Mombasa – Tropenküste und Handelsplatz

Die „Severin Sea Lodge“ ist ein schöner und sicherer Ankerplatz direkt an den Sandstränden des Indischen Ozeans. Mit dem Direktflug ab München bequem und schnell in acht Stunden zu erreichen, ist das Hotel ein idealer Startpunkt zu weiteren Abenteuern. Für mich geht es zu meinem Traumziel Sansibar, für andere auf Safari ins Hochland von Kenia. Praktisch: Die Besitzerfamilie aus dem Sauerland betreibt auch eine Safari Lodge im „Tsavo West Nationalpark“.

Vom Flughafen sind es nur 50 Minuten Fahrt zur Hotelanlage am Bamburi-Beach. Der Empfang ist herzlich. Für mich ist einer der geräumigen „Comfort Bungalows“ mit Balkon reserviert.

Sie stehen in einem weitläufigen Palmengarten, der von zahlreichen Affen bevölkert wird. Wie sich bald zeigt, ist Vorsicht geboten, wenn etwas auf dem Balkon unbeaufsichtigt liegen bleibt. Eins – zwei – drei sitzen die neugierigen und gefräßigen Tiere auf dem Balkon. Den Obstteller, der zur meiner Begrüßung im Zimmer steht, würde ihnen sicher gefallen!  

Ich packe den Koffer aus und gehe dann unter die Regenwalddusche im mit Naturstein gefliesten Bad. Danach spaziere ich durch die Anlage. An einem der beiden großen Swimmingpools schließt sich eine gepflegte Liegewiese an, am zweiten Pool ist der Liegebereich gepflastert. Dazwischen befindet sich das kreisförmige Restaurant mit großen Fensterflächen. Am Ausgang zum Strand gibt es eine Beachbar.

Der Bamburi Beach

ist ein kilometerlanger Sandstrand vor dem Hotel. Das Baden ist gezeitenabhängig. Badeschuhe sind wegen der Stachelrochen anzuraten. Einige Einheimische versuchen Ausflugstouren oder Boottrips zu verkaufen. Am Rand gibt es einige Stände mit frischem Obst und kalten Getränken. Nette Strandrestaurants und Cafés reihen sich aneinander.

Die Geschichte des Resorts

liest sich interessant: 1968 unternimmt der Unternehmer Rudolf Schulte seine erste Safari in Kenia. Die grandiosen Landschaften und die freundlichen Menschen erwecken den Wunsch nach einer festen Bleibe am Indischen Ozean. Nach kurzer Suche findet Rudolf Schulte sen. ein 15.000 qm großes Strandgrundstück nördlich von Mombasa. Er baut bis 1972 dort einige Bungalows für seine Freunde und nennt diese Refugium „Severin Sea Lodge“. Es ist wird ein Tochterunternehmen seiner Firmengruppe für Haushaltsgeräte, der Severin Elektrogeräte GmbH. Um wirtschaftlich zu bleiben wird das Resort 1978 auf eine sinnvolle Größe von 200 Zimmern erweitert.

1989 übernehmen die Söhne Severin und Rudolf Schulte das Haus. Schon 1992 wird eine Kläranlage nach europäischen Standard gebaut, 1993 eine Farm mit biologischem Anbau eingegliedert. Die „Severin Sea Lodge“ hat viele Auszeichnungen für ihr Umweltengagement bekommen.

Im Herbst 2013 wird der Verein „Skills for Kenya“ ins Leben gerufen. Er legt besonderes Augenmerk auf sozial schwache und benachteiligte Kinder und stellt  finanziellen Mittel zur beruflichen Aus- und Weiterbildung bereit. Da eine hohe Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften besteht, werden die Absolventen keine Probleme haben, eine Beschäftigung in der Region zu finden oder als Selbstständige einen Handwerksbetrieb zu betreiben.

Im Juni 2014 wird Sebastian Severin Schulte Geschäftsführer in der dritten Generation.

Verpflegung und Service

Das Frühstücksbuffet ist gut bestückt, im Speisesaal sitzt man sehr gut. Mittags gibt es kleine Speisen, wie indische Teigtaschen Samosas, die auf der Terrasse serviert werden. Abends gibt es vier Mal pro Woche ein 4-Gang-Menü und drei Mal ein Buffet, einmal im Restaurant als „Keniabuffet“ und zwei mal am nördlichen Swimmingpool als Themenbuffet. Die Küche ist hervorragend. Die Kellner(-innen) sind von einer großen Herzlichkeit, die die Menschen Ostafrikas auszeichnet.

In einem eigenen Bereich ist das Kenbali Spa & Fitness Center untergebracht.

Die Altstadt von Mombasa

Mombasa wurde im 11. Jahrhundert von Arabern gegründet und entwickelte sich rasch durch Elfenbein- und Sklavenhandel zu einem bedeutendem Hafen. Vasco da Gama landete hier 1498. Ende des 16. Jahrhunderts erbauten die Portugiesen Fort Jesus. 1698 wurden sie vom Sultan von Oman vertrieben. Einige Male wechselten die Besitzverhältnisse. Ab 1837 gab es lokale Herrscher, ab 1856 gehörte Mombasa zum Sultanat Sansibar. 1887 verpachtete der Sultan von Sansibar die Küste Kenias an die Imperial British East Africa Company. 1963 wurde Kenia unabhängig.

Die Altstadt liegt auf einer Insel die durch drei Brücken und die Likoni-Fähre mit dem Festland verbunden ist. Als Ausgangspunkt für einen Bummel bietet sich das Postamt an. Es geht durch enge Gassen zum Fort Jesus und weiter zum Alten Dhauhafen. Das „Old Africa Hotel“ mit dem schweren, geschnitzten Eingangstor und den Balkonen aus Tropenholz wurde 1901 eingeweiht. Die Mandhry Moschee wurde schon 1570 erbaut und ist das älteste Zeugnis der Suaheli Architektur. Das Suaheli Kulturzentrum bildet junge Leute in Kunsthandwerk aus und vermittelt Ihnen das „Know-How“ um selbständig zu werden. Einige kleine Läden in der Altstadt bieten schöne kunsthandwerkliche Produkte an. Kleidung und Stoffe kauft man am besten im „Bin Sadiq Center“ in der Mariakani Road.

Nach einigen schönen Tagen reise ich weiter auf die Insel Sansibar. 

Service Mombasa:
Linienflug mit Turkish Airlines über Istanbul ab München ab 560 € mit Gepäck
Direktflug mit Condor ab Frankfurt ab 818 € mit Gepäck
Visum: 51 $ bei der Einreise
Severin Sea Lodge Karibu Bungalow ab 71 € mit Halbpension

Diese Reise fand im Februar 2012 statt. Ich reiste allein. Tarifstand Juni 2018.

Meine Bewertung auf Tripsadvisor:

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