Japan – Osaka und die alte Kaiserstadt Nara

Für eine Reise nach Japan ist die Kansai-Region um Osaka der ideale Startpunkt. Hier haben wir zwei alte Kaiserstädte, die schönste Burg Japans und ein klassisches Thermalbad in den Bergen besucht. Der dreiteilige Bericht über unseren Japan-Besuch beginnt mit Osaka und Nara.

Diesen Beitrag gibt es hier auch zum Hören (MP3):

Planung und Anreise.

Mein jüngerer Sohn hat im Gymnasium Japanisch als Wahlfach belegt. Der Lehrer hat es verstanden, die Jugendlichen in seinem Unterricht für das ostasiatische Land zu begeistern. So reift der Entschluss, als sich eine günstige Gelegenheit für einen Japan-Flug nach Nagoya in den Pfingstferien bietet, diese Chance wahrzunehmen.

Mit dem Airbus A340-300 von Lufthansa nach Japan

1.Tag: Mein Sohn und ich nehmen um 11:30 Uhr den Lufthansa-Flug LH 971 von München nach Frankfurt. Die Maschine landet um 12:35 Uhr. Weiter geht um 13:55 Uhr mit LH 736 in einem vierstrahligen Airbus A340-300.

2. Tag: Vor der Landung in Nagoya fliegen wir direkt am Vulkan Fujiyama vorbei, dem höchsten Berg Japans mit 3.776 Meter Höhe.

Werbung:
Einen Direktflug mit Lufthansa nach Osaka (KIX) jetzt hier buchen:



Jetzt heißt es vom Chubu Centrair Airport, 46 km südlich von Nagoya auf einer künstlich aufgeschütteten Insel gelegen, nach Osaka zu kommen.

Centrair
Flughafenexpress Centrair International Airport – Nagoya

Wir nehmen den Flughafenexpress nach Nagoya und setzen uns dort in den Schnellzug der Kintestsu Railway, der uns in gut zwei Stunden nach Osaka-Namba bringt. Der Shinkansen wäre zwar schneller, muss aber vorab reserviert werden, soll keine ausreichenden Gepäckablagen haben und ist auch noch wesentlich teurer.

Kintetsu Limited Express in Japan
Kintetsu Limited Express Nagoya – Osaka

Auf der Fahrt sehen wir schon etwas von der Landschaft und lernen die Höflichkeit der Eisenbahner in Japan kennen. Der Schaffner begrüßt die Fahrgäste beim Betreten des Waggons mit einer Verbeugung, frägt freundlich nach den Fahrkarten und verbeugt sich nochmals beim Verlassen des Waggons.

Osaka Business Park - Japan
Osaka Business Park
Osaka – drittgrößte Stadt in Japan.

Osaka ist mit 2,7 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Japans und ein internationales Geschäftszentrum mit Ausrichtung auf die asiatischen Nachbarländer. Am Kintetsu-Bahnhof Osaka-Namba laufen wir zum Eingang der Midosuji-U-Bahn-Linie, kaufen uns eine Tageskarte und fahren weiter nach Osaka-Umeda.

Osaka-Umeda - Japan

Rund um den Bahnhof Umeda, der von Central Japan- , Hankyu-, Hanshin Electric Railways und drei U-Bahn-Linien angefahren wird, liegt der zentrale Stadteil Umeda im Norden der Stadt. Hier befinden sich die Geschäftssitze von Banken, Versicherungen und Handelsfirmen. Unter dem weit verzweigten Bahnhof kann man durch eines der größten Einkaufszentren von Japan mit Hunderten von Läden, Kaufhäusern, Cafés, Restaurants schlendern.

Hotel Westin Osaka - Japan - Gästezimmer

Wir machen uns jetzt auf den Weg durch eine Fußgängerunterführung zu unserem Hotel, dem Westin Osaka. Am Eingang erwartet uns ein Portier mit Frack und Zylinder. Das Westin Hotel verfügt über 300 Zimmer mit jeweils einer Größe mehr als 41 m², einem Bankettsaal mit 1.000 m² und drei Restaurants mit den Landesküchen von Japan, China und Europa.

