Kapstadt und die Westkap-Provinz – ein wunderbares Reiseziel

Begleiten Sie mich ans Kap der Guten Hoffnung, entdecken Sie die Küsten am Atlantik und die Strände am Indischen Ozean, verbringen Sie ein paar Tage im Weinanbaugebiet und in der quirligen Metropole Kapstadt und lassen Sie sich von einer hochwertigen Gastronomie mit günstigen Preisen überzeugen.

Anreise – ohne Jetlag

Ich fliege ab München abends mit Turkish Airlines über Istanbul nach Kapstadt. Der Service und der Sitzkomfort  sind gut, Sitzplatzreservierungen und 30kg Freigepäck inklusive. Sogar auf der kürzeren Strecke nach Istanbul wird eine Menükarte mit Auswahlmenüs ausgeteilt. Nicht zu übersehen sind die Probleme auf dem Atatürk Airport. Durch die vielen neuen Verbindungen in alle Welt platzt der Flughafen aus allen Nähten, ein neuer Flughafen am Schwarzen Meer ist bereits in Bau. Beim Anflug kreisen wir zwei Mal über Edirne und fliegen noch eine große Schleife über das Schwarze Meer. Die Abflugtafel zeigt dann für viele Interkontinental-Verbindungen Verspätungen von meistens 90 Minuten an. Andere Reisenden berichten mir von Verspätungen von über 3 Stunden. Bei mir sind es dann in Kapstadt nur noch 30 Minuten bei Ankunft um 13:30 Uhr.

Der Flughafenbus bringt mich in 25 Minuten zum Civic Center und von dort sind es nur noch 400 m zu meinem Hotel, dem Park Inn by Radisson Foreshore in der Heerengracht. Ich bekomme ein modern eingerichtetes Zimmer im 9. Stock mit Blick auf den Tafelberg. Im 11. Stock gibt es eine Roof Top Bar mit einem kleinen Pool, wo ich aus dem europäischen Winter kommend das warme Wetter geniesen konnte.

Service Anreise:
Flug
ab München mit Turkish Airlines ca. 670 €
Transfer Flughafenbus zum Civic Center 6 €
Mietwagen Hertz Kat. B ab 18 € pro Tag mit Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung bei DERTOUR

Nach einer Ruhepause spaziere ich zu einer ersten Erkundung am nahen Convention Center und dem Westin Hotel vorbei zur Victoria & Albert Waterfront. Im neuen Zentrum des Kapstadter Tourismus gibt ein Riesenrad, Amphittheater, Museen, Hafenrundfahrten, Bars und Restaurants, Markthallen und eine große Shopping Mall. Im belgischen Restaurant Den Anker bekomme ich eine normannische Fischsuppe und Hase in Schmorgemüse auf der Terrasse serviert. Dazu gibt es vorzüglichen Kapwein.

Mit dem Bus T O1 ab fahre ich zur Station Thibault in der Nähe meines Hotels zurück. Diese Buslinie hat geschlossene Stationen, überdacht und mit Sperren versehen, wie ich es im letzten Jahr auch in Quito und Bogota schätzen gelernt hatte.

2. Tag: Nach einem guten Frühstück im Hotel fahre ich mit dem Bus zur Waterfront. Ich spaziere an teuren Appartments und dem Luxushotel One & Only, dem Leuchtturm, Dreh- und Zugbrücken und Hafenbecken mit verspielten Robben vorbei zum Nobel Square mit den Statuen der Friedensnobelpreisträger Albert Luthuli (1960), Desmond Tutu (1984), Frederik de Klerk und Nelson Mandela (1993).

Gleich daneben liegt eine Markthalle. Hier, wie in der ganzen Provinz, legt man Wert auf lokale und Bioprodukte – eine gute Gelegenheit für einen Imbiss. In der Loop Street hole ich bei Hertz meinen Mietwagen ab. Man gibt mir einen weißen Toyota Etios, mit dem ich sehr zufrieden bin und fahre stadtauswärts in südlicher Richtung an der Waterfront vorbei zum Fußballstadion in Green Point, das für die Spiele der Weltmeisterschaften von 2010 gebaut wurde.

