Andalusien – Klassische Rundreise

Eine der herrlichsten Touren in Südeuropa führt durch Andalusien nach Granada, Cordoba, Sevilla und Cádiz, an die Costa de la Luz und die Costa del Sol.

Anreise:

1.  Tag – 137  km: Wir landen am Nachmittag mit Air Berlin in Malaga und holen unseren kleinen Mietwagen, einen Hyundai i 10, bei Europcar ab. Auf der Autobahn geht es flott ins Gebirge hinauf nach Granada. 

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Granada Andalusien

Mit dem Fahrzeug zu unserem Hotel Melia in der Innenstadt nahe der „Calle Reyes Católicos“ zu kommen ist nicht einfach, durch die vielen Baustellen, Sperrgebiete und Straßen, die nur für Bus und Taxi freigegeben sind. Wir stellen unseren Wagen in der Parkgarage am „Plaza Puerta Real“ ab und rühren ihn während unseres Aufenthalts in der Stadt nicht mehr an. Außerdem melden wir das Kennzeichen an der Rezeption, da dann die Einfahrgenehmigung in die Innenstadt nachträglich erteilt wird.

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Löwenhof der Alhambra in Granada - Andalusien

Service Anreise nach Andalusien:
Flug mit Lufthansa von München nach Malaga und zurück ab 165 € inkl. Handgepäck
Mietwagen Europcar für 9 Tage, Kat. Kleinwagen (Hyundai i 10) ab 304 €
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Sunny Cars – Mietwagen in 140 Ländern an 8.000 Stationen – gegründet 1991.

Granada

2. Tag: Heute Vormittag ist es recht kühl. Bei blauem Himmel starten wir zu einem Stadtrundgang. Zunächst besichtigen wir die „Capilla Real“ mit dem beeindruckenden Hochaltar und den Grabmälern der Rückeroberer Granadas, Königin Isabella von Kastilien und König Ferdinand von Aragon

Capilla Real in Granada - Andalusien

und Ihrer Tochter Johanna der Wahnsinnigen und ihrem Gatten Phillip dem Schönen, sowie ihrem kleinen Sohn Miguel da Paz. Noch vor der erfolgreichen „Reconquista“ von Granada und Andalusien im Jahr 1492 hatten sich die Herrscher ihre Grablege eigentlich in Toledo im „Kloster San Juan de los Reyes“ errichten lassen.

Madraza in Granada - Andalusien

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Gleich daneben befindet sich die Kathedrale und die Madraza, eine Hochschule aus maurischer Zeit, 1349 von Yusuf I. gegründet. Auf dem Rückweg ins Hotel sehen wir uns die einzig erhaltene Karawanserei Andalusiens aus dem Jahr 1336 an. An der schönen „Plaza del Carmen“ steht das Rathaus und ein paar Schritte weiter das Denkmal von Königin Isabella, wie sie Christoph Kolumbus empfängt.

Alhambra Granada - Andalusien

Für  den Nachmittag haben wir im Internet Karten für die Alhambra gebucht. Mit dem kleinen Stadtbus fahren wir von der Stadt hinauf zum Haupteingang. Dort warten schon Menschenmassen auf die Öffnung um 14 Uhr. Die Alhambra ist eine Kasbah, die als eines der bedeutendsten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst gilt.

In der Alhambra - Andalusien

Sie ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und gehört seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Jahr 1238 verlegte der erste Nasridenherrscher seine Residenz von Jaen nach Granada.

In der Alhambra - Andalusien

Die Burganlage ist etwa 740 Meter lang und bis zu 220 Meter breit. Höhepunkte unserer Besichtigung sind die alte Festung Alcazaba, der wunderbare Nasriden-Palast mit dem Löwenhof und die im Osten vorgelagerten Gärten mit der Sommerresidenz Generalife.

Generalife in der Alhambra - Andalusien

Im Hintergrund erheben sich die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada bis auf 3482 Meter Höhe. Das Wetter bleibt schön, was wir vom nächsten Tag nicht sagen können.

