Hawaii, Oahu und Maui – paradiesisches Polynesien

Wir beginnen unsere Reise am legendären Strand von Waikiki und besuchen Pearl Harbour auf Oahu, fliegen weiter nach Hawaii zum Volcano Nationalpark und verbringen wunderbare Tage auf der schönen Insel Maui.

Anreise

1. Tag: Eine weite Reise will gut geplant sein um die Strapazen in Grenzen zu halten. So habe ich auf halben Weg eine Zwischenübernachtung im Hilton Hotel im Flughafen von Chicago gebucht. Die ganzen Planungen nützen jedoch nichts, wenn die Fluggesellschaft, in diesem Fall United, nicht mitspielt. Schon am Gate in München kommt die seltsame Durchsage, dass heute die Maschine zu schwer ist und entweder Leute zurückbleiben müssen oder eine Zwischenlandung in Gander auf Neufundland eingeplant werden muss. Das erinnert mich an die Pioniertage der Atlantikfliegerei, als man auf dem Weg nach New York in Shannon und Gander noch auftankte. Nach 90-minütigem Probesitzen wird der Flug dann annulliert. Ich liege richtig: Einer der Tankeinfüllstutzen der betagten Boeing 767 ist defekt, so dass die Maschine nicht vollgetankt werden konnte. Es gelingt mir über meine lieben Kollegen meine Frau und mich auf die Lufthansa, die in gut zwei Stunden fliegt, umzubuchen. Der Check-in bei United lässt sich jedoch nicht rückgängig machen, um die neue Bordkarte ausdrucken zu können. Erst der Lufthansa-Ticketschalter außerhalb des Sicherheitsbereichs schafft es. So erreichen wir doch noch Chicago, aber später als geplant.

2. Tag: Nach knapp zehnstündigem Flug gestern, steht heute ein weiterer zehnstündiger Flug an. Unser Gepäck lässt sich am Automaten nicht einchecken. Vor der einzigen Schalterkraft von United steht eine lange Schlange Reisender. Na prima! An Bord läuft dafür heute alles bestens. Nach Ankunft in Honolulu ist der Angestellte der von mir beauftragten Transferfirma und auch die Dame mit dem Blumenkranz nirgends zu finden. Notgedrungen nehmen wir einen anderen Hotelshuttle nach Waikiki.

Service Anreise:
Linienflug mit den Fluggesellschaften von Skyteam (Air France, Delta Airlines und KLM) München – Honolulu und Maui – München ab 829 € inkl. 1 Gepäckstück bis 23 kg / United ist teurer und nicht zu empfehlen
Hilton Hotel O´Hare Airport Chicago DZ ab 103 €
Marriott Los Angeles Airport DZ ab 140 €
Hoteltransfer mit Kleinbus Honolulu Airport – Waikiki und zurück 16 $

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Oahu – der legendäre Strand von Waikiki
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Endlich angekommen! Ab sofort wird alles besser: Die Luft ist mild, 27° warm, eine leichte Brise weht und im „Queen Kapiolani Hotel“ bekommen wir ein Upgrade und dürfen ein Zimmer mit „Diamond Head View“ beziehen.

Vom Bett aus haben wir so das Wahrzeichen von Oahu im Blick und vom Balkon schweift der Blick über den Honolulu Zoo und den Kapiolani Park zum Pazifik. Der berühmte Strand von Waikiki ist vom Hotel in fünf Minuten zu Fuß zu erreichen. Was will man mehr?!

3. Tag: Heute gönnen wir uns ein amerikanisches Frühstück bei Wolfgang Pucks‘ s Express. Der gebürtige Kärntner betreibt in den Vereinigten Staaten siebzig Restaurants, darunter das Luxusrestaurant „Spago“ in Las Vegas und in Beverly Hills.

Danach schlendern wir am Strand entlang zum Denkmal für Duke Kahanamoku, Olympiasieger im Schwimmen und Vater des Surfsports. Unter den Hochhäusern duckt sich direkt am Strand ein vierstöckiges Gebäude, angestrichen in bonbon-rosa.

