Die Hallertau ist von zahlreichen Wander- und Radwegen durchzogen. Zwischen den sanften Hügeln mit ihren grünen Hopfengärten liegen Wasserschlösser, alte Wehrkirchen und das Wittelsbacher Hauskloster Scheyern mit seinen wertvollen Kunstschätzen. Ein Besuch des Deutschen Hopfenmuseums in Wolnzach rundet den Besuch dieser Region ab.
.
Version 2026. Diesen Beitrag gibt es hier auch zum Hören (Podcast – MP3):
.
.
35 Kilometer nördlich von München liegt
.
das Schloss Hohenkammer.
.
Hier starten wir unseren Ausflug durch die Hallertau. An diesem Ort siedelten sich ab 1042 für fünf Jahrhunderte die Herren von Kamer an, die zunächst in Diensten der Grafen von Scheyern standen. Im Jahr 1551 wechselte der Besitzer: Georg von Haslang, fürstlicher Rat und Statthalter zu Ingolstadt, bekam das Edelgut Hohenkammer samt den zehendpflichtigen Untertanen, den ausgedehnten Wiesen, Äckern und Wäldern samt Jagd- und Fischrechten.
.
Aus der alten Burg wurde ein Wasserschloss und nach einem Brand 1648 entstand schließlich das heutige Renaissance-Schloss mit vier Erkertürmchen an den Ecken, dem großen Uhrturm über der Einfahrt und dem schönen Innenhof mit luftigen Laubengängen. Die von Haslangs blieben 250 Jahre.
.
Heute ist Schloss Hohenkammer in Besitz der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, die das Schloss 2007 aufwendig sanieren ließ und dort durch die Schloss Hohenkammer GmbH ein Hotel mit Tagungszentrum und drei Restaurants betreibt.
.
Schloss Hohenkammer – Gutshof und Atrium
Zum Schloss gehört das Gut Eichethof, das schon seit 1993 Mitglied bei Naturland e.V. ist. Das Gut gehört deutschlandweit zu den größten Erzeugern von ökologisch zertifiziertem Saatgut. Die weitere Bewirtschaftung richtet sich am Bedarf des Schlosses aus. Neben einer Mutterkuhherde der Rasse Deutsch-Angus leben Schwäbisch-Hällische Landschweine und Geflügel auf dem Hof. Das Fleisch wird in der Gastronomie von Schloss Hohenkammer verarbeitet, ebenso das hofeigene Gemüse und die Kräuter. Eigene Speiseöle, Essige, Honige und Obstbrände werden direkt vermarktet.
.
Die Brücke über die Glonn mit der Statue des Heiligen Nepomuk bringt uns zurück zur Bundesstraße 13, die Ingolstadt mit München verbindet und in Nord-Süd-Richtung durch die Hallertau führt. Fünf Kilometer nördlich befindet sich
.
das Wasserschloss Reichertshausen
.
an einem anderen Fluss, der Ilm. Die Burg mit Ursprüngen aus dem 11. Jahrhundert wurde im 16. und 17. Jahrhundert in ein dreiflügeliges Wasserschloss im spätgotischen Stil umgebaut. Joseph von Weichs ließ im Jahr 1714 die Schlosskapelle zu den Vierzehnheiligen und den Kapellensaal errichten. Das Schloss ist in Privatbesitz und nur für Konzerte und Veranstaltungen zugänglich. Neben dem etwas vernachlässigten Schlossgarten im englischen Stil befindet sich ein Golfplatz und eine Reitanlage. Drei Kilometer weiter liegt
.
die ehemalige Stiftskirche von Ilmmünster
auf einer kleinen Anhöhe über dem Tal der Ilm. Anstelle einer Vorgängerkirche aus karolingischer Zeit entstand im 13. Jahrhundert dieses romanische Gotteshaus für ein weltliches Chorherrenstift. 1492 verlegte Herzog Albrecht IV. dieses Kollegiatstift an die neu erbaute Frauenkirche zu München, der Ilmmünster bis zur Säkularisation im Jahr 1803 unterstand.
.
Chorgestühl und Kanzel
Das frühgotische Chorgestühl stammt aus dem Jahr 1320, der Hochaltar wurde erst 1880 angefertigt, enthält aber ältere Kunstwerke aus dem späten 15. Jahrhundert, wie vier goldene Schnitzreliefs von Erasmus Grasser (1450-1518)
.
und zwölf Bildtafeln von Jan Polack (1450-1519). In der Krypta ist der Heilige Arsatius begraben, dem die Kirche geweiht ist. Bei Grabungen wurden mehrere Chorschrankenfragmente der karolingischen Vorgängerkirche gefunden, die in der Archäologische Staatssammlung in München ausgestellt sind.