In der Alhambra - Andalusien

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Service Granada:
Hotel Melia Granada DZ ab 98 € inkl. Frühstücksbuffet
Parkhaus Plaza Puerta Real 18 € pro 24 Stunden
Capilla Real Eintritt 5 €
Alhambra Eintritt 14 € / Stadtbus 1,40 € einfach
Baeza - Andalusien
Baeza und Ubeda

3. Tag – 140 km: Es regnet auf der Fahrt durch die Sierra Alta Coloma, so dass wir die Besichtigung der Stadt  Jaen auslassen. Ein Kleinod ist das geschlossene Altstadtensemble von Baeza im Stil der Renaissance mit dem  „Alten Schlachthaus“, dem „Stadtschreiberhaus“,  der „Alten Universität“ und der Kathedrale Santa Maria.

Baeza - Andalusien

Die Stadt steht unter UNESCO Weltkulturerbe. Wir haben Glück und erwischen gerade eine Regenpause für unseren Rundgang.

Unser Tagesziel ist Úbeda, ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe mit über 70 Stadtpalästen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Ubeda

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In der Zona Monumental liegt auch unser „Hotel Rosaleda de Don Pedro“. Da es draußen kalt ist, sind wir recht froh um die gut geheizten Räume in diesem ehemaligen Stadtpalast. Diesen Komfort hatten die adligen Erbauer sicher noch nicht. Wir spazieren durch das hübsche Städtchen. Das Abendessen im Hotel ist sehr gut, der Service nett und das Ambiente stimmig. Ungewohnt ist für uns die späte Essenszeit.

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Service Úbeda:
Sercotel Rosaleda de Don Pedro DZ ab 65 € inkl. Frühstücksbuffet
Autobahngebühr Malaga – Úbeda 3,30 €

Olivenhaine bei Ubeda

4. Tag – 285 km. Am Morgen lacht schon wieder die Sonne vom Himmel und sie soll uns heute bei Höchsttemperaturen über 20° treu bleiben. Wir fahren durch das größte Olivenanbaugebiet der Welt, in Andalusien wird mehr Olivenöl produziert als in der restliche EU zusammen.

Alte Römische Brücke - Cordoba - Andalusien

Cordoba

In Cordoba finden wir auf Anhieb einen kostenfreien Parkplatz direkt am „Torre de la Calahorra“ und so müssen wir nur den Guadalquivir auf der alten Römischen Brücke zu Fuß überqueren, um zur berühmten Kathedrale mit ihren über

Kathedrale von Cordoba - Andalusien

800 Säulen im Innenraum zu gelangen. Das Gebäude wurde ab 784 als Moschee auf den Grundmauern der Kirche San Vicente erbaut und von 1523 – 1607 wieder in eine Kirche umgebaut. Der große Innenhof mit Kreuzgang ist mit Palmen und Orangenbäumen bestanden.

Stadtmauer von Cordoba - Andalusien

Nach einigen Tapas in einem urigen Restaurant und einem Spaziergang durch die engen Gassen des Judenviertels sonnen wir uns noch auf der Terrasse eines Cafes in der Nähe des Flusses.

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Flussabwärts liegt

Sevilla.

Wir wohnen im modernen Hotel Ayre in der Nähe des Bahnhofs Santa Justa, wo die Hochgeschwindigkeitszüge AVE aus Madrid ankommen.

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Parque de Maria Luisa - Sevilla - Andalusien

5. Tag: Wir fahren wir mit dem Stadtbus zum „Parque de Maria Luisa“ mit den Gebäuden zur Ibero-Amerkanischen Ausstellung von 1929. Man kann sich mit Kutschen durch den Park oder auf Gondeln über das Becken am Plaza de Espana fahren lassen. Wir besichtigen das Archäologische Museum mit dem Goldschatz von „El Carambolo“ der Tartessos-Kultur aus dem 8. Jahrhundert vor Christus.

Plaza de Espana - Sevilla - Andalusien

Die Temperatur erreicht jetzt am späten Vormittag schon 25°. Wir laufen durch die Alte Tabakfabrik, in der einst 12.000 Arbeiterinnen Zigarren drehten. Heute befindet sich hier die Universität. Im feudalen „Hotel Alfonso XIII.“ wird gerade die Präsentation des neuen Audi R8 im Rahmen der „Sevilla Speed Days“ vorbereitet.