Westin Hotel mit Umeda Sky Building - Osaka - Japan
Westin Hotel mit Umeda Sky Building

Das auffälligste Gebäude ist hier das Umeda Sky Building. Es steht direkt neben unserem Hotel und besteht aus zwei Türmen mit 173 Metern Höhe. Oben, im 40. Stock, befindet sich der offene Sky Walk mit einem 360° Panoramablick über die Stadt.

Westin Hotel Osak - Japan - Gästezimmer

Nach einer kurzen Pause in unserem schönen Zimmer im 12. Stock nehmen wir den kostenlosen Shuttle-Bus zur JR-Station. Auch hier Stil und Höflichkeit: Der Chauffeur trägt Uniform, Kappe und weiße Handschuhe, verbeugt sich, begrüßt uns und hält einen Trittschemel bereit, zum bequemeren Einsteigen. Eine Bandansage bittet um Entschuldigung, falls die Fahrt wegen des einsetzenden Berufsverkehrs etwas länger dauern könnte.

Osaka – Morinomiya

Am Bahnhof angekommen steigen wir erneut in die Midosuji-Line, fahren mit ihr bis Honmachi, wo wir in die Chuo-Line umsteigen und weiter bis zur Station Morinomiya fahren, um von hier zur Burg von Osaka zu laufen.

Burg von Osaka - Japan

Die mächtige Burg von Osaka.

Die Burganlage steht in einem 6 Hektar großen Park auf einem Plateau mit einem Quadratkilometer Grundfläche. Das zentrale Gebäude mit fünf Stockwerken wurde auf einem dreistöckigen Steinsockel errichtet und war früher komplett aus Holz gebaut.

Burg von Osaka - Japan

Nach hundertjähriger Kleinstaaterei mit ungefähr 200 Zwergstaaten, die sich teils gegenseitig bekämpften, gelang es den „drei Reichs-Einigern“ Ende des 16. Jahrhunderts einen einheitlichen Staat im Zentrum von Japan zu gründen. Einer der Reichs-Einiger war Toyotomi Hideyoshi, der bis zum Jahr 1583 auf dem Gelände eines zerstörten Tempels an heutiger Stelle die Burg von Osaka erbauen ließ. Das Bauwerk wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zerstört.

Sakura Tor der Burg Osaka - Japan

Wir gehen durch den Park, überqueren den südlichen äußeren Burggraben und gelangen durch das Sakura-Tor auf das Plateau mit der Burg.

Burg Osaka - Japan

Bei der heutigen Burg handelt es sich um einen Neubau aus Beton aus dem Jahr 1930. Dass auf Originalgetreue und Denkmalschutz wenig Wert gelegt wurde, ist auch daran zu erkennen, dass 1997 sogar ein Aufzug in die Burg eingebaut wurde. Im Inneren befindet sich ein Museum mit Multimedia-Präsentationen zu ihrer Geschichte.

Burg Osaka - Japan

Das Plateau ist  umgeben von Mauern und einem Wassergraben. In die Mauern sind einige riesige Steinblöcke eingefügt, die bis zu 130 Tonnen schwer sind. Nördlich der Burg entstand in den letzten Jahren das dritte neue Zentrum der Stadt, der Osaka Business Park.

Osaka Business Park - Japan

Kendo, ein japanischer Schwertkampf.

Kendo Sport - JapanAuf dem Weg zur U-Bahn beobachten wir Kendo-Sportler beim Training in einer Turnhalle. In diesem Sport leben die alten Kampftechniken der Samurai und ihre Kultur fort. Kendo ein Breitensport, bei dem nicht nur der faszinierende Zweikampf mit dem Schwert gefahrlos ausgeübt werden kann, sondern auch Charakterfestigkeit, Entschlossenheit und moralische Stärke erlangt werden soll.

An der Station Morinomiya steigen wir wieder in die Chuo-Line und fahren zurück bis Honmachi um von dort mit der Midosuji-Line nach Namba zu fahren.

 

Das Vergnügungs- und Ausgehviertel der Stadt

Ebisu-Brücke, - Dotombor - Osaka - Japan

Nördlich der zentralen Station Namba in Süd-Osaka erstreckt sich das Ausgeh- und Vergnügungsviertel Dotombori. Durch den Wandel der japanischen Gesellschaft sind die traditionellen Kabuki-Theater und Unterhaltungssäle fast alle verschwunden und durch Karaoke-Bars, Comedy Clubs, Box- und Liveshows ersetzt worden.

