Sofia, Bojana und das Rila-Kloster

Die Renaissance begann bereits im Jahr 1259 in Bulgarien mit den Wandgemälden in den Kirchenräumen von Bojana. Im großen Rila-Kloster im Hochgebirge gibt es 300 Mönchszellen. Folgen Sie mir in die bulgarische Hauptstadt Sofia. Die Gegend ist seit 7.000 Jahren Siedlungsgebiet.

Flughafen Sofia

Anreise

1.Tag: Unser Lufthansa-Flug landet um 12:15 Uhr in Sofia. Wir werden im modernen Terminal 2 abgefertigt und fahren von dort mit dem Airport-Bus 284 zur Endstation am „Vasil Levski Boulevard“.

Reiterstandbild von Zar Alexander II. von Russland - Sofia

Gleich um die Ecke liegt das „Radisson Blu Grand Hotel Sofia“. Wir werden freundlich begrüßt und bekommen ein großes Zimmer im 3. Stock im hellen skandinavischen Stil zugeteilt – das lieben wir an den Radisson Blu Hotels.

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Ein erster Stadtrundgang

Nach einer kurzen Pause beginnen wir bei herrlichem Sommerwetter gleich einen ersten Spaziergang. Vor dem Hotel steht das Reiterstandbild von Zar Alexander II. von Russland, dem Befreier Bulgariens vom türkischen Joch.

Parlamentsgebäude Sofia

Dahinter sehen wir das 1886 fertiggestellte Parlamentsgebäude. Einige Schritte weiter ragt die große Alexander-Nevski-Kathedrale mit ihren beiden goldenen Kuppeln auf. Sie ist die Kirche des bulgarischen Patriarchen und bietet im Inneren bis zu 7.000 Menschen Platz.

Alexander Nevski Kathedrale Sofia

Kunstvollen Holzschnitzereien, farbenprächtigen Fresken, Säulen aus Alabaster und Onyx, und kostbaren Verzierungen aus Gold und italienischem Marmor begeistern uns.

Hochzeitsgesellschaft vor der Sophienkirche in Sofia

In der kleineren Sophienkirche, sie ist frühchristlichen Ursprungs und stammt aus dem frühen 4. Jahrhundert, findet gerade eine Hochzeit statt. Braut und Bräutigam erstrahlen in makellosem Weiß. Wir setzen unseren Spaziergang in westlicher Richtung fort und kommen zur hübschen Russischen Kirche zum Heiligen Nikolaus. Sie beherbergt in der Krypta am Haupteingang die Gebeine des heiliggesprochenen Erzbischofs Seraphim Sobolew.

ehemaliger Zarenpalast in Sofia

Am Stadtpark befindet sich die Nationale Kunstgalerie im ehemaligen Zarenpalast. Auf dem Dach sehen wir ein entzückendes Ensemble: Auf zwei Kaminen ragen jeweils fünf Wirbelkästen und Hälse von Celli hervor und zwischen den beiden Kaminen hängt eine Notenschrift aus Metall.

Wache vor dem Präsidentenpalast in Sofia

Vor dem Präsidentenpalast aus den 50er-Jahren steht die Wache, die stündlich abgelöst wird. Im Innenhof befindet sich das älteste Gebäude, die Rotunde des Heiligen Georg umgeben von Ruinen der Stadt Serdica. Das Gebäude wurde von den Römern unter Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert als zylindrischer Kuppelbau auf einem quadratischen Sockel erbaut. Es wird angenommen, dass das Kirchengebäude an Stelle eines ehemaligen heidnischen Tempels errichtet wurde. Es ist berühmt für die im Inneren vorhandenen Fresken, die ältesten sind 1.000 Jahre alt.

Rotunde des Heiligen Georg in Sofia

In der Kuppel befindet sich zwei Meter hohe Darstellungen von 22 Propheten. Sie wurde während der Osmanischen Herrschaft in Bulgarien übermalt, als die Kirche als Moschee genutzt wurde. Im 20. Jahrhundert wurden die Fresken freigelegt und restauriert. Auf dem Rückweg zum Hotel kehren wir im Restaurant „Bulgaria“ zum Abendessen ein. Es gibt deftige Balkanküche.

Stadtpark Sofia

2. Tag: Wir laufen durch die klare Morgenluft zum Stadtpark mit seinen schönen Wasserspielen. Dort haben wir gestern ein Terrassen-Café umgeben von großen Bäumen entdeckt mit einer großen Frühstückskarte zu günstigen Preisen. Das bulgarische Omelett mit frischem Balkangemüse schmeckt hervorragend!

Nationaltheater Sofia

Auf der Ostseite des Stadtparks befindet sich das Nationaltheater aus dem Jahr 1906. An der Westseite, hinter dem Justizpalast, hat die Tram 5 ihre Endstation.