Es handelt sich um das altehrwürdige „Royal Hawaiian Hotel“, seit 1927 am Platz. Vor dem Zweiten Weltkrieg war es beliebt bei Hollywoodstars, 1977 wurden hier „Drei Engel für Charlie“ und 1986 „Mord ist ihr Hobby“ gedreht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Hotel als „Western White House“ bezeichnet, da hier zeitweise die Residenz des Präsidenten Franklin D. Roosevelt war.


Abends findet im Kuhio Beach Park eine stimmungsvolle Hula-Show statt. Der Eintritt ist frei.

Der Südosten von Oahu

4. Tag: 82 km: Wir nehmen uns vor Ort einen Mietwagen für eine Tagestour und fahren auf dem Pali Highway zum

„Queen Emma Summer Palace“ (Hānaiakamalama). Der in Boston vorgefertigte Holzbau mit dorischen Säulen wurde rund um Kap Hoorn geschifft und hier aufgebaut. Er diente von 1857 bis zu ihrem Tod 1885 als Rückzugsort für Königin Emma (Emma Kalanikaumakaʻamano Kaleleonālani Naʻea Rooke).

Auf der Weiterfahrt biegen wir vor dem Tunnel vom Highway ab und fahren hinauf zum „Nu‘uanu Pali Lookout“.

Auf der Terrasse in fast 1.000 Meter Höhe haben wir einen tollen Ausblick auf die Windward Coast, die Ostküste von Oahu. Hinter dem Tunnel halten wir uns links, um ins Tal der Tempel zu gelangen. Der „Byodo-In Tempel“ wurde 1968 anlässlich des 100. Jahrestages der ersten japanischen Einwanderung auf die Insel als Kopie des vor 950 Jahren im japanischen Uji erbauten gleichnamigen Tempels errichtet.

Im Mittelpunkt der Phönix-Halle steht eine mit Gold und Lack verzierte Buddhastatue. Um sie herum singen, tanzen und schweben 52 kleinere Boddhisattvas, erleuchtete Wesen. Steinerne Pfade führen durch einen beschaulichen Garten mit kleinen Wasserfällen und ruhigen Meditationsplätzen.

Weite Grünflächen umfassen den Tempel und einen künstlich angelegten Teich, welcher zahlreiche Koi-Karpfen und schwarze Schwäne beheimatet. Vor dem Eingang befindet sich eine Friedensglocke aus Messing. Das Schlagen – so heißt es – soll Glück und Zufriedenheit bringen.

In Kailua essen wir in Buzz`s Original Steakhouse zu mittag. Gegenüber liegen die Auslegerboote am wunderschönen Sandstrand von Kailua mit seinem türkisfarbenem Wasser. Am Makapuu Point mit seinem Leuchtturm vorbei, erreichen wir die Hanauma-Bucht, ein erloschener Vulkankrater mit einer Öffnung zum Pazifik.

Hier ist der beste Platz zum Schnorcheln. Auf der Straße unterhalb vom Diamond Head kehren wir nach Waikiki zurück.

Pearl Harbour

5. Tag: Heute fahren wir mit dem Linienbus zum Besucherzentrum von Pearl Harbour. Nach einem kurzen Vortrag des Parkaufsehers sehen wir einen zwanzigminütigen Dokumentarfilm über den Angriff der Japaner auf den U.S. Marinestützpunkt am 7. Dezember 1941. Anschließend besteigen wir ein Boot der U.S. Marine und setzen über

zum schneeweißen Memorial, das der Architekt Alfred Preis über dem versenkten Schlachtschiff U.S.S. Arizona errichtet hat. Auf einer Marmorwand sind die Namen der 1.177 Besatzungsmitglieder eingraviert, die hier ihr Leben verloren. Zurück im Besucherzentrum holen wir uns einen Audioguide und besuchen das Museum. Im ersten Haus wird der Weg zum Krieg dokumentiert, im zweiten Haus geht es um den Angriff auf Pearl Harbour. 

Auf dem Rückweg legen wir einen Stopp in Honolulu „Down Town“ ein, wo man den einzigen Königspalast auf dem Boden der Vereinigten Staaten findet. Hawai´i war von 1795 bis 1893 ein Königreich, Honolulu ab 1845 dessen Hauptstadt, der Iolani Palast der Regierungssitz auch während der Zeit der Republik von 1893 bis 1898. Anschließend wurde Hawai´i durch die Vereinigten Staaten annektiert. 1959 wurden die ehemaligen Sandwich-Inseln 50. Bundesstaat der USA.