Dotombori - Osaka - Japan
Die Spielsäle von Dotombori sind meist im Souterrain untergebracht.

Man findet in Dotombori viele Restaurants, Imbissstände, Pubs und Bars, darunter zahlreiche Izakaya-Bars. Hier wird traditionell Sake (Reiswein) mit kleinen Snacks serviert. Man kann wie im Westen auf Barhockern an der Theke und am Tisch auf Stühlen mit normaler Höhe sitzen oder auf den traditionellen Sitzkissen auf Tatamimatten an niedrigen Tischen Platz nehmen. In vielen Kneipen muss man die Schuhe ausziehen, sie in spezielle Fächer legen und in die von der Kneipe gestellten Pantoffeln schlüpfen oder barfuß umherlaufen.

Bekannt ist Dotombori für seine Krabben- und Meeresfrüchte-Restaurants. Beliebt sind „Takoyaki“, frittierte Teigbällchen gefüllt mit Oktopus, Ingwer und Gemüse, serviert mit einer Sauce, Mayonnaise und Nori. Zum Schluss werden getrocknete und geräucherte Bonitoflocken drüber gestreut. Die Leute mögen auch „Tako Tamago“, eine kleine karamellisierte Sepia-Tube, die mit einem Wachtelei gefüllt ist.

Dotombori - Osaka - Japan

Auch wir haben jetzt Hunger und suchen nun ein Okonomiyaki-Lokal auf. Der Osaka-Okonomiyaki ist ein traditionell am Tisch auf einer heißen Eisenplatte servierter Teigfladen. Klein geschnittener Weißkohl wird mit anderen Zutaten, wie Schweinebauch oder Meeresfrüchte, Ei und Frühlingszwiebeln direkt in den Teig gemischt und auf dem „Teppan“ ausgebacken. Darüber kommt ebenfalls die Sauce, Mayonnaise, Nori und geräucherte Bonitoflocken.

Dotombori - Osaka - Japan - Glico-Athlet

Nach dem Essen schlendern wir weiter zur Ebisu-Brücke, die über den Dotomborigawa Richtung Norden führt. Entlang des Kanals faszinieren die flackernden Leuchtreklamen an den Häuserblocks, die sich im Wasser spiegeln. Die bekannteste Leuchtreklame und ein Wahrzeichen von Osaka ist der Glico-Athlet, das Markenzeichen eines Süßwarenherstellers, das sich hier schon seit 100 Jahren befindet.

Shinsaibashi-Suji. - Osaka - Japan

Grell und bunt geht es weiter durch die Einkaufsmeile Shinsaibashi-Suji. 180 Läden befinden sich in dieser Arkade, zudem Cafés, Restaurants und Kunsthandwerksbetriebe. Von Sinsaibashi bringt uns die inzwischen vertraute Midosuji Line zurück nach Umeda. In unserem Hotelzimmer genießen wir dann noch bei einem herben Kirin-Ichiban Bier den Blick durch das Fenster auf die nächtliche Skyline. Stadtplan Osaka.

Fahrkartenautomat in der U-Bahn von Osaka - Japan

3. Tag: Wir gehen zu Fuß durch die Unterführung zu einem französischen Bistro im unterirdischen Einkaufszentrum von Umeda. Zum Frühstück bleibe ich dann doch lieber bei Croissants und einen Kaffee als auf einen Nudelsnack und Miso-Suppe umzusteigen.

Wir erwerben einen „Kansai Through Pass“ für drei Tage, der es uns ermöglicht alle Privatbahnen der Region von Himeiji im Westen bis Kyoto und Nara im Osten zu benutzen, dazu die U-Bahn von Osaka und die Stadtbusse in Kyoto.

Kasuga Großschrein - Nara - Japan

In die alte Kaiserstadt Nara.

Unser heutiges Ziel ist die Großstadt Nara, die zwischen 710 und 784, also vor 1.300 Jahren, die erste feste Hauptstadt des japanischen Kaiserreiches war. Vor allem den acht architektonischen Meisterwerken aus dieser Zeit verdankt Nara den Titel als UNESCO-Weltkulturerbe. Nara verlor seine politische Bedeutung schon wieder im Jahr 784, als der Regierungssitz nach Kyoto verlegt wurde.

