Von Toronto nach New York – ein Roadtrip – Teil 2

Der 2. Teil meiner Rundreise durch den Nordosten Amerikas führt durch die Bergregion von Lake Placid im Bundesstaat New York zu den Tausend Inseln im St. Lorenz-Strom und entlang des Ontariosees in die Metropole Toronto. Danach geht es zu den beeindruckenden Niagara-Fällen bevor die Reise in Manhattan endet.

Der 1. Teil des Roadtrips: Durch die Neuengland-Staaten – ein Roadtrip – Teil 1

Whiteface Mountain und Lake Placid.

5. Tag / 640 Kilometer: On the road again: Die Neuengland-Staaten verlasse ich mit der Fähre über den Lake Champlain. Sie legt am Westufer in Plattsburgh im Bundesstaat New York an. Ich fahre hinauf in den Adirondack Park, das größte Naturreservat der USA außerhalb Alaskas.

Skigebiet White Face Mountain New York - auf dem Weg nach Toronto

Whiteface Mountain ist mit 1.443 Meter Höhe einer der höchsten Berge im Adirondack-Gebirge. Die Pisten an seiner Flanke waren bei den Olympischen Spielen im Jahr 1980 Austragungsstätten der alpinen Skiwettbewerbe. Leonhard Stock und Annemarie Moser-Pröll gewannen für Österreich die Goldmedaillen in der Abfahrt. Die Technikdisziplinen dominierten die Lichtensteinerin Hanni Wenzel und der unvergessene Ingemar Stenmark aus Schweden mit jeweils zwei Goldmedaillen.

Lake Placid New York - auf dem Weg nach Toronto

Jetzt sind es noch 15 Kilometer in den Olympiaort von 1932 und 1980 Lake Placid, der an zwei Gebirgsseen liegt. Weiter geht es durch das dicht bewaldete Naturreservat, am Big Tupper Lake und am Star Lake vorbei Richtung Kanada. Der Weg zieht sich, die Gegend ist einsam und so nehme ich es mit der Geschwindigkeitsbeschränkung auf U.S.-Landstraßen heute nicht so genau,

Tausend Inseln im St. Lorenz-Strom - auf dem Weg nach Toronto

ich will nämlich möglichst rasch zu den malerischen Tausend Inseln am St. Lorenz Strom und über die Thousand-Island-Bridge weiter nach Kanada. An der Nordseite des Ontariosee gibt es eine durchgehende Autobahn nach Toronto. Route Tag 5.

CN-Tower Toronto - Blick auf den Ontariosee

Toronto gefällt mir so gut, dass ich um einen Tag verlängere.

Ich wohne wie schon in Boston in einem Apartment Hotel, in dem sich viele Studenten eingemietet haben. Das Grange Apartment Hotel Toronto liegt nur 400 Meter nördlich der Queens Street mit einigen gemütlichen Pubs und Clubs mit Live Musik, wie die „Horse Shoe Tavern“. Zur Spadina Street im Herzen von Chinatown sind es auch nur 500 Meter. Die Restaurants dort sind sehr gefragt, bilden sich doch abends lange Schlangen vor den Eingängen. Mit dem „Restaurant Kam Kuk Yuen“ war ich sehr zufrieden, das Essen war sehr schmackhaft und die Bedienung freundlich.

6. Tag: Eigentlich wollte ich am Nachmittag zu den Niagara Fällen weiterfahren und dort übernachten. Toronto gefällt mir aber so gut, dass ich mich dazu entschließe, meine Pläne zu ändern und noch eine Nacht anzuhängen.

CN-Tower Toronto - Blick auf Downtown

Nach Down Town Toronto sind es vom Hotel auch nur zwanzig Minuten zu Fuss. Dort befinden sich die großen Musical-Theater der Stadt. Die Toronto Union Station ist Ausgangspunkt des legendären Personenzuges „The Canadian“ von VIA Rail, der auf der 4.466 Kilometer langen Strecke der Canadian Pacific Railways von Toronto nach Vancouver an die kanadische Westküste fährt.

Glasboden der Aussichtsplattform – CN-Tower Toronto

Südlich der Gleise ragt der CN Tower (Titelfoto) 553 Meter in die Höhe. 1,7 Millionen Besucher besuchen jährlich den höchsten Turm der Welt. Ich fahre mit dem superschnellen Aufzug auf das Panoramadeck in 346 Meter Höhe. Durch den Glasboden unter meinen Füssen blicke ich in den Abgrund.

CN-Tower Toronto

Nervenkitzel bietet auch das  447 Meter hohe Space Deck, die höchste Aussichtsplattform der Welt. Weit reicht der Blick über Toronto und über den Ontariosee. Der See ist der unterste und kleinste der fünf Großen Seen von Nordamerika und trotzdem von der Fläche größer als Sachsen. Neben dem CN Tower steht der Toronto Sky Dome mit einem versenkbaren Dach. Das Stadion fast 65.000 Zuschauer. Orientierungsplan Toronto.