 

Gegenüber des Iolani Palasts steht die „Ali’iolani Hale“, von König Kamehameha V. als Königspalast geplant. Vor dem Gebäude steht eine Statue seines Vorfahren Kamehameha I., in ein prachtvolles goldenes Gewand gekleidet. Heute beherbergt das Gebäude das Oberste Gericht. In der Nähe stehen das Rathaus von Honolulu und die protestantisches Kawaiahao-Kirche von 1838.

Service Oahu:
Hotel Queen Kapiolani Waikiki DZ ab 109 € – DZ mit Diamond Head Blick ab 181 €
Mietwagen 1 Tag ab 66 €
Queen Emma Summer Palace / Hānaiakamalama Eintritt 10 $
Pearl Harbour Eintritt frei – online Anmeldung empfehlenswert 
Stadtbus WaikikiHonolulu – Pearl Harbour Tagespass 5,50 $

Flug von Oahu nach Hawaii

6. Tag: Der Hotelshuttle bringt uns zum Flughafen. Im Terminal Z für Flüge innerhalb der Inselgruppe checken wir bei Hawaiian ein. In der Abflughalle befindet sich an einer Wand eine wunderbar gemalte, großflächige Landkarte der Inselgruppe.

Wir fliegen nach Hilo, an die Ostküste von Big Island. Die Stadt mit der größten jährlichen Niederschlagsmenge in den U.S.A. empfängt uns mit Sonnenschein. Alamo stellt uns, wie schon in Waikiki, ein größeres Auto ohne Aufpreis zur Verfügung, einen schönen Mazda 3.

Hawaii Volcanoes National Park  

Hawaii ist die erdgeschichtlich jüngste Insel des Archipels. Am Südhang des Mauna Loa (4.169 m) liegt der Volcano National Park (UNESCO Weltnaturerbe) mit dem brodelnden Lavasee im Krater des Kilauea. Am „Pu’u ‚Ö’ö – Krater“ entsteht ein Lavafluss, der bis zur Küste fließt und sich in den Pazifik ergießt. Am Rand des Nationalparks in 1.150 m Höhe liegt „Volcano Village“, wo wir für drei Tage ein Zimmer in einer Lodge im Regenwald gemietet haben. Am Nachmittag drücken die Passatwolken in den Nationalpark.

Die Ranger im „Visitor Center“ empfehlen uns auf der „Chain of Craters Road“ zum Pazifik hinunterzufahren, weil dort die Sicht besser sei. Das ist ein guter Tipp. Es geht durch eine unwirtliche, kohlrabenschwarze Landschaft mit erkalteter Lava, die sich von Zeit zu Zeit zu felsigen Hügeln auftürmt. Gelegentlich steigen Rauchwolken auf. Plötzlich geht es nicht weiter, die Uferstraße ist seit Jahren verschüttet. Zum Pazifik hin fällt das Gelände dann abrupt an einer Steilkante ab.

Am Abend speisen wir hervorragend im Thai Restaurant im Village – es wird unser Stammlokal.

7. Tag: Am Morgen ist das Wetter wieder schön und wir fahren die enge „Mauna Loa Road“ zum Outlook auf 2.031m Höhe hinauf. Dort beginnt der Trail zum Gipfel. Die „Hilina Pali Road“ hinunter auf 695 m Höhe bietet einen schönen Ausblick aufs Meer.

Dann steht eine Wanderung durch eine „Lava Tube“ auf unserem Programm. Den längste Lavaabflußtunnel der Welt hatte ich 2010 auf der Insel Jeju vor Südkorea schon besichtigt. Abends finden wir uns mit vielen anderen Besuchern auf der Terrasse des „Jagger Museums“ ein

um das Glühen des Kilauea bei Sonnenuntergang zu beobachten.

8. Tag: Heute geht es zur ruhigen Puna-Halbinsel. In den „Akatsuka Orchid Gardens“ bewundern wir die Blütenpracht in den Gewächshäusern und in der „Hilo Coffee Mill“ probieren wir den auf der Insel angebauten Kaffee.