Fahrt mit der Kintetsu Railway von Osaka nach Nara

Nach dem Frühstück nehmen wir erneut die Midosuji Line von Umeda nach Namba. Von dort geht es mit der Kintetsu Railway im Express-Zug Richtung Nara.

Der Yakushi-ji Tempel mit dem Genji-Sanzoin Komplex.

Erster Besichtigungspunkt ist der buddhistische Tempel Yakushi-ji im alten Siedlungskern von Nara westlich des heutigen Zentrums. Dazu müssen wir, um zum Haltepunkt Nishinokyo direkt gegenüber des Tempels zu kommen, in Yamoto-Saidaiji umsteigen.

Yakushi-ji Tempel - Nishinokyo - Japan

Der Tempel wurde im Jahr 680 von Temmu-Tennō, dem 40. Kaiser von Japan, in seiner Residenzstadt Asuka-kyō erbaut, um darin für die Genesung seiner schwerkranken Frau Jitō, zu beten. Sie überlebte dann den Kaiser um 17 Jahre und übernahm als seine Nachfolgerin die Regierungsgeschäfte bis zum Jahr 697.

Yakushi-ji Tempel - Nishinokyo - Japan

Als Nara Hauptstadt von Japan war, wurde der Tempel hier neu aufgebaut und erweitert. In dieser Zeit existierten noch keine Aufzeichnungen in Japan, so dass nicht fest steht, welche Gebäude ursprünglich aus dem 25 Kilometer südlich gelegenen Asuka stammen und welche hier entstanden sind.

Agyo Nio Statue im Tempel Yakushi-ji - Japan

Am Tempeleingang stehen die beeindruckenden Niomon, zwei muskulös aussehende, entschlossene Wächterfiguren, die im buddhistischen Glauben immer mit Buddha Siddarta Gautama mitreisten, um ihn zu beschützen. Heute bewachen sie zahlreiche Tempel in Japan und schützen die Werte des Buddhismus gegen böse Einflüsse.

Östliche Pagode des Yakushi-ji Tempel - Nishinokyo - Japan

Die Östliche Pagode ist das einzige Bauwerk aus dem 7. bzw. 8. Jahrhundert, das nicht restauriert wurde. Der 33 Meter hohe Turm besteht aus drei Stockwerken mit jeweils einem Zwischengeschoss – ein seltener Baustil in Japan.

Genji-Sanzoin Halle - Nishinokyo - Japan

Die benachbarte achteckige Halle ist dem chinesischen Mönch Genjo-Sanzo gewidmet, dem von 602 bis 664 lebenden Gründer einer buddhistischen Joga-Lehre, die ab 654 auch in Japan Fuß fasste. Das dekorative Bauwerk ist neu. Es stammt aus dem Jahr 1991 und beherbergt Erinnerungsstücke an den großen Meister.

Die Toshodai-ji Tempelanlage.

Jetzt gehen wir 600 Meter nordwärts zum buddhistische Toshodai-ji. Der Gründer des Tempels war im Jahr 759 der chinesische Mönch Ganjin, der auf dem Gelände auch begraben liegt.

Toshodai-ji Tempel in Nishinokyo - Japan

Die Haupthalle wurde im Stil der chinesischen Architektur aus der Tang-Zeit erbaut. Zum Komplex gehören außerdem der Trommelturm, die Gründerhalle (mieidō), das Schatzhaus, die Halle mit dem Literaturlager der Sutren und die Lehrhalle (kōdō) . 

Toshodai-ji Tempel in Nishinokyo - Japan
Gründerhalle (mieidō)

Die Lehrhalle ist das letzte im Original erhaltene Bauwerk aus dem Kaiserlichen Palast von Nara.

Jetzt fahren wir weiter ins heutige Zentrum von Nara. Nach erneutem Umsteigen in Yamoto-Saidaiji erreichen wir den zentralen Kintetsu-Bahnhof Nara. Zum Mittagessen in einem Restaurant bestellen wir ein leckeres paniertes Hühnerschnitzel nach Art eines Cordon-bleu, gefüllt mit Schinken, Käse und Thai-Spargel.