An der Küste steht rot-weiß gestreift der älteste Leuchtturm Südafrikas erbaut 1824. Über die Nobelvororte Sea Point und Clifton geht es zur Camps Bay weiter mit ihrem schönen Sandstrand unterbrochen von Granitfelsen. Hier beobachtete ich eines der Fotoshootings für Modemagazine, die gerne in und um Kapstadt stattfinden.

An der zwölf Apostel genannten Felsformation und an der Hout Bay vorbei nehme ich den Chapman´s Peak Drive unter die Räder. Die mautpflichtige Panoramastraße war schon in vielen Werbespots von Autofirmen zu sehen.

Die Kaphalbinsel

Von Nordhoek Strand fahre ich weiter über einen Bergrücken auf die andere Seite der Kaphalbinsel zur False Bay. Der Name der Bucht kommt von den Kapitänen, die von Südasien kommend am Cabo Falso zu früh abgebogen sind und in der falschen Bucht landeten – und damit nicht in Kapstadt. Von Fishhoek mit seinen bunten Strandhäusern ist es nicht mehr weit bis Simon´s Town. Im maritim eingerichteten Quayside Hotel an der Historischen Meile miete ich mich für 3 Nächte ein. Gleich am Kai entdeckte ich ein vorzügliches Fischrestaurant mit dem Namen Salty Sea Dog in dem ich zwei Mal sehr gut zu Abend esse. Besonders empfehlenswert ist der fangfrische Seehecht (Hake).

3. Tag: Bei herrlichem Wetter nehme ich den geplanten Ausflug auf den Tafelberg in Angriff und fahre nach  einiger Wartezeit mit der Kabinenbahn auf das 1087 m hohe Plateau mit einer traumhaften Aussicht auf Kapstadt im Norden, Camps Bay im Westen, das Weingebiet um Stellenbosch im Osten und die Kaphalbinsel im Süden. Einige schöne Rundwege sind auf dem Plateau angelegt. Eine Besteigung vom Tal aus ist im schattenlosen Gelände sehr anstrengend, berichtet mir ein junges Paar aus Köln. Später am Nachmittag fahre ich noch mit dem Auto von der Talstation der Kabinenbahn auf den gegenüber liegenden Signal Hill. Per Paraglider kann man hier im Tandemflug hinunter nach Sea Point schweben.

Service Tafelberg:
Seilbahn
Berg- und Talfahrt 18 € 

4. Tag: Zunächst fahre ich ins nahe Boulders Beach, einem der drei Plätze in Afrika, wo man Brillenpinguine beobachten kann. Gleich südlich davon liegt der Eingang zum Cape National Park. Etwas abseits der Straße zum Kap stehen rechts und links zwei große weiß getünchte Steinkreuze die an die Seefahrer Bartholomeu Dias (1488) und Vasco da Gama (1497) erinnern. Eine Standseilbahn bringt einen hinauf zum Leuchtturm, der auf 209 m Höhe steht. Vorgelagert ist der felsige Cape Point.

 

Etwas weiter westlich liegt das etwas unscheinbare Kap der Guten Hoffnung. Danach besuche ich eine Straußenfarm, die hochpreisige Produkte aus Straußenleder und bearbeitete und unbearbeitete Straußeneier anbietet. An der Westküste der Kaphalbinsel entlang erreiche ich über Scarborough den hohen Slangkop Leuchtturm bei Kommetje. Am Abend schlendere ich über die Historische Meile von Simons Town mit Häusern aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert und kehre auf eine Fischsuppe und ein Lendensteak im Café Pescado ein.

Service Kaphalbinsel:
Quayside Hotel
Simons Town EZ ab 66 € mit Frühstück bei DERTOUR
Boulders Beach Eintritt 5 €
Cape National Park Eintritt 9 €
Cape Point Seilbahn Bergfahrt 3,30 €

5. Tag: Ich fahre entlang der False Bay über Fishhoek nach Muizenberg mit den bunten Strandhäusern. Die  aufgezogene Fahne bedeutet Haialarm. Die im Reiseführer erwähnten Flusspferde im Rondevlei Nature Reserve lassen sich nicht blicken, einige Reiher und andere Vögel gibt es im Schilf zu beobachten. Über die Badeorte Strand und Gordon´s Bay mit den Hottentotten-Holland-Bergen als malerische Kulisse erreiche ich beim Leuchtturm Hangklip am Cabo Falso den Distrikt Overberg und den offenen Atlantik.