Horseshoe Falls - Niagara - auf dem Weg von Toronto nach New York

Donnerndes Wasser – die Niagara Fälle.

7. Tag / 762 km: Früh morgens verlasse ich Toronto und fahre weiter zu den Niagara Fällen. Der Niagara River stellt die Verbindung zwischen dem Erie- und dem Ontariosee dar und stürzt auf halbem Weg auf der kanadischen Seite 53 Meter in freiem Fall in die Tiefe.

American Falls - Niagara - auf dem Weg von Toronto nach New York

Die amerikanischen Fälle stürzen auf eine Geröllhalde, die 1954 nach einem Felssturz entstand. Sie haben daher nur eine Fallhöhe von ca. 24 Metern. Mit einer Breite von 260 Metern sind sie auch wesentlich schmäler als die auf kanadischem Gebiet liegenden Horseshoe-Falls mit 670 Meter Kantenlänge. Pro Sekunde passieren durchschnittlich 5.750 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die beiden Felskanten. Zwischen den beiden Fällen befindet sich die Ziegeninsel.

Journey Behind the Falls - Niagara - auf dem Weg von Toronto nach New York

Die „Bootstouren mit der „Maid of the Mist“ unterhalb der Horseshoe Falls sind legendär. Ich entscheide mich jedoch für die Tour „Journey Behind the Falls“, die hinter dem Wasserfall in einem mehr als 100 Jahre alten Tunnelsystem direkt an die Absturzkante führt.

Service Toronto / Niagara Fälle:
Linienflug mit Lufthansa Frankfurt oder München – Toronto u.z. ab 583 € inkl. 1 Gepäckstück bis 23 kg.
Mietwagen über DERTOUR Mittelklasse (Toyota Corolla) ab/bis Toronto pro Woche ab 217 € inkl. Vollkaskovers. ohne SB.
Grange Apartment Hotel in Toronto DZ ab 65 €.
CN – Tower
Eintritt ab 26 €.
Journey Behind The Falls / Horseshoe Falls
Eintritt 9,80 €.
Autorundreise Toronto-Niagara Fälle-1000-Islands 3 Tage ab/bis New York bei DERTOUR für zwei Personen ab 894 €. Werbung: 

Durch Pennsylvania nach New Jersey und weiter nach New York City.

Es geht weiter auf der Fahrt von Toronto nach New York. Hinter der Grenze der Vereinigten Staaten komme ich zurück in den Bundesstaat New York, fahre anschließend durch Pennsylvania nach New Jersey. Ich übernachte heute im Ort Elizabeth in der Nähe des Flughafens Newark (EWR) im „Oak Grand Motel“ in der Spring Street No. 216. Das ist wesentlich günstiger als bis New York durchzufahren und in Manhattan zu übernachten.

Freiheitsstatue – Empire State Building

8. Tag / 35 km: Ich fahre durch den Holland-Tunnel unter dem Hudson-River durch und gebe meinem Mietwagen bei Hertz in Manhattan in der 55th Street wieder ab. Route Tag 7. und 8. Tag.

Nachdem ich vor der Rundreise im viertgrößten Hotel New Yorks, im 1919 eröffneten Pennsylvania Hotel in der 7th Avenue, übernachtet hatte, wähle ich diesmal das Holiday Inn Downtown in der Lafayette Street No. 138 im Stadtteil Lower Manhattan. Chinatown und Little Italy liegen um die Ecke.

Wenn man wie ich, sein Quartier zentral in Manhattan aufschlägt, kann man in drei Tagen einiges sehen.

Midtown Manhattan - Blick vom Empire State Building

Midtown Manhattan mit dem Empire State Building.

Tag 1: Gegenüber meines ersten Hotels¹ liegt der Madison Square Garden der über den Gleisanlagen der Pennsylvania Station erbaut wurde. Er ist bekannt durch legendäre Boxkämpfe, Eishockey- und Basketballspiele und unzählige Konzertauftritte. Eine Straße weiter nördlich steht das Kaufhaus Macy’s. Seit 1902 steht das Stammhaus der Warenhauskette hier am Herald Square.

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Folgt man der 34th Street Richtung Osten ragt an der Ecke zur 5th Avenue das 443 Meter hohe Empire State Building empor. Es war mehr als 40 Jahre lang mit seinen 102 Stockwerken, 6.500 Fenstern, 73 Aufzügen und 1.860 Treppenstufen das höchste Gebäude der Welt und lockt jährlich 2,5 Millionen Besucher an. Das Observation Deck im 86. Stock bietet eine fantastische Aussicht: Vom Central Park bis zu den Türmen des World Trade Centers an der Südspitze Manhattans.