Nara-Park in Japan

Im Nara-Park.

Die Hirsche und Rehe im Park von Nara wecken nicht nur das Interesse vieler Touristen, sondern haben auch für Einheimische ei­nen ganz besonderen Stellenwert. Die zahmen Tiere gehören seit Jahrhunderten zum Stadtbild und werden von den Bewohnern als heilig verehrt. 

Pagode im Kofuku-ji Tempel von Nara - Japan

Der Kofuku-ji in Nara.

Nur fünf Minuten vom Bahnhof Nara der Kintestsu Railway befindet sich die zweithöchste Pagode von Japan auf dem Gebiet des Kofuku-ji. Auch dieser Tempel wurde nach der Ernennung Naras zur Hauptstadt von Asuka hierher verlegt. Der heutige Nachbau der fünfstöckigen Großen Pagode stammt aus dem Jahr 1426. Zum Tempel gehören noch zwei achteckige Hallen und eine kleinere, dreistöckige Pagode, die in der heutigen Ausführung im Jahr 1114 entstand.

Der Todaiji Tempel – Chu-Mon-Tor (Mitteltor)
Der Todaiji Tempel mit dem großen Daibutsu in Nara.

Einer der bekanntesten und geschichtlich bedeutendsten Tempel Japans ist der monumentale Tōdai-ji. Er wurde 745 von Shōmu, dem 45. Tenno von Japan erbaut.

Schülerinnen in Nara - Jaoan

Vor dem Tempel herrscht ein großes Gedränge. Dutzende von Schulklassen sind auf dem Gelände und viele Inlands-Touristen begehren Einlass. Wir betreten das Areal durch das Mitteltor.

Der Todaiji Tempel - Große Buddhahalle - Nara - Japan

Vor uns steht die Große Buddha Halle, mit 57 Meter Länge, 50 Meter Breite und 48 Meter Höhe das größte, ganz aus Holz gefertigte Gebäude der Welt. Es beherbergt im Inneren den Daibutsu, eine große Buddha Statue aus Bronze.

Der Todaiji Tempel - Daibutsu

Sie ist 15 Meter hoch, 450 Tonnen schwer und erforderte seinerzeit enorme menschliche und materielle Anstrengungen. Zur Einweihung kamen Tausende Besucher aus Japan und sogar aus dem entfernten Ausland. Der Daibutsu wurde bis heute mehrfach renoviert und Schäden ausgebessert, auch die Große Halle wurde mehrfach neu aufgebaut.

Kasuga Großschrein in Nara - Japan

Die Sangatsu und Nigatsu Halle in Nara.

Wir steigen durch den Nara Park hinauf zur Sangatsu-Halle, die 733 erbaut wurde. Sie beherbergt zahlreiche wertvolle Statuen und Figuren, die großteils mit Lack überzogen sind. Eine Kapelle, in Japan „Raido“ genannt, kam um das Jahr 1200 dazu.

Aussicht von der Nigatsu Hall - Nara - Japan

Der daneben liegenden Nigatsu Halle, heute ein Wiederaufbau aus dem Jahr 1669, ist eine Raststätte für Pilger angeschlossen. Hier wird kostenlos Wasser und Tee für die Pilger und Besucher des Nara Park angeboten. Gerne machen wir eine kleine Pause und lassen uns eine Tasse Tee servieren. Von der Terrasse haben wir einen schönen Blick auf den Klosterbezirk und das Tal von Nara.

Kasuga Großschrein in Nara - Japan

Der Kasuga Großschrein von Nara.

Der in leuchtend roter Farbe gestaltete Kasuga Großschrein geht auf das Jahr 710 zurück. Er befand sich ursprünglich oberhalb seines heutigen Standorts auf dem Berg Mikasa, wurde aber später in zwei Schritten an den Fuß des Berges verlegt. Danach wurde er gemäß der Shinto-Tradition regelmäßig erneuert.

Steinlaternen im Nara-Park - Japan

Die Zugangswege führen durch ein Waldstück leicht bergauf, an 3.000 steinernen Laternen vorbei, hinauf zum Haupttor. An mehreren Neben­gebäuden des Schreins sind zusätzlich Laternen aus Metall aufgehängt (Titelfoto), die von den Gläubigen gespendet wurden. Dreimal im Jahre werden alle Laternen feierlich angezündet, einmal am Bon-Fest im August und jeweils zum Fest der Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr und im Herbst.