Hermanus – der beste Platz zur Walbeobachtung

In Hermanus quartiere ich mich im Ocean Eleven Guest House ein. Spätestens hier stelle ich fest, welch hohe Qualität die Hotellerie und Gastronomie in der Westkap-Provinz haben und das zu einem sehr, sehr günstigen Preis. Das Gästehaus liegt auf den Felsen mit direktem Zugang zum 12 km langen Klippenpfad. Im Salon mit offenem Kamin und in den Zimmern hängt überall Kunst – anspruchsvolle Ölgemälde. Mein großzügiges Zimmer hat  eine Veranda mit drehbaren Ledersesseln und Blick auf die Klippen und das Meer. In der Saison
Mai bis Oktober ziehen Wale in Sichtweite vorbei. Auf der Anrichte steht Portwein und Sherry zur gefälligen Bedienung bereit, Kekse, Schokolade, Chips und wie in allen Unterkünften: Wasserkocher, Tee und Kaffee. Einzig der Südoster rüttelt, wie schon in Simons Town, nachts kräftig an den Fenstern.

Service Hermanus:
Ocean Eleven Guest House
EZ de Luxe ab 106 € inkl. Frühstück bei DERTOUR

6. Tag: Nach einigen Wolken am Vorabend ist der Himmel wieder klar geputzt. Über Gansbaai fahre ich zum Leuchtturm am Danger Point. In diesen Gewässern ist der Weiße Hai zu Hause. In Gansbaai erkundige ich mich bei einer netten Dame der Gemeindeverwaltung nach den aktuellen Straßenverhältnissen der Region, da es viele unbefestigte Verbindungen durch die kargen Ebenen gibt. Sie weiß von einer frisch geteerten Verbindung zu berichten, die über Elim nach Bredasdorp führt. Elim ist eine Deutsche Mission aus dem 18. Jahrhundert mit Giebelkirche und einer Turmuhr von 1764, reetgedeckten Häuser und einer Mühle von 1828.

Der südlichste Punkt Afrikas

Über Struis Bay erreiche ich am Cape Agulhas mit dem Leuchtturm von 1848 den südlichsten Punkt Afrikas und turbulenten Treffpunkt der kalten Benguela Strömung des Atlantiks im Westen und den warmen äquatorialen Strömungen des Indischen Ozeans im Osten.

Mangels geteerter Straßen entlang der Küste muss man wieder zurück nach Bredasdorp fahren um nach Waenhuiskrans zu gelangen. Der Ort ist direkt am Indischen Ozean gelegen und wird heute auch Arniston genannt. Hier sank vor 200 Jahren der britische Truppentransporter Arniston auf dem Weg von Galle in Ceylon nach England. Nur 6 Passagiere überlebten, 372 kamen ums Leben.

Ich wohne im weiß getünchten Arniston Spa Hotel direkt am Meer. Vom geschütztem Balkon habe ich einen schönen Blick auf die bunten Fischerboote im kleinen Hafen und die Dünen des De Hoop Nature Reserve.

Am südlichen Ortsende gibt es einen guten Strand mit feinem Sand, bestens geeignet für Surfer. Am Abend bestelle ich im Hotelrestaurant Line-Fish mit Gemüse. Zum Wochenende ist sowohl das Hotel als auch das schöne Restaurant gut besucht. Der Südoster pfeift wieder durch die nicht überall dichten Ritzen. Nach dieser Nacht war es allerdings mit dem Wind auf dieser Reise vorbei.

Service Cape Alguhas und Arniston:
Arniston Spa Hotel
EZ ab 49 € mit Frühstück bei DERTOUR

7. Tag: Es geht wieder zurück nach Bredasdorp, das nach Michael van Breda benannt  ist, der in der Gegend Merinoschafe einführte und den Ort 1838 gründete. Von dort führte die Verbindungsstraße R 319 durch leicht hügeliges Ackerland zur Nationalstraße 2 und auf ihr in östlicher Richtung nach

Swellendam.

Die Stadt wurde 1743 gegründet und ist damit die drittälteste des Landes. Swellendam liegt idyllisch am Fuß des Langebergs. An der Hauptstraße Voortrek steht die viel fotografierte Holländisch Reformierte Kirche.