An Plantagen mit Macadamiabäumen vorbei erreichen wir den den „Lava Tree State Park“. Hier hat ein Lavafluss vor einiger Zeit Baumstämme umhüllt, die Bäume sind abgebrannt und die Lavahüllen blieben stehen. Heute wachsen darauf Moose und Farne. Mittags machen wir Brotzeit am nächsten Strand. Wir sitzen im Schatten unter Bäumen und beobachten dabei Surfer.

Auf von Bäumen überwachsenen Alleen kommen wir ans andere Ende der von Lavaströmen auf viele Kilometer verschütteten Uferstrasse bei Kalapana. Von hier aus kann man mit Führer für 100 $ pro Person spätnachmittags 3-5 Stunden zum Lavastrom wandern.

 

Wir aber laufen über das erkaltete Lavafeld zum pechschwarzen Sandstrand. 

Hawaii – zum südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten

9. Tag: 196 km: Wir fahren weiter durch den Volcano Nationalpark zum „Punalu`u Beach“ und beobachten dort die großen Hawaiianischen Grünen Seeschildkröten, die auf dem schwarzen Sand liegen.

Mittags erreichen wir den South Point U.S.A., ein unspektakulärer Ort an der felsigen Küste, der nur wegen seiner Koordinaten interessant ist: 18° 54′ 36″ N, 155° 40′ 52″ W.

Wir besichtigen die am Hang gelegene Painted Church von 1927, die 1990 wegen eines Lavastroms zum heutigen Standort verlegt wurde. Das Innere des Holzgebäudes schmücken farbenfrohe Malereien an Decke und Wänden. Anschließend erreichen wir die Bucht, in der Captain James Cook 1779 von Einheimischen erstochen wurde. Hier steht ein Denkmal für den bedeutenden Seefahrer und Entdecker.

Hawaii – an der Kona-Küste

Unser Tagesziel ist die Kona-Küste, die Sonnenstube von Big Island. Wir haben für vier Nächte im Sheraton Resort ein schönes Zimmer gebucht. Die große Anlage ist gerade frisch renoviert worden. Von der Terrasse an der Keauhou-Bucht kann man Manta-Rochen beobachten. Hier nehmen wir am Abend am „Manta Talk“ teil mit sachkundigen Erklärungen über diese Riesenfische.

Wir beenden den Tag mit einem Drink an der Bar „Rays on the Bay“.

10. Tag: Am Morgen frühstücken wir im idyllischen Hafenstädtchen Kailua. Die überdachte hölzerne Veranda im ersten Stock des Cafés

schmücken alte Zapfsäulen. Vom Kaffeetisch blicken wir auf den Hulihe´e Palace gegenüber. Es war ein Sommersitz der Königlichen Familie, erbaut 1838. Ein Kreuzfahrtschiff liegt auf Reede. Am Pier startet  jährlich der berühmte „Iron Man“ Triathlon.

In einem Erdofen vor dem „Hotel King Kamehameha“ wird ein Spanferkel auf polynesische Art zubereitet. Es liegt in nasse Säcke gewickelt in einer Kuhle. Heiße Steine werden darüber geschichtet und die Grube mit Erde zugeschüttet, die Garzeit beträgt bei mittlerer Größe ca. vier Stunden.

Am Alten Flughafen ist ein Treffen von Freunden des Tai-Chi und Qi-Gong in der Zeitung angekündigt. Meine Frau schließt sich den Sportlern an, alles sehr nette Leute. Sie wird anschließend auch noch von der Lokalpresse interviewt.

In einem Shopping Center eine Meile nördlich unseres Hotels gibt es gute Hawaiianische, Italienische, Französische und Mexikanische Restaurants und am Nachmittag ein Open-Air-Konzert mit Hula aus Puna, der viele der einheimischen Zuschauer, Gäste und auch uns mitreißt.

Später nehmen wir im Hotel an einem Kurs zur Fertigung von einem Lei im Wili Stil, einem Armreif aus geflochtenen Tea Leaves teil. Im Garten findet unterdessen eine Abendveranstaltung mit Live-Musik statt. Die Rancher der Insel halten dort eine Versammlung ab.

