Kolumbien – von der Karibikküste ins Hochland

Die Reise führt von Cartagena de las Indias mit seinen karibischen Sandstränden und der größten und schönsten Altstadt Amerikas in die Metropole Bogota in 2640 m Höhe.

Cartagena

1. Tag: Nach meiner Tour durch die Anden und ins Amazonasbecken in Ecuador und einem kurzen Aufenthalt in Panama City freue ich mich auf einen Badeaufenthalt an den Sandstränden der Karibikküste. Ich komme am frühen Nachmittag in Cartagena de las Indias an und lasse mich mit dem Taxi vom Flugplatz zu meinem Hotel bringen. Das Radisson Cartagena Ocean Pavillon Hotel liegt an einem kürzlich neu erschlossenem Strandabschnitt mit dem Namen Boquilla im Nordosten der Altstadt. Das Hotel gleicht keineswegs einem Pavillon, hat es doch 12 Stockwerke und einen eher kantigen Architekturstil.

Mein Zimmer ist wirklich top, eine breite Fensterfront bis zum Boden, bequemer Sessel und Stuhl, gutes Bett, großer Fernseher, Bad mit Regenwalddusche und auch mit dem Frühstücksbuffet bin ich sehr zufrieden. Es gibt einen eigenen Chauffeurdienst für Fahrten in die Altstadt, der zum Taxipreis von 5 € angeboten wird. Das ganze Personal ist schick in weiß gekleidet mit Strohhüten, so dass ich zur besseren Unterscheidung meinen neu erworbenen Panamahut im Schrank ließ. Man würde sich für die freundlichen Damen und Herren noch Englischkurse wünschen, 80 % sprechen nur Spanisch.

Zauberhaft ist die Altstadt von Cartagena de Indias. Sie steht zu Recht unter dem Schutz der UNESCO und soll die schönste und größte Altstadt des amerikanischen Kontinents sein. Es gibt eine grossteils erhaltene Stadtmauer, auf der man aufs Schönste flanieren kann und den Blick über die Dächer und auf das Karibische Meer genießen. Die Gassen und Plätze sind weihnachtlich geschmückt und überaus belebt. Viele Brautpaare haben den Ort als den Platz für ihre Hochzeit auserkoren und Touristen lassen sich in Pferdekutschen herumfahren.

An manchen Orten gibt es Musik-, Tanz- und Schauspieldarbietungen zu bewundern. Die Cafés und Restaurants haben ihre Stühle und Tische ins Freie geschafft. Ich sitze gerne auf dem Plaza Santo Domingo.

Die Stadt wurde 1533 von Pedro de Heredia gegründet und war der Hafen für die spanische Flotte, die zweimal jährlich aus Sevilla und Cadiz einlief, Waffen, Rüstungen, Werkzeug, Textilien und Pferde mitbrachte und Gold, Silber, Perlen und Edelsteine mitnahm. Nach Überfällen von Francis Drake 1585 wurde die 11 km lange Wehrmauer, die Bastion San Felipe und die beiden vorgelagerten Forts San José und San Fernando gebaut.

Viele der zahlreichen Klöster und Kirchen stammen auch aus dieser Zeit.

Das Klima ist wunderbar mit einer Brise aus Nordost, die die hohen Temperaturen mildert, es ist kein Wölkchen am Himmel und das Wasser im Pool und im Meer warm. In der Altstadt gibt es viele schöne Geschäfte. In einem erstand ich eine weiße Leinenhose, die ich in ganz München vergeblich gesucht hatte. Auch an Restaurants gibt es keinen Mangel, von der Pizzeria, einfachen Gaststätten und dem Hard Rock Cafe bis zu Luxustempeln. Das exotischste Gericht war für mich eine Rindssuppe mit Kochbananen und Reis.

Bogota

6. Tag: Nach fünf Tagen an der Küste flog ich am frühen Nachmittag mit LATAM COLOMBIA nach Bogota in 2640 m Höhe. Der Empfang im Park Inn war überaus freundlich, auch der Direktor stellte sich vor. Ich bekam für wenig Geld eine schöne Suite mit Dachterrasse im 6. Stock und viele nützliche Auskünfte. Das Hotel liegt in einem Geschäftsviertel mit internationalen Firmen und in der Nähe eines Platzes mit mehreren Restaurants und einem Einkaufszentrum.

7. Tag: Ich gehe zu Fuß zur Station „Virrey“ der TransMilenio Buslinie. Wie in Quito und Kapstadt gibt es hier ein Bussystem mit eigenen Fahrspuren und geschlossenen Stationen. In Bogota gibt es noch eine zusätzliche Fahrspur für Expressbusse, die Stationen auslassen. Ich fuhr bis zur Endstation Aguas unterhalb der Bahnen nach Monserrate. Die Wallfahrtskirche thront auf 3152 m Höhe und wird mit einer Standseilbahn und einer Kabinenbahn angefahren. Ich nehme bergauf die Standseilbahn. Von oben habe ich einen großartigen Blick über die 8-Millionen-Stadt und auf die Berge der Andenkette im Osten und Süden.

Bergab nutze ich die Kabinenbahn und bummle anschließend durch die Altstadt La Candeleria und das Regierungsviertel. Das kulturelle Leben wurde von drei großen katholischen Orden, den Dominikanern, Franziskanern und den Jesuiten geprägt. Das Kloster Stanta Clara, erbaut 1619 – 1630, hat einen vergoldeten Hochaltar und ist mittlerweile ein staatliches Museum.

8. Tag: Ich deponiere meinen Koffer im Hotel und fahre erneut mit den TransMilenio-Bussen in die Innenstadt. Das Botero-Museum zeigt zahlreiche Plastiken und Gemälde des kolumbianischen Künstlers, sowie Plastiken von Max Ernst und Henry Moore, Gemälde und Zeichnungen von Pablo Picasso, Max Beckmann, Marc Chagall, Claude Monet und anderen. Das Goldmuseum mit präkolumbianischen Ausstellungsstücken und dem Inka-Gold ist hochinterressant.

Am Abend fliege ich mit Lufthansa über Frankfurt zurück nach München.

Die Reise durch die drei Länder war überaus angenehm, alle Taxifahrer, Kellner und Rezeptionisten rechneten korrekt ab, niemand war aufdringlich und selbst am Strand gab es keine fliegenden Händler. Der Eintritt zu den Sehenswürdigkeiten und Museen war sehr preiswert, oft auch frei.

Service Kolumbien:
Radisson Cartagena Ocean Pavillon Hotel EZ mit Frühstück ab 125 €, zum Flughafen 3 km, zur Altstadt 7 km
Madisson Inn (ehem. Park Inn) EZ ab 54 € mit Frühstück
TransMilenio Bogota einfach 0,65 €
Bergbahn Monserrate S.A. Berg- und Talfahrt 3 €
Museo del Oro Eintritt 1,20 € – Sonntags frei
Flüge München – Bogota – München mit Lufthansa ab 795 €, Bogota – Panama – Quito – Panama – Cartagena mit COPA ab 302 €, Cartagena – Bogota mit LATAM Colombia ab 67 €

Diese Reise fand im November/Dezember 2014 statt. Ich bin allein gereist.

Meine Bewertungen auf Tripadvisor:

 * = heute Madisson Inn  // Alle Tarife Stand 08/2017

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Weitere Berichte aus Südamerika auf meiner Website:

 

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