritte weiter besichtigen wir die schöne Dominikanerkirche, erbaut 1587.
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Die Fußgängerzone erstreckt sich die Rua do Campo hinauf bis zu den Ruinen von Saint Paul. Dieses Gotteshaus mit angeschlossener Universität war zwischen 1602 und 1640 erbaut und durch einen Brand nach einem Taifun im Jahr 1835 zerstört worden. Nur die Front blieb erhalten.
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In einem vegetarischen Restaurant machten wir eine Pause. Hier gibt es eine reiche Auswahl an delikaten und preisgünstigen Gerichten.
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Am Abend benutzen wir den kostenlosen Hotel Shuttle zum Border Gate, dem Grenztor zum Festland. Tausende Chinesen strömen zurück ins Festland.
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Vom Border Gate nehmen wir einen Stadtbus zum Canidrome und verfolgen dort einige Windhunderennen, die jeden Donnerstag stattfinden. Die Ränge sind fast leer, heutzutage ist dieser Sport nicht der Hit in Macau.
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10. Tag: Wir fahren mit dem Stadtbus vom Cotai Strip zur südlichen Insel Coloane mit dem Panda Pavillion. Hier lebt Kai Kai, ein Riesenpanda. Er verfügt über eine Fläche von 930 m² , davon 600 m² im Freien und fühlt sich sichtlich wohl.
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Der nächste Bus bringt uns weiter zum Hac Sa Beach, wo wir ein delikates portugiesisches Mittagessen zu uns nehmen. Zurück im Hotel nutzen wir den Pool.

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Unseren letzter Abend verbringen wir im „Venetian“. Im Casino stehen 800 Spieltische und 2400 Geldspielautomaten. es gibt ein Theater, zwei Ballsäle und einen Foodcourt in Form einer großen Piazza. Die Beleuchtung der Halle und die Klimaanlage gauckelt einem vor, man säße an einem lauen Abend auf einem italienischen Platz.  

11. Tag: Wir bleiben bis 13:30 Uhr im Hotel  und nehmen dann den Shuttle zum Taipa Pier. Die Schnellfähre bringt uns direkt zum Flughafen Chep Lak Kok in den Transitbereich. Unser Flug nach Peking geht um 20:00 Uhr und von dort fliegen wir weiter nach München, wo wir am nächsten Tag um 05:30 Uhr früh eintreffen.

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Service Macau:
Sheraton Grand Hotel DZ ab 140 €
Holiday Inn ab 242 € 
Cotai Water Jet Hongkong – Taipa einfach ab 18 €
Cotai Water Jet Taipa – Flughafen Chep Lak Kok einfach ab 28 €
Teleferico da Guia Bergfahrt 0,25 €
Pavilhao do Panda Gigante de Macau Eintritt 1,10 €
Fazit: Seit meinem letzten Besuch vor sechs Jahren ist der Britische Einfluß in Hongkong stark gesunken, viel Chinesen sind vom Festland zugewandert, sie sprechen kein Englisch und haben keinen Bezug zur Geschichte von Hongkong. Außerdem sind Wohnungen und Appartements rar und die Hotels werden teurer und teurer.
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In Macau wird das Portugiesische sehr gepflegt, Ansagen im Stadtbus sind zweispraching, Schilder ebenso, die Küche und der Wein sind präsent und die historischen Bauwerke werden liebevoll gepflegt. 
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Das Wetter war gemischt, tagsüber nicht mehr als 25 ° und nachts nicht niedriger als 15 °. Es war sehr schön, die ganze Familie mal wieder zusammen zu sehen.
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Diese Reise fand im März 2015 statt. Ich reiste mit meiner Familie. Meine erste Reise nach Hongkong und Macau fand im Februar/März 2009 statt.
Tarifstand 08/2017
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Meine Bewertungen auf Tripadvisor:

Ein Gedanke zu „Hongkong und Macau – die ungleichen Schwestern an der Perlflussmündung

  • Oktober 29, 2017 um 11:57 am
    Permalink

    Hallo Michael,
    ich war auch zwei Mal in Hongkong – beim ersten Mal als Trauzeuge bei einem Freund….beim zweiten Mal auf dem Weg zu meiner Freundin und jetzigen Ehefrau, die ich auf dieser Hochzeit kennengelernt hatte.
    Der Flugpreis ist ja genial:
    „Flug ab/bis München mit Air China über Peking 438 €“
    Aber wahrscheinlich nicht in den Ferien:::??
    Ist die Air China zu empfehlen?
    Grüße
    Christian-Charly

    Antwort

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