.
Grab des Heiligen Arsatius in der Krypta
Das geistige, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Hallertau war über viele Jahrhunderte
.
das Kloster Scheyern.
.
Es liegt fünf Kilometer westlich von Ilmmünster.
.
Die Geschichte des Klosters:
Haziga von Dießen, Stammmutter der Wittelsbacher, heiratete in zweiter Ehe Otto I. Er wurde um 1020 geboren und war Graf von Scheyern und Vogt von Freising. Er ist der älteste eindeutig belegbare Vorfahre der Wittelsbacher. Nach seinem Tod stiftete Haziga das Benediktinerkloster Bayrischzell; 1077 wurde dort eine Kirche gebaut. 1085 siedelte das Kloster nach Fischbachau um wegen der dort günstigeren Lebensbedingungen.
Klosterkirche St. Martin in Fischbachau
Heute zeugt dort noch das „Martinsmünster“ von der Mönchsgemeinschaft. Als die Burg Glaneck auf dem Petersberg im Tal der Glonn frei wurde, konnten die Benediktiner im Jahr 1104 dorthin weiterziehen.
romanische Basilika auf dem Petersberg
Das Kloster bestand dort allerdings auch nur 16 Jahre. Im Jahr 1119 zog Graf Otto V. von Scheyern in die schon seit mehr als 100 Jahren vorhandene Burg Wittelsbach um, baute sie aus und nannte sich selbst fortan Graf Otto V. von Wittelsbach.
.
Die Gemäuer in Scheyern waren durch den Umzug frei geworden und wurde zur dauerhaften Bleibe für die Benediktiner. Graf Otto V. bestimmte Scheyern danach als sein Hauskloster und unterstützte weiterhin die Mönche. Das Kloster war bis 1252 Familiengrabstätte der Wittelsbacher. Im 13. Jahrhundert war das Kloster für seine Mal- und Schreibstube bekannt. Während der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgehoben und die Gebäude verkauft, aber schon 1838 wurde das Kloster von König Ludwig I. von Bayern als Propstei neu installiert und 1842 zur Abtei erhoben.
.
Die Landwirtschaft und Gastronomie von Kloster Scheyern.
Bis heute ist das Kloster Scheyern ein wichtiger Wirtschaftsbetrieb in der Hallertau, es blickt auf 900 Jahre Landwirtschaft zurück. Etwa 500 Meter westlich der Klosteranlage liegt am Fuße des Klosterberges das Klostergut Prielhof, umgeben von Feldern und Wiesen.
Der Prielhof diente von 1990 bis 2015 als Versuchsgut der TU und des Helmholtz Zentrums München. Strategien für eine nachhaltige Nahrungsproduktion, Erzeugung gesunder Pflanzen in intakter Natur sowie Hintergründe des Klimawandels und dessen Folgen standen hierbei im Fokus.
Die Lebensmittelproduktion im Kloster entwickelt sich ab 2016 sehr gut und wird seitdem gemäß den Richtlinien des Anbauverbandes „Naturland“ ökologisch betrieben. Rund um den Prielhof werden Weizen, Roggen, Dinkel, Kartoffeln, Soja- und Ackerbohnen, Erbsen, Sonnenblumen und Futterklee angebaut.
Auf den Weideflächen grasen ca. 200 Thüringer Waldziegen, eine widerstandsfähige, aber gefährdete Rasse. Mit ihnen widmen sich die Benediktiner dem Erhalt und der Steigerung der Artenvielfalt auf den Klosterweiden. Etwa die Hälfte der Ziegen verbringt den Sommer auf der Geitauer Alm bei Bayrischzell. Die Pinzgauer Rinder mit ihrer braunen Grundfarbe und den markanten Weißzeichnungen zählen zu den schönsten Rinderrassen der Welt. Zudem sind sie für ihre gute Fleischqualität bekannt, das typische Rindfleischaroma garantieren Genuss. 440 Legehennen leben in einem der beiden mobilen Hühnerställe die regelmäßig versetzt werden, so dass ihnen immer eine frische Wiese für den täglichen Auslauf zur Verfügung steht, zudem werden saisonal zwischen 100 und 200 Gockel als Masthähnchen gehalten.
Die Klostermetzgerei gehört zu den wenigen Betrieben, die noch selbst schlachtet und das Vieh ausschließlich von benachbarten bäuerlichen Betrieben oder dem eigenen Klostergut bezieht. Auch die Eier sind hier erhältlich. Zusätzlich wird ein Teil der Eier zu Nudeln verarbeitet und ebenso in der Metzgerei wie auch im Hofladen vermarktet
.