Im Kasuga Großschrein in Nara - Japan

An einem Holzgestell werden Segnungszettel angebunden, die die Gläubigen von einem Wahrsager gegen einen kleinen Obolus erhalten haben. Wenn die ganze Wand voll ist, werden die Zettel von Priestern feierlich verbrannt um alles Üble abzuwenden.

Haupttor de Kasuga Großschreins in Nara - Japan

Wir verlassen den Tempel wieder durch das Haupttor und laufen erst durch den Nara-Park und dann auf der Omiya-Dori zurück zum Bahnhof Kintetsu-Nara. Bei „Starbucks“ machen wir eine kurze Kaffeepause, bevor wir mit dem Lokalzug der Kintetsu-Railway nach Osaka zurückfahren. Plan von Nara.

Westin Hotel Osaka - Gästezimmer

Zurück in Osaka.

An der Endstation Namba steigen wir wieder in die U-Bahn nach Umeda um. Hier steht schon der Shuttle-Bus am Ausgang des Bahnhofs und bringt uns in unser Hotel, wo wir eine kleine Pause einlegen.

Westin Hotel Osaka - Bad im Gästezimmer

Danach geht es auf dem bekannten Weg zurück nach Namba um nochmal in Dotombori Abend zu essen. Als Vorspeise gibt es heute eine Kitsune Udon, eine traditionelle Udon-Nudelsuppe aus Osaka, mit gebratenem Tofu. Anschließend lassen wir uns Kushikatsu schmecken. Das sind Hühnchen- und Gemüsespieße mit Panko paniert und frittiert. Zu dem Gericht aus dieser Stadt wird eine süß-sauere Soße serviert.

Osaka - Japan
Morgendlicher Blick aus unserem Zimmer auf Umeda

4. Tag: Zum Frühstück fahren wir mit dem Shuttle Bus wieder zum nahen Bahnhof Umeda. Heute Morgen suchen wir in der großen unterirdischen Einkaufmeile das Bistro „die Güte“ auf. Das Café führt Backwaren nach deutschen Rezepten und Produkte von „Berchtesgadener Land“.
Anschließend geht es für uns mit der Hanshin Railway nach Himeji mit seiner weißen Samurai-Burg, wir besuchen Kobe und ein traditionelles Thermalbad in den Bergen.

Service Osaka und Nara – Japan:
Linienflug mit Lufthansa ab/bis München nonstop nach Osaka (KIX) ab 920 € inkl. 2 Gepäckstücke à 23 kg.
Airport Express mit JR Haruka Train vom Kansai International Airport (KIX) zur Metro Station Tennoji (Fahrzeit 30 Minuten) Fahrpreis 25 €.
Nankai-Line Kansai International Airport (KIX) – Namba (Fahrzeit 44 Minuten) – Kombiticket inkl. Tageskarte für die U-Bahn 12,80 €.
Westin-Hotel Osaka DZ ab 161 €.
Kansai  Through Pass
für 3 Tage 42 €.

U-Bahn Osaka Tageskarte 6 € werktags und 4,50 € am Wochenende und an Feiertagen.
Umeda Sky building – Sky Walk – Eintritt 5,30 €.
Osaka Castle Eintritt 4,50 €.
Nara Yakushi-ji – Eintritt 6 €.
Nara Toshodai-ji – Eintritt 4,50 €.
Nara Kofuku-ji – Eintritt ab 2,30 €.
Nara Toda-ji Große Buddha Halle – Eintritt 4,50 €.
Nara Kasuga Großschrein – Eintritt 3,80 €.
Nara Park und Nigatsu Halle – Eintritt frei.
Rundreise „Impressionen Japans“ mit DERTOUR von Tokio bis Kyoto und Nara. 9 Tage für 2 Personen im DZ ab 4098 €. Werbung:

Diese Reise fand im Mai 2005 statt. Ich reiste mit meinem Sohn. Tarifstand: Sommer 2021.

Blumenladen in Nara

Meine weiteren Berichte aus Fernost:

Zum Inhaltsverzeichnis – alle Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.