Die Vogtei wurde 1747 erbaut. Hier war der Sitz der VOC Holländisch Ostindischen Kompanie. Gegenüber stehen das alte Gefängnis und die Handwerkerhöfe. Ein typisches Gebäude aus der englischen Kolonialzeit ist das Mayville-Haus. Ein Besuch lohnt sich. 

Auf der Gartenroute

Weiter geht es auf der gut ausgebauten N 2 über Heidelberg, dem Tor zur Garden Route nach Mossel Bay mit dem Santos Beach mit Strandpavillon und natürlichen Pools und dem Bartolomeu Dias Museum. Das Museum steht an der Stelle, wo der Seefahrer am Tag des Heiligen St. Blasius am 3.2.1488 an Land ging. Auf dem Gelände existiert noch die Süßwasserquelle, die vorbeikommende Segelschiffe lange Zeit nutzten und der Post Office Tree, ein Milkwood Baum, an dem ein Lederstiefel hing, der als Postfach und Nachrichtenbörse für andere Schiffe (z.B. auf Gegenkurs) diente. Mossel Bay blieb lange eine wichtige Station auf der Gewürzroute. Portugiesen bauten zum 500. Jubiläum die Karavelle von Dias nach und erreichten den Strand exakt am 3.2.1988 zum Jahrestag der Landung. Der Nachbau des Schiffes steht heute im Museum.

Am Cape St. Blaize gibt es einen Leuchtturm. Dieser Küstenabschnitt ist seit 80.000 Jahren besiedelt.

An der hässlichen Provinzstadt George vorbei erreiche ich Wilderness, den Ruhesitz der ehemaligen Präsidenten Botha (+31.10.2006) und de Klerk. Hier miete ich mich für 3 Tage im B&B Guesthouse Mont Fleur ein, am Hang oberhalb der Lagune gelegen. Ich bekomme das geräumige Zimmer Nr.1 im Haupthaus mit Blick in den schönen Garten, zum Meer und auf die Terrasse mit Pool. Denise und Lou, ein farbiger Amerikaner aus Chicago und eine Einheimische sind sehr herzliche Gastgeber. Lou ist seit 10 Jahren im Land und weiß interessant zu berichten. Viele Stammgäste wie Thuura und Mattes aus Finnland kommen seit Jahren immer wieder. Sehr nett ist auch der Kontakt mit Charlotta und Uwe aus Göteborg und Yvonne aus Schottland. Am ersten Abend bereitet uns Lou ein zartes Stück Strauß zu mit Gemüse und Salat, vorab gibt es einen Gin Tonic und zum Essen einen excellenten Roten vom Weingut Boland aus Paarl.

Am nächsten Abend reserviert Lou einen Tisch im Fischrestaurant The Girls für Charlotta, Uwe und mich. Es gibt Austern, Line-Fisch und Prawns und einen bemerkenswerten Grappa aus der Weinregion.

Ein Ausflug führte mich zuvor auf die alte George – Knysna Road, von Thomas Bain 1867 geplant und gebaut, auch 7 Passes Road genannt. Sie war damals eine neue Verbindung an Stelle der heutigen Nationalstraße. An der ersten engen Brücke, der Kaaimansriver Bridge, lief ein Fussgänger rechts und durch Unachtsamkeit streifte ich mit dem Toyota das historische Bauwerk leicht. Die inkludierte Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung  übernahm aber den kleinen Schaden ohne Probleme. In der Folge ist die Straße teils unbefestigt und sehr staubig. Die Landschaft gleicht sehr meiner oberbayrischen Heimat.

In Knysna gibt es für mich auf der vorgelagerten Laguneninsel Thesen Island einen kleinen Lunch. Die Knysna Lagoon ist 18 km2 groß und mit Seepferdchen und Austern bevölkert. Der Lagunenausgang liegt bei The Heads. Auf dem Rückweg zweigt von der N2 eine der schönsten Straßen der Provinz ab nach Brenton-on-Sea. Man hat einen herrlichen Blick auf die Knysna Lagoon und die Kommanasiberge im Hintergrund und dann liegt der goldgelbe Strand von Brenton vor mir.

9. Tag: Der Hausstrand von Wilderness ist für ein erfrischendes Bad im Indischen Ozean auch nicht zu verachten. Am Abend bereitet mir Lou ein Krabbenceviche und Bami Goreng zu.