Auch die Klosterbrauerei baut auf eine starke Verwurzelung in der Region. Der Hopfen für die Klosterbiere wächst im Gemeindegebiet Scheyern und teilweise sogar auf eigenen Flächen des Klosters. Regionale und saisonale Bierspezialitäten der Brauerei findet man im Umfeld des Klosters und in ausgewählten Gasthäusern der Region. Seit der Klostergründung brauen die Mönche in Scheyern Bier.
Teichwirtschaft – Kloster Scheyern
Das neueste Projekt ist die Hofkäserei. Hier wird die Milch der Ziegen zu Käse verarbeitet und im eigenen Hofladen auf dem Prielhof vermarktet. Daneben widmet sich das Kloster der Teich- und Forstwirtschaft.
Klosterhof
Um seine Aufgaben im Bildungs- und Seelsorgebereich finanziell ausüben, sowie die monumentale Klostererlange erhalten zu können, unterhält die Klostergemeinschaft noch weitere Wirtschaftsbetriebe, wie z.B. den Klosterladen, die Klosterschenke samt Bräustüberl, Biergarten und Hotel, sowie ein Tagungs- und Gästehaus.
Westeingang ins Kloster
Im Inneren des Klosters.
Die spätromanische Abteikirche wurde 1215 geweiht. Zwischen 1768 und 1770 wurde der Innenraum nach der Mode dieser Zeit im Stil des Spätrokokos umgestaltet. Davon blieben Stuckarbeiten des Wessobrunner Meisters Ignaz Finsterwalder, Fresken von Johann Georg Dieffenbrunner
und der Hochaltar mit dem Gemälde „Mariä Himmelfahrt“ von Christian Wink erhalten. Am Choreingang stehen links der Heilige Erasmus und rechts der Heilige Bonifaz aus der Werkstatt von Meister Ignaz Günther.
Heiliger Bonifaz aus der Werkstatt von Ignaz Günther
Die Madonnenfigur des Marienaltars wird ins Jahr 1467 datiert und stand wohl früher auf dem alten Hochaltar. Davor sehen wir ein schön gefertigtes Taufbecken mit einem Deckel, auf dem Jesus und der Heilige Johannes stehen.
Marienaltar mit Taufbecken
Der Tabernakel, eingearbeitet im unteren Teil des Altars der Heiligkreuzkapelle, birgt Scheyerns größten Schatz, eine Reliquie vom Kreuz Christi, die in der Kreuzzugszeit die Grafen von Dachau an sich brachten und die mit dem Leichnam des Letzten ihres Geschlechts um 1180 endgültig nach Scheyern kam.
Um 1735 wurde die Kapelle im Barockstil zur Aufbewahrung und Verehrung des Scheyerer Kreuzes in die Abteikirche eingebaut und wenig später von Wessobrunner Stuckateuren im Stil des Rokokos umgestaltet.
Eine Tür führt in den Kreuzgang, dem Zentrum des Klosters. Über ihn sind die einzelnen Teile des Klosters miteinander verbunden. Mit der Zeit wurde er mit Fenstern versehen und im 16. Jahrhundert spätgotisch eingewölbt. von da an bis zum Jahr 1937 war der Kreuzgang die Begräbnisstätte des Klosters.
König Stephan von Ungarn und die bayerische Prinzessin Gisela
Die gotische Königskapelle wird so genannt, weil hier der Überlieferung nach 996 die denkwürdige Verlobung von König Stephan von Ungarn mit der bayerischen Prinzessin Gisela, der Schwester Kaiser Heinrichs II., stattgefunden haben soll. Dazu gibt es an der Wand eine Gedenktafel der Bürger von Esztergom.
Grablege der frühen Wittelsbacher
Die Johanneskirche diente als Versammlungsraum des Klosters und wird daher auch „Kapitelkirche“ oder „Chorkapelle“ genannt. Sie ist außerdem die Grablege folgender Wittelsbacher aus dem 12. und 13. Jahrhundert:
Otto I. (Herzog von Bayern, 1117–1183) und seiner Frau Agnes von Loon.
Otto (Sohn Ottos I., 1169–1181),
Ludwig I. der Kelheimer (Herzog von Bayern, Sohn Ottos I., 1173–1231),
Otto II. der Erlauchte (Herzog von Bayern, Sohn Ludwigs I., 1206–1253) und seiner Frau Agnes von Hannover.