Hawaii – auf der Saddle Road zwischen den beiden mächtigen Schildvulkanen

11. Tag: 282 km: Wir fahren vom Hotel aus den Berg hinauf zu den Hochweiden der Rancher. Zentrum der Gegend ist Waimea, wo wir ein gutes amerikanisches Frühstück genießen. An den grasenden Herden vorbei befahren wir dann die

Saddle Road auf ca. 2000 Meter Höhe zwischen den mächtigen Schildvulkanen Mauna Loa und Mauna Kea (4205 m) hindurch nach Hilo, auf der anderen Seite der Insel. An der Hamakua-Küste regnen die Passatwinde ab, die Landschaft ist üppig, grün und im Hinterland mit Bächen und Wasserfällen gesegnet. Wir besuchen im Regenwald den „Akaka Falls State Park“.

Am Eingang stehen Regenschirme zur kostenlosen Benutzung bereit. Unser Ausflug endet an der Steilküste am „Waipi´o Valley Outlook“ im Nordosten der Insel.

Hawaii – im Norden der Insel

12. Tag: 178 km: Heute geht es zunächst zum Waikoloa Beach. Wir besichtigen dort das riesige Hilton Resort. Hier fährt eigens eine moderne Trambahn mit vier Haltestellen durch das Gelände um das Resort zu erschließen.

Die Gartenanlage mit zahlreichen Swimmingpools, Wasserfällen und einer Lagune mit Delfinen ist wunderschön. Bekannt ist das Hotel auch für seine Kunstschätze. Auf dem Weg nach Norden steht ein rekonstruiertes Fischerdorf auf 500 Jahre alten Fundamenten. In Hawi, dem nördlichsten Ort der Insel, gibt es in einer netten Kneipe schon mittags Live Musik und einen Meatloaf für mich mit einem „Kona Longboard Lager“.

Die Küstenstraße endet hier am „Pololu Valley Lookout“ mit einem großartigen Blick auf die Steilküste.

Service Hawaii (Big Island):
Flug Honolulu – Hilo mit Hawaiian ab 85 € ohne Gepäck
Mietwagen für eine Woche Mittelklasse (z.B. Nissan Sentra) ab Hilo bis Kona ab 259 € inkl. Vollkaskoversicherung ohne SB
Chalet Kilauea Collection Lokahi Lodge in Volcano ab 135 €
Sheraton Kona Resort Spa at Keauhou Bay DZ ab 223 €
Eintritt Nationalpark 25 $ pro Fahrzeug, gültig 3 Tage (Karte für alle drei Nationalparks von Hawaii 30 $, gültig 12 Monate)
Inselhüpfen mit einer Cessna von Big Island nach Maui

13. Tag: Unser Pacific-Wings-Flug von Kona nach Maui wird nicht im Terminal abgefertigt, sondern in einem Holzschuppen außerhalb. An einem Holzpult mit schwarzem Telefon, müssen wir einchecken. Am Apparat heißt es: „Bitte nehmen Sie im Wartebereich Platz. Der Pilot kommt eine Viertel Stunde vor Abflug“.

Michael, so heißt der Pilot, landet und übernimmt gleich den Check-in inklusive Koffer wiegen. Durch ein Tor im Maschendrahtzaun des Flughafengeländes gelangen wir mit unserem Gepäck zur zehnsitzigen Cessna, die gleich dahinter parkt. Michael verstaut das Gepäck im Bauch des Flugzeugs und schon geht es auf die Startbahn. 

Nach kurzem Anlauf heben wir schon ab. Über den „Maui Channel“ und den halbmondförmigen Krater der kleinen Insel Molokini erreichen wir Maui, die zweitgrößte Insel. Wir holen uns einen Mietwagen, diesmal einen Ford Fiesta mit eingebauter „Blechsusi“, die bei jeder Gelegenheit losplappert, sei es, dass die Türen nicht schnell genug geschlossen werden oder dass man den Motor startet ohne schon angeschnallt zu ein.

Im Hotel Aston Maui Lu in Kihei bekommen wir ein Zimmer im Strandhaus mit herrlichem Ausblick auf Molokini und die Walbeobachtungsstation als nächstes Nachbargebäude in 400 Meter Entfernung. Mit auffrischendem Passatwind können wir vom Balkonsessel aus bei einer kühlen Weinschorle die Kite-Surfer beobachten.

Maui – das Hochland mit dem Vulkan Haleakala

14. Tag: 146 km: Heute fahren wir mit unserem Ford Fiesta hinauf zum Haleakala auf 3055 m Höhe. Der Name des erloschenen Vulkans heißt übersetzt „Haus der Sonne“. Der letzte Ausbruch war vor 200 Jahren. Im riesigen Krater würde ganz Manhattan Platz finden.