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Wir gelangen zum Real Alcazar und zur Kathedrale, der größten gotischen Kirche Spaniens, erbaut von 1401 bis 1519. Im Inneren befindet sich das Grab von Christoph Kolumbus. Nach einer sonnigen Mittagspause an der Nordseite der Kathedrale

in einem Café bei Tapas und einem Gläschen Wein, besuchen wir das „Archivo General de Indias“ mit einer interessanten Sonderausstellung mit Originaldokumenten zur Unabhängigkeit der ehemaligen spanischen Kolonien um 1810. Das Archiv, die Kathedrale und der Alcazar gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.

Vom Goldturm aus werfen wir noch einen Bick auf den Fluss.

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Service Cordoba / Sevilla:
Kathedrale von Cordoba Eintritt 10 €
Hotel Ayre Sevilla DZ ab 91 € inkl. Frühstücksbuffet
Kathedrale von Sevilla Eintritt 8 €
Real Alcázar Sevilla Eintritt 11,50 €
Archäologisches Museum und Archivo de Indias Eintritt frei
Bonanza, Chipiona, Jerez und Puerto de Santa Maria

6. Tag – 200 km: Heute ist Generalstreik. Davon bemerken wir auf unserer Fahrt Richtung Süden nichts.

Wir erreichen den kleinen Fischereihafen Bonanza an der Mündung des Guadalquivir in den Atlantik. Hier brachen die fünf Schiffe von Magellan zu ihrer Weltumsegelung im Jahr 1519 auf, nur ein Schiff kam 1521 zurück. Christoph Kolumbus startete hier zu seiner 3. Reise.

In Chipiona mit seinem imposanten 69 Meter hohen Leuchtturm machen wir Mittagspause bei „Gambas al Ajillo“. Danach in Jerez de la Fontera, fahren wir am Alcazar vorbei zum Sherry-Abfüller Sandeman. Hier und bei der „Königlich Andalusischen Reitschule“ stehen wir vor verschlossenen Türen.

In Puerto de Santa Maria besichtigen wir den Brunnen, von dessen Wasser die königlich spanischen Galeeren vor ihrer Abfahrt von Andalusien nach Mittel- und Südamerika ihre Fässer auffüllten. Hier brach Kolumbus zu seiner 2. Reise auf.

Costa de la Luz und Cádiz

Wir fahren weiter an die Costa de la Luz ins Hotel „Iberostar Royal Andalus“. Die großzügige Anlage liegt direkt hinter den Dünen am Atlantik.

Wie schon im Frühjahr in Dalmatien, sind wir mit dieser Hotelkette wieder sehr zufrieden. Es gibt ein formidables Abendbuffet mit gegrillten Langusten und ein umfangreiches Frühstücksbuffet.

7. Tag – 136 km: Heute geht es nach Cádiz, wieder bei herrlichem Wetter. Die Inselstadt war schon vor 3.200 Jahren von den Phöniziern besiedelt. Zunächst besichtigen wir die Festung Santa Catalina aus dem späten 16. Jahrhundert. Heute befindet sich in den Gemäuern eine historische Ausstellung und saisonale Kunst- und Handwerksausstellungen.

Im Mercato Central wird vor allem fangfrischer Fisch angeboten. Am „Plaza de las Flores“ gönnen wir uns in der Sonne einen „Cafe Cortado“ und einen „Zumo de Manzana“.

An der Kathedrale vorbei und durch die Einkaufsgasse Pelota gelangen wir zu einem weiten Platz, der sich zum Hafen hin öffnet. Rechter Hand steht das Rathaus der Stadt mit seinen Ionischen Säulen und einem hübschen Turm.

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Durch die Puertas de Tierra verlassen wir die Stadt und fahren an Novo Sancti Petri vorbei bis zum Cabo de Trafalgar, wo Lord Nelson mit der Royal Navy seine Seeschlacht gegen die spanisch-französische Armada gewann, dabei aber am 21. Oktober 1805 sein Leben verlor.

Heute ist das Kap mit seinem Leuchtturm, der Dünenlandschaft und den starken Winden ein Lieblingsplatz der Kite-Surfer. Zurück in unserem Ferienort Novo Sancti Petri fielen uns umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und Absperrungen insbesondere im benachbarten Melia Hotel auf: Guardia Civil, Wagen mit Kameras, Squad- und Reiterpatrollien am Strand.