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Die fantastischen Wandgemälde von Bojana

Wir steigen in den bereitstehenden Wagen und fahren aus der Innenstadt hinaus in Richtung „Knyazhevo“. Außerhalb des Stadtzentrums steigen wir in den Bus 64 um, der uns zur berühmten Kirche von Bojana bringt. Im 13. Jahrhundert schuf ein unbekannter Freskenmaler beim Umbau der Burgkapelle von Bojana Kunstwerke von einzigartiger Schönheit. Bemerkenswert ist bei Einhaltung der orthodoxen ikonographischen Vorschriften, dass Figuren zum ersten Mal lebendig und realistisch dargestellt wurden. Der Künstler löste sich hier erstmals von der strengen Symbolsprache der mittelalterlichen Kunst. Die Kirche gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Eine Wanderung im Witoscha-Gebirge

Wir machen eine gemütliche Mittagspause auf der Terrasse eines Restaurants. Vor dem Gasthaus steigen wir anschließend in den Bus 64. Er bringt uns hinauf zur Haltestelle „Skiorkata“ am Hang des Witoscha-Gebirges. Der Schwarze Gipfel ist mit 2.290 Metern Höhe die höchste Erhebung und Sofia, auf einer Höhe von 595 Metern gelegen, ist somit die einzige europäische Millionenstadt, die am Fuß eines Hochgebirges liegt.

Wir wandern durch den Wald und über grüne Lichtungen hinunter zur Endstation der Tram 5 in Knyazhevo um wieder zurück an den Stadtpark zu gelangen. Vom Stadtteil Simeonovo gibt es auch eine lange Gondelbahn hinauf zur Aleko-Hütte.

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Ein Ausflug zum Rila-Kloster

3. Tag: Heute wollen wir einen Ausflug ins Rila-Gebirge unternehmen. Dazu holen wir uns im Hilton Hotel am Schalter von Europcar unseren vorgebuchten Mietwagen. Mit dem Opel Corsa fahren wir auf der gut ausgebauten Autobahn A 3 etwa hundert Kilometer in südlicher Richtung Richtung bis Rila am Fuß des gleichnamigen Gebirges.

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Zum Kloster geht es weitere zwanzig Kilometer in die Berge hinein auf eine Höhe von 1147 Meter Höhe. Es liegt am steilen Hang des 2.729 Meter hohen Berggipfels „Maljowiza“.

Das Kloster wurde im 9. Jahrhundert gegründet. An der heutigen Stelle entstand der erste Bau im 14. Jahrhundert, davon ist heute noch der 5-stöckige Schutzturm und die Kapelle erhalten. Die andere Teile wurden nach der osmanischen Invasion verwüstet und zerstört. Im 15. Jahrhundert begann ein erster Wiederaufbau und damit ein intensives, geistiges und kulturelles Leben.

 

Ab 1816 während der nationalen Wiedergeburt Bulgariens wurde das Kloster vergrößert. Es entstanden 300 Mönchszellen im vierstöckigen Wohnteil (Titelfoto), der Raum der Äbte, vier Kapellen, die Bibliothek, und die Klosterküche „Magerniza“ mit ihren riesigen Gefäßen und Kochtöpfen.

Das Rila-Kloster gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe. Im Gasthaus oberhalb des Klosters rasten wir auf der Sonnenterrasse bevor wir den Rückweg antreten.

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St. Nedelja Sofia

Die Gegend um den Zentralmarkt von Sofia

4. Tag: Nach dem Frühstück in „unserem“ Café am Stadtpark besichtigen wir heute zunächst „St. Nedelja“, sie ist die bulgarisch-orthodoxe Kirche des Metropoliten von Sofia. Das im neobyzantinischem Stil im Jahr 1867 erbaute Gotteshaus befindet sich direkt hinter der Rotunde des Heiligen Georgs.

Banja Bashi Moschee in Sofia

Etwas nördlich neben der Banja Bashi Moschee aus dem Jahr 1567 steht das zentrale Mineral-Badehaus von 1913 an der Stelle eines alten römischen und türkischen Bades.

Mineral-Badehaus Sofia

Zwei Blocks westlich befindet sich Synagoge, die viertgrößte in Europa. Die jüdische Gemeinde von Sofia besteht hauptsächlich aus Nachkommen von sephardischen Juden, die nach dem Alhambra-Edikt von 1492 aus Spanien geflüchtet waren und im Osmanischen Reich unter Sultan Bayezid II. aufgenommen wurden.

Synagoge Sofia

Zentraler Punkt des Viertels ist die große Markthalle „Halite“, der Zentralmarkt Sofias. Er wurde 1911 im Stil der Neorenaissance mit einer Stahl-Glas-Dachkonstruktion errichtet. Der bulgarische Begriff „Halite“ leitet sich vom französischen „Les Halles“ ab.

Halite Sofia

Wir beenden unser Besichtigungsprogramm in dieser interessanten Stadt und kehren ins Hotel zurück. Die Startzeit unseres Rückflugs ist um 16:30 Uhr.

Diese Reise fand im August 2009 statt. Ich reiste mit meiner Frau. Tarifstand: Juni 2019.

Service Sofia:
Hotel InterContinental DZ ab 214 €
Mietwagen Europcar Opel Corsa ab 54 € pro Tag
Fahrkarte ÖPNV (auch Airport-Verbindungen) 0,83 €
Rila-Kloster Eintritt  3€
Linienflug mit Lufthansa ab/bis München ab 175 € inkl. Handgepäck

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Lufthansa auf dem Flughafen Sofia

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