Die verschiedenen Farbschattierungen von braun über orange und gelb bis zu sattgrün sind betörend. Vom Observatorium reicht der Blick bis zu den zwei aus dem Dunst aufragenden Vulkanriesen der Nachbarinsel Hawaii. Es ist ein großartiger Ausflug!

Auf dem Rückweg machen wir im Hochland in der Viehzüchter-Stadt Makawao station, einer ehemaligen portugiesischen Ansiedlung mit Holzhäusern und einer Kirche von 1897. Heute ist es auch ein Platz für Aussteiger und Künstler.

Maui – „Road to Hana“

15. Tag: 206 km: Die „Road to Hana“ ist eine 50 Meilen lange, kurvenreiche Panoramastraße mit vielen einspurigen Brücken.

Startpunkt ist auf der Ostseite der Insel der Ho’okipa Beach, einer der besten Strände für Windsurfer. Nach einigen Meilen Fahrt durch üppiges grün parken wir unser Auto und wandern durch herrliche Pflanzungen zu den Twin Falls.

Auf der Weiterfahrt in der Honomanu Bay ist das Wasser tiefblau. Ein weiterer Stopp an der Keawaiki Bay führt uns zu der Höhle, in der die Hawaiianische Prinzessin Populalaea von ihrem Gatten ermordet wurde. Einmal im Jahr färbt sich das Wasser rot und erinnert somit an die Tat. Diese Rotfärbung verursachen rote Krebse, die in die Höhle schwimmen.

In Hana stillen wir unseren Hunger in einem Ranch-Restaurant bei einem „Classic Burger“ – frisch von der Weide auf den Teller – dazu ein Bikini Blonde nach Münchner Brauart. An der Kapelle mit dem Grab des Atlantikfliegers Charles Lindbergh vorbei kommen wir dann auf einen Streckenabschnitt

mit einer rauhen Piste, deren Benutzung die Mietwagengesellschaft nicht freut. Vorsichtig und mit schlechtem Gewissen bewältigen wir diesen Abschnitt im Süden der Insel und müssen daher nicht auf dem langen Weg entlang der Ostküste zurückfahren.

Maui – herrliche Badestrände im Westen

16. Tag: 80 km: Morgens legen schon sechs Touristen mit einem Auslegerboot vom Strand ab, um über die Bucht nach Maalaea zu rudern. Für uns geht es mit dem Wagen südwärts an der Küste entlang bis zum Ende der Straße an der „La Perouse Bay“, benannt nach dem Seefahrer Jean-Francois Comte de La Pérouse, der hier 1786 landete.

Wir besuchen die Ahihi Bay und den wunderschönen Makena Beach mit Blick auf die Inseln Kaho’Olawa und Molokini. Auf der Heimfahrt nach Kihei eignet sich das Shoppingcenter im mondänen Urlaubsort Wailea um nach Bademode und Hawaiihemden Ausschau zu halten.

Maui – Zuckerrohrfelder, eine Missionsstation und das wasserreiche Iao Valley

17. Tag: 46 km: In der Inselmitte gibt es ausgedehnte Zuckerrohrfelder und auf dem Weg zur Inselhauptstadt Wailuku steht ein stählernes, rostiges Ungetüm, ein Schornstein stößt dicken,weißen Rauch aus. Es ist eine Zuckerraffinerie. Im wasserreichen, grünen „Iao Valley“ unternehmen wir eine kleine Wanderung zur markanten Felsnadel „Iao Needle“. 

Auf dem Rückweg besichtigten wir in Wailuku die interessante Missionsstation „Bailey House“ von 1833. Ausgestellt werden u.a. ein zimmerhoher Kilt mit der Hawaiianischen Flagge, traditionelle Fischereiuntensilien, Holzschnitzereien und ein Gefäß, gefertigt aus einer Kokusnussschale und mit Füssen aus Stoßzähnen eines Ebers, sowie verschiedene Lei aus Menschenhaar und aus Hundezähnen gefertigt.