Auf Nachfrage erfahren wir, dass in Cadiz von Donnerstag Abend bis Samstag der 22. Ibero-Amerkanische Gipfel mit 16 Staatschefs (u.a. Dilma Rousseff, Daniel Ortega, Evo Morales und Felipe Calderón), der Königsfamilie und dem EU-Kommissionspräsident Barroso statt findet. Im Melia sollen Kronprinz Felipe und seine Gattin, sowie der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos untergebracht sein.

In unserem Hotel übernachten heute hauptsächlich Journalisten, Fotoreporter, Fahrer und Sicherheitsleute. Für die Urlauber im Haus gibt es heute Abend eine schöne Flamenco-Show auf der Hotelbühne.

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Service Costa de la Luz:
Hotel Iberostar Royal Andalus  DZ ab 126 € inkl. Halbpension
Autobahngebühr Sevilla – Cádiz 7,30 €
Tarifa und Gibraltar

8. Tag – 200 km: Wir fahren weiter nach Tarifa an der Südspitze Spaniens, der windumtosten Festung an der geografischen Grenze von Atlantik und Mittelmeer. Nach Afrika sind es von hier über die Straße von Gibraltar nur noch 14 Kilometer. Tarifa ist eine der Topreviere für Windsurfer. Es geht weiter zum Übergang nach Gibraltar.

Den Mietwagen müssen wir auf dem Parkplatz in Andalusien stehen lassen. Mit ihm dürfen wir nicht in das seit 1704 von Großbritannien beanspruchte Gebiet. Es geht erst zu Fuß über die Grenze und dann mit dem Doppelstockbus weiter. Das britische Überseegebiet besteht aus einem 426 m hohen Felsen und einer hässlichen Stadt, offensichtlich ohne jede Bauvorschriften.

Es gibt Bobbies mit Helm, rote Telefonhäuschen, graue „Litter-Boxen“, Marks & Spencer und English Breakfast. Die einzige Zufahrtsstraße kreuzt die Lande- und Startbahn des Flughafens und so werden wir von der Besucherterrasse aus Zeuge, wie sie, während die British Airways Maschine nach London startet, gesperrt wird.

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Costa del Sol – Puerto Banus bei Marbella

Unser heutiges Ziel ist das Hotel „Melia Puerto Banus“ in Marbella, ein elegantes Hotel an der Costa del Sol. Am Abend hat es hier um 21 Uhr noch 18°.

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Ronda und das „Weiße Dorf“

9. Tag – 140 km. Unser letzter Tag in Andalusien wird etwas regnerisch. Trotzdem fahren wir hinauf in die Berge nach Ronda.

Im netten „Restaurant Pedro Romero“ machen wir Mittagspause mit Blick auf die Schlucht El Tajo, die die Stadt teilt. Über die Schlucht führt die „Puente Nuevo“. In Ronda wurde die Corrida in ihrer heute gültigen Version erfunden und in der Neustadt steht auch die älteste

Stierkampfarena von Andalusien, eröffnet 1785 mit einem Auftritt von Pedro Romero.

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Ein Abstecher führte uns noch weiter ins Gebirge hinein zum „Weißen Dorf“ Setenil. Die Häuser sind weiß getüncht und teilweise in Felsüberhänge hineingebaut.

Am Abend zieht es uns zum mondänen Yachthafen von Puerto Banus.

Service Gibraltar und Costa del Sol:
Stadtbus Gibraltar Tagespass 3,30 €
Hotel Melia Puerto Banus DZ ab 148 €
Autobahngebühr in Andalusien: Algeciras – Malaga 6,60 €

Porto Banus - Andalusien

10. Tag – 52 km: Heute fahren wir mit unserem Mietwagen nach dem Frühstück zum Flughafen in Malaga und fliegen mit Umsteigen in Palma de Mallorca zurück nach München.

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Auch Direktflüge nach Sevilla (SVQ) hier buchbar 

Fazit: Mit etwas Wetterglück ist diese Tour durch Andalusien auch noch im Spätherbst ein Erlebnis.

Diese Reise fand im November 2012 statt. Ich reiste mit meiner Frau. Tarifstand: Mai 2018.

Ronda - Andalusien

Meine Bewertungen in Andalusien:

Weitere Berichte aus Spanien und Portugal auf meiner Website:

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