In der Johanneskirche ist zudem der „Scheyerer Fürstenzyklus“ zu sehen, eine Serie von 20 Fürstenbildern aus dem Jahr 1382, die die Geschichte des Hauses Scheyern bzw. Wittelsbach zeigt.
Abteikirche Kloster Scheyern
Jetzt sind es noch 7 Kilometer bis zur
Kreisstadt Pfaffenhofen an der Ilm,
dem zentralen Verkehrsknotenpunkt der Hallertau mit Haltepunkt der Regionalexpress-Linie RE 1 und dem nahen Autobahndreieck „Holledau“ mit den Autobahnen A9 und A 93.
Jetzt folgt ein Hopfengarten dem nächsten, auch sehr gut zu sehen von der ICE-Strecke und von der Autobahn aus.
Elf Kilometer nördlich liegt
Rohrbach mit einer Wehrkirche, einem Schloss und einer Tafernwirtschaft
im alten Ortskern.
Die Kirche St. Johannes der Täufer ist im Kern romanisch. Der massive quadratische Turm weißt eine mächtige Wandstärke von 1,70 m auf. Das Gotteshaus wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gotisiert, indem beispielsweise der Turm durch einen in dieser Zeit typischen Zinnengiebel erhöht wurde. Die umgebende Friedhofsmauer stammt aus dem späten 17. Jahrhundert.
Ein wesentlicher Bestandteil des farblich abgestimmten Ensembles ist das dreigeschossige Schloss. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Schloss neu errichtet. Der Bau wurde 1734 mit einem hohen barocken Schweifgiebel vergrößert.
Im Jahr 1816 erwarb Alois Koch, der königlicher Finanzdirektor des Innkreises war, das Anwesen. Er wurde 1817 durch den bayerischen König Max I. Josef als „Alois Edler von Koch auf Rohrbach und Sünzhausen“ geadelt. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ Franz Edler von Koch das Schloss instand setzen. Auf Anraten des Architekten Gabriel von Seidl ließ er es in den früheren Farben hellgelb und rot anstreichen. Die „Edlen von Koch auf Rohrbach“ besitzen das Schloss bis heute.
Die Ausstattung des Schlosses ist nahezu unverändert. Bemerkenswert sind unter anderem der Ahnensaal, sowie prunkvolle Kachelöfen. Über Jahrhunderte hinweg haben die Eigentümer all die historischen Tapeten, Möbel, Porträts und Büchern liebevoll erhalten. Nur selten werden Besucher durch das Baudenkmal geführt. Im Ostflügel der Schlossanlage im Bereich mit den Wirtschaftsgebäuden befindet sich noch eine barocke Hopfendarre.
Leider wurde die benachbarte stattliche Tafernwirtschaft „Zum Alten Wirt“ aufgegeben. Zur Zeit wird das Haus von den Dorfbewohnern selbst in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege saniert um wieder einen zentralen Treffpunkt für das Dorfleben zu bekommen.
Jetzt stoßen wir ins Herz der Hallertau vor. Nur fünf Kilometer östlich liegt Wolnzach mit dem Deutschen Hopfenmuseum.
Deutsches Hopfenmuseum – Wolnzach
Das Hopfenland Hallertau
ist mit 2.400 km² das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Hier wurden 2016 rund 86 % des deutschen und rund 34 % des weltweit verarbeiteten Hopfens produziert. Die Hallertau erstreckt sich über Teile der bayerischen Regierungsbezirke Ober- und Niederbayern mit den Landkreisen Pfaffenhofen, Freising, Kelheim, Landshut, Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen.
Die Hallertau ist in Ost-West-Richtung ca. 65 Kilometer breit und erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über 50 km. Die südlichen Begrenzungen der Hallertau entspricht dem Verlauf von Glonn, Amper und Isar, die nördliche Grenze liegt an der Donau. Die rechten Donau-Nebenflüsse Paar, Ilm, die große und die kleine Laber und die Abens durchfließen das Gebiet.
Der Hopfenanbau in der Region ist seit dem 8. Jahrhundert belegt. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war die Region um Spalt bei Nürnberg das Hauptanbaugebiet in Süddeutschland.
Erst durch die Bauernbefreiung im Jahr 1848, die den Bauern vom unfreien Pächter zum freien Eigentümer seines Grundes machte, wurde die Basis für eine moderne Landwirtschaft und damit auch die Voraussetzung für eine Erhöhung der Produktion in der Hallertau geschaffen. So stieg die Erntemenge von 1.500 Zentner im Jahr 1815 auf über 75.000 Zentner 1865.