Lahaina – die alte Hauptstadt der Inseln, Walfangzentrum und Plantagenstadt

18. Tag: 40 km: Wir wechseln das Quartier. Zunächst geht es nach Lahaina, von 1810 bis 1845 Hauptstadt des Archipels und Walfänger- und Plantagenstadt.

Ein riesiger Banyanbaum mit unzähligen Verästelungen erstreckt sich über den gesamten Hauptplatz. Vor dem „Governor House“ fahren die Boote mit Hochseefischern hinaus aufs Meer und die Fähre auf die Insel Lana’i legt dort ab.

In der Stadt gibt einige schöne, historische Holzgebäude mit zwei Stockwerken, den „Pioneer Inn“, das „Old Courthouse“, das aus Korallensteinen des königlichen Palastes im Jahr 1859 erbaut wurde, das „Wo Hing“ Museum von 1912, das „Baldwin House“ von 1834, den „South Sea Trading Post“ und einen alten Leuchtturm.

Etwas nördlich liegt der schöne Kaanapali Beach, wo wir im gleichnamigen Hotel die letzten drei Nächte auf den Inseln verbringen. Das Hotel hat sich der Hawaiianischen Kultur verschrieben. Am Abend essen wir im Terrassenrestaurant „Tiki Grill“. Das Essen ist mäßig, aber die Hula-Show recht sehenswert.

19. Tag: Für heute hatten wir uns gleich bei Ankunft für einige Kurse angemeldet. Dieser Montag ist der einzige Regentag des Urlaubs. Es macht uns aber nichts aus – wir sind ja beschäftigt! Erst gibt erst ein „Welcome Breakfast“ mit Ständchen des Hotelpersonals und Erläuterungen zum Kursangebot, zur täglichen Abendunterhaltung und zu  den Ausflugsmöglichkeiten.

Unser erster Kurs: Lei binden im Kui Stil zur Fertigung eines Blütenkranzes. Danach nehmen wir beim Lei-binden im Haku Stil teil. Es entsteht ein Haarreif aus Blüten. Später gibt es einen Hula Tanzkurs und danach einen Sprachkurs in Hawaiianisch.

Am Abend erfreut uns eine schöne Hula Show, das Restaurant besuchen wir heute aber nicht mehr. Einen kurzen Spaziergang auf der schönen Uferpromenade entfernt haben wir im „Whalers Village“ ein tolles Restaurant mit überdachter Terrasse entdeckt. Statt dem angebotenen Erdinger Weißbier für 11 $ nehme ich lieber ein „Bikini Blonde Lager“.

20. Tag: 48 km: Heute ist das Wetter wieder prima und wir fahren zum Nordende von Maui nach Honokowai, von wo wir einen guten Blick auf die Nachbarinseln Lana’i, Moloka‘ i und Oahu haben. Die Straße endet am Nakalele Point an der Steilküste.

Zum Mittagessen sind wir dann wieder zurück im „Whalers Village“ und besuchen danach das kleine Walfangmuseum.

Service Maui:
Flug Kona (Hawaii) – Kahalui (Maui) mit Mokulele Flight Service ab 75 €
Mietwagen für eine Woche Mittelklasse (z.B. Nissan Sentra) ab 259 € inkl. Vollkaskoversicherung ohne SB
Hotel Aston Maui Lu in Kihei – zur Zeit geschlossen
Kaanapali Beach Hotel DZ ab 186 €
Eintritt Nationalpark 25 $ pro Fahrzeug, gültig 3 Tage (Karte für alle drei Nationalparks von Hawaii 30 $, gültig 12 Monate)
Walfangmuseum Whalers Village Eintritt 3 $
Heimreise

21. Tag: 45 km: Wir fahren nach dem Frühstück zum Flughafen in Kahalui, geben den Mietwagen zurück und fliegen am frühen Nachmittag – leider wieder mit United – in fünf Stunden nach Los Angeles.

22. Tag:  Nach der Zwischenübernachtung im Marriott Hotel geht es heute Morgen weiter nach Newark in New Jersey in gut fünf Stunden Flugzeit und dann mit Lufthansa in acht Stunden über Nacht zurück nach München.

Diese Reise fand im April und Mai 2013 statt. Ich reiste mit meiner Frau. Tarifstand: Mai 2018.

Meine Bewertungen auf Tripadvisor:

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Weitere Berichte über die Vereinigten Staaten auf meiner Website:

 

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