Service Gartenroute:
Mont Fleur B&B
Wilderness EZ ab 52 € mit Frühstück
Bartolomeu-Dias-Museum Mossel Bay Eintritt 2 €

10. Tag: Es steht mir eine längere Tour von über 500 km Strecke bevor. Ich fahre mit einem Tankstopp durch bis Genadendal im Distrikt Overberg. Es ist die älteste deutsche Missionsstation in Afrika und wurde 1738 von Georg Schmidt gegründet. Er gehörte der Herrnhuter-Mission an. Die 25 alten Gebäude scheinen heute verlassen. Auch sehr abgeschieden, aber deutlich lebendiger ist das benachbarte Künstlerdorf Greyton mit seiner schönen, von Eichen gesäumten Hauptstraße.

Am Theewaterskloof Stausee vorbei fahre ich durch die Hottentotten-Holland-Berge über den 701 m hohen Franshoek Pass nach Franshoek hinein ins

Weingebiet.

Durch das Edikt von Fontainebleau, 1685 von König Ludwig XIV erlassen, wurden die Hugenotten aus Frankreich vertrieben. 164 flüchteten nach Kapstadt und ließen sich später in Franschhoek nieder. Manche der Südfranzosen waren mit dem Weinbau vertraut. Heute noch erinnern neben den oft französischen Namen der Weingüter auch das Hugenottendenkmal an diese Flüchtlinge.

Über Paarl und Wellington erreichte ich das Weingut und Gästehaus Val du Charron, in dem ich für drei Tage reserviert habe.

Das Weingut liegt in paradiesischer Lage eingebettet in einem Tal  zwischen den Gebirgszügen der Boland Mountains. Ich bekomme eine Traum-Unterkunft im Coach House zugewiesen mit einer Suite mit Panoramafenster, einer Terrasse, die mit Tisch, zwei Stühlen, zwei Liegestühlen, offenem Kamin und einem eigenem kleinen Swimming Pool ausgestattet ist. Ich bin umgeben von Palmen und habe eine herrliche Aussicht auf die Berge und das Tal. Die Ausstattung ist sehr hochwertig, gutes Licht, überall Steckdosen, die auch ohne Adapter zu nutzen waren, und ein großes Bad mit Whirlpool, separater Dusche und separatem WC. Klar, dass sich meine Aktivitäten hauptsächlich auf die Terrasse beschränkten.

Abends bietet das Restaurant „The Local Grill“ vor allem Steaks in allen Variationen, grain fed oder grass fed, ganz nach Wunsch, oder auch Strauß, Kudu, Wild, Ochsenschwanz, Markknochen etc. Auch das Englische Frühstück wird hier serviert.

11. Tag: Am Mittwoch nutze ich das kostenlose Mountainbike-Angebot und unternehme eine kleine Tour durch die gutseigenen Weinberge. Es werden die Rebsorten Shiraz, Merlot, Malbec, Pinot Gris, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot, Grenache Noir, Chenin Blanc und außerdem noch Oliven angebaut.

12. Tag: Ich fahre mit meinem Wagen über den historischen Bain´s Kloof Pass, erbaut 1853, ins Breede River Valley nach Tulbagh mit kapholländischen Häusern in der Church Street, die alle unter Denkmalschutz stehen und der Kirche von 1743. Mittags war ich dann aber schon wieder auf meiner Terrasse.

13. Tag: Es heißt leider Abschied nehmen von diesem Juwel und ich fuhr über Paarl mit dem bekannten Weingut Nederburg nach Stellenbosch, der nach Kapstadt zweitältesten Stadt Südafrikas und geschäftiger Hauptort der Weinregion. Rund um die Dorpstraat findet man viele historische Gebäude.

Service Weingebiet:
Val Du Charron Guest House
Wellington EZ ab 57 mit Frühstück bei DERTOUR 

Noch 50 km auf der N2 und ich bin wieder in Kapstadt und checke erneut im Park Inn by Radisson Foreshore ein. Diesmal bekomme ich ein Zimmer im 5. Stock, wieder mit Blick auf den Tafelberg. Ich gebe den Wagen bei Hertz zurück und treffe in der Roof Top Bar auf ein lustiges Völkchen, das sich am Freitag Nachmittag zum Wochenausklang eingefunden hat.