Blick vom Empire State Building auf die Südspitze Manhattans

Auf der 5th Avenue laufe ich zur beeindruckenden „Grand Central Station“, dem Bahnhof mit den weltweit meisten Bahnsteigen, 44 an der Zahl. Nördlich erreiche ich das Rockefeller Center Ecke 49th Street. Es besteht aus 14 Hochhäusern im Art Déco-Stil, der Radio City Hall und fünf neueren Wolkenkratzern. Zurück auf der 7th Avenue folge ich ihr Richtung Süden und komme am Times Square vorbei wieder zu meinem Hotel. Rundgang Tag 1.

Guggenheim-Museum New York City

Rund um den Central Park.

Tag 2: Heute nehme ich den Bus M3, der die Madison Avenue nordwärts fährt. Ich steige an der 34th Street ein und fahre bis zur 89th Straße. Ein Block westlich steht am Rand des Central Parks das „Guggenheim Museum für moderne Kunst“. Das Museumsgebäude wurde von Frank Lloyd Wright entworfen und 1959 eröffnet. Die Meisterwerke bedeutender Künstler wie „Paris durchs Fenster“ aus dem Jahr 1912 von Marc Chagall, „Berge bei Saint-Rémy“ von Vincent van Gogh, „Frau mit gelbem Haar“ von Pablo Picasso und „Improvisation 28“ von Vasily Kandinsky begeistern mich genauso wie der markante Bau in Form eines umgedrehten Schneckenhauses.

Central Park New York

Ich durchquere nun den Central Park in westliche Richtung und stehe bald vor dem „American Museum of Natural History“. Es läuft gerade die  Sonderausstellung „Expedition  – Treasures from 125 Years of Discovery“. Zu den interessanten Preziosen gehören Edelsteine, wie der „Newmont Azurite“ aus Namibia, der „Star of India“ aus Ceylon mit 563 Karat und der „Patricia Emerald“, ein Smaragd mit 632 Karat aus Kolumbien, handwerkliche Kunstwerke wie die Metallarbeit „Royal Llama of the Inka“, ein „Dung Dkar“-Schneckenhorn aus den Bergen von Tibet gefertigt aus einer Meeresschnecke aus dem Indischen Ozean und das „Haida Canoe“ der Indianer aus British Columbia.

American Museum of Natural History New York

Hauptattraktion sind die riesengroßen Skelette aus der Urzeit wie ein riesiger Barosaurus, ein Mastodon gefunden im Bundesstaat New York, ein Blauwal-Skelett aus Feuerland und das Embryo eines Theropod-Dinosaurier aus der Mongolei.

Ich spaziere durch den westlichen Central Park Richtung Süden. Auf Höhe der 72nd Street stoße ich auf die Gedenkstätte „Strawberry Fields“. Auf der anderen Straßenseite vor dem Dakota-Building fiel am 8. Dezember 1980 John Lennon einem Attentat zum Opfer.

Metropolitan Opera - New York

An der 65th Street biege ich ab und stehe ein Block weiter vor dem Lincoln Center mit der Metropolitan Opera. Genug gelaufen für heute. Ich nehme zurück zum Hotel die Metro-Line No.1 zur Pennsylvania Station. Rundgang Tag 2.

Wall Street, Ellis Island und die Freiheitsstatue.

Tag 3: Von meinem zweiten Quartier² in der Lafayette Street sind es auf den Broadway nur knapp zwei Kilometer zur Wall Street. Heute habe ich mich zur Besichtigung des Börsensaals angemeldet.

Twin Towers - World Trade Center 1995

Danach fahre ich mit dem Boot vom „Battery Park“ an der Südspitze Manhattans hinüber zur Freiheitsstatue, ein Geschenk Frankreichs an die Vereinigten Staaten. Die Tour schließt noch einen Besuch von Ellis Island ein. Die Insel war Anlaufpunkt und Sammelstelle für 12 Millionen Einwanderer in die U.S.A. Rundgang Tag 3. Für mich wird es jetzt Zeit das Land zu verlassen. Mein Lufthansa-Flug LH 411 startet pünktlich am Flughafen John-F.-Kennedy (JFK) auf Long Island.

Service New York:
Linienflug mit Lufthansa Frankfurt oder München – New York u.z. ab 496 € inkl. 1 Gepäckstück bis 23 kg.
Mietwagen bei DERTOUR Ford Focus ab/bis Manhattan pro Woche ab 319 € inkl. Vollkaskovers. ohne SB.
¹ Pennsylvania Hotel in Manhattan DZ ab 127 €.
² Hotel 11 Howard in Manhattan
(ehem. Holiday Inn Downtown) DZ ab 273 €.
Empire State Building
Eintritt ab 39 €.
Guggenheim Museum
Eintritt ab 9,30 €.
American Museum of Natural History
Eintritt ab 21 €.
Werbung: Mit Lufthansa ab Frankfurt oder München nach New York (JFK oder EWR)


Diese Reise fand im März/April 1995 statt. Ich reiste allein. Tarifstand: Sommer 2020.

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Weitere Berichte über die Vereinigten Staaten auf meiner Website:

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