Kapstadt – die quirlige Hafenstadt

Nach einem Aperitif zieht es mich zur Waterfront zum Shopping und zum Abendessen. Später findet im Amphitheater eine Veranstaltung mit Models aus der Region und sogar bis aus Japan statt. Beim Publikum fand das großen Anklang. An anderen Ecken gab es Live-Musik.

14. Tag: Bei sehr heißem Wetter mache ich mich zu einer Stadtbesichtigung zu Fuß auf. Zuerst besichtige ich das Castle of Good Hope, erbaut 1666-1679 und damit das älteste Gebäude im Land.

Auf der Grand Parade findet ein großer Trödelmarkt mit Billigkleidung, Haushaltswaren und Tand statt. Gegenüber wird die Bühne für eine große Musikveranstaltung mit der Band Goodluck vorbereitet. An der Stirnseite steht die City Hall und an der Ecke zur Plein Street das in Art Deco errichtete Old Mutual Building. An der Groote Kerk und der Slave Lodge vorbei gehe ich zum House of Parliament. Hier liegt Kapstadts Hauptachse Heerengracht – Adderley Street – The Gardens. Ich passiere die St. Georg‘ s Kathedrale, den Regierungssitz The Tuyn House, The Gardens und die Synagoge.

Etwas abseits liegt der nette Dunkley Square. Hier machte ich Pause bei einem Griechen und erfrischte mich mit einem „Striped Horse Beer“, Tzatziki, Pitabrot, Humus und Kalamata-Oliven unter schattigen Bäumen. Am oberen Ende der Hauptachse bei The Gardens liegt das alterwürdige Mount Nelson Hotel im Art Deco Stil. Parallel zur Hauptachse verlaufen Long und Loop Street mit vielen Restaurants und Bars.

Am Hang des Signal Hill liegt das Viertel der malaiischen Bevölkerung Bo-Kaap mit seinen bunten Häusern. Die Holländer brachten aus Niederländisch Indien, dem heutigen Indonesien Arbeiter für die Plantagen ans Kap. Über den Green Market Square mit seinen Art Deco Gebäuden und die St. George‘ s Mall komme ich ins Hotel zurück. Nach einer Ruhepause fahre ich erneut zur Waterfront um im Den Anker Abend zu essen, diesmal Lachs als Vorspeise und Vol au Vent zum Hauptgang.

15. Tag: Ich habe einen Hubschrauberflug ab dem Heliport an der Waterfront gebucht. Hugh Jackmann, Celine Dion, Beyonce und andere Prominente sind als Passagiere auf Fotos in der Lounge verewigt. Eine Oma mit Enkelkind ist bei mir mit von der Partie. Ich sitze im Cockpit neben dem Piloten und wir fliegen über die Tafelbucht bis zum Bloubergstrand und entlang des Tafelbergs zurück zur Waterfront.

Nach diesem, für mich neuen Erlebnis war es für mich Zeit das Gepäck im Hotel zu holen und mit dem Bus zum Flughafen zu fahren.

Service Kapstadt:
Park Inn by Radisson Foreshore
EZ ab 156 € inkl. Frühstück
Hubschrauber-Rundflug Waterfront Helicopter Tours – the hopper 15 Minuten ab 69 €

Kapstadt, die quirlige und bunte Metropole und die Westkap-Provinz mit all den schönen Landschaften, dem guten Wetter, den fantastischen Gästehäusern und Hotels, der gleichen Zeitzone (MESZ) und dem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis ist ein sehr lohnendes Reiseziel. Da diese Provinz als einzige nicht vom ANC regiert wird, sondern seit langem von Premierministerin Helen Zille (Großnichte des Berliner Malers und Zeichners Helmut Zille) von der Democratic Alliance, stimmen Infrastruktur und Sicherheit und man versteht, dass viele Leute, vor allem im Alter von 50-70 Jahren, jedes Jahr mit Freude ans Kap reisen.

Diese Reise fand  im November/Dezember 2015 statt. Ich bin allein gereist.
Tarifstand 05 / 2017.

Meine Bewertungen auf Tripadvisor:

Kaphalbinsel Simon´s Town:

Hermanus und Arniston:

Gartenroute und Weingebiet:

Kapstadt:

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