Seit 1912 ist die Hallertau das größte Anbaugebiet in Deutschland. Auch heute noch wird der Anbau von Hopfen nahezu ausschließlich von Familienbetrieben bewerkstelligt. Lediglich in der Wachstumsphase zum Ausschneiden und „Anleiten“ und während der Ernte werden Helfer aus Osteuropa beschäftigt.
Das Deutsche Hopfenmuseum
inmitten des Marktes Wolnzach ist ein filigraner, preisgekrönter Holzbau, dessen gestalterisches Konzept an einen klassischen Hopfengarten mit seinen schlanken, mit Draht verspannten Holzstützen erinnert. Eine dünne Stahlkonstruktion trägt das leichte, schwebende Holzdach.
Der Besucher wird von einem großzügigen überdachten Vorplatz empfangen und auf das Thema des Museums eingestimmt. Der Innenraum ist eine helle zweigeschossige Halle mit 2.000 m² Fläche für die Dauerausstellung und zusätzlichen Platz für Kunst- und Sonderausstellungen. Der gelungene Entwurf stammt vom Architekturbüro Krug & Partner in München.
Eicher Diesel Oldtimertraktor zur Hopfenernte
Der Kurator hat in jahrelanger Arbeit eine beachtliche Sammlung an Exponaten zusammengestellt, die man seit dem Frühjahr 2005 im Museum anschauen kann. Eine begehbare Hopfendolde empfängt die Gäste zu einer Zeitreise durch die tausendjährige Kulturgeschichte des Hopfens.
Als Heilmittel diente Hopfen vermutlich seit Jahrtausenden. Im Mittelalter entdeckte man ihn als Zutat für das Bier – zuerst vor allem in Norddeutschland. Seitdem erlebte die sehr schnell wachsende Kletterpflanze eine bemerkenswerte Karriere. Das Bayerische Reinheitsgebot von 1516 definierte endgültig, dass im Bier keine andere Pflanze als der Hopfen Verwendung finden durfte.
Der weitere Rundgang gibt Einblicke in den Anbau, die Verarbeitung und Verwendung des Hopfens, der auch als „Grünes Gold“ bezeichnet wird.
Bierbox im Deutschen Hopfenmuseum
Lehrpfade, Wanderwege, Radtouren und touristische Straßen.
Der Hallertauer Lehrpfad über vier Kilometer mit 26 Schautafeln und schönen Ausblicken auf das Flusstal der Wolnzach ergänzt den Museumsbesuch. Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Hallertauer Lehrpfad“ im Edenthal an der Staatsstraße 2549 von Rohrbach nach Wolnzach (direkt am Ortseingang von Wolnzach).
Weitere empfehlenswerte Wanderwege durch die Hallertau finden wir in der Wanderkarte des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm, wie die „Waldluftrunde bei Ilmmünster“, den „Rundweg Sankt Kastulus“ bei Reichertshofen oder den „Keltenweg rund um Scheyern“.
Zahlreiche Radtouren finden sich im Führer „Radllust“, wie die Tour „Hopfen entdecken“ von Wolnzach nach Geisenfeld über 35 Kilometer und die Runde „Kirchen und Klöster Süd“ von Pfaffenhofen über Rohrbach, Scheyern und Ilmmünster zurück nach Pfaffenhofen über 64 Kilometer.
Die Hopfengartentour führt von Mainburg zur St. Nikolauskirche von Attenhofen (Titelfoto) und weiter nach Unterwangenbach und entlang der Abens zurück nach Mainburg. Die 27 Kilometer lange Radrunde wird im Führer „Radfahren, Wandern Hallertau“ empfohlen. Diese vier Broschüren sind kostenlos im Deutschen Hopfenmuseum erhältlich.
Deutsche Hopfenstraße ist die touristische Bezeichnung der ca. 70 Kilometer langen Bundesstraße 301, die durch die Hallertau von Freising nach Abensberg führt.
Werbung – einen Mietwagen ab Ingolstadt hier buchen:
Bei Buchung über diese Links erhalte ich eine Provision – Vielen Dank!
Bereits im 12. Jahrhundert hatte dieser Verkehrsweg Bedeutung für den Handel, die Bezeichnung „Deutsche Hopfenstraße“ führte sie seit 1955.
Die Bayerische Bierstraße, ausgehend von Ingolstadt (Geburtsort des Deutschen Reinheitsgebots) gibt es in verschiedenen Varianten z. B. nach Wolnzach ins Deutsche Hopfenmuseum, nach Neuburg an der Donau zum Renaissance-Stadtschloss oder nach Beilngries ins Brauerei-Museum und zu mehreren lokalen Brauereien.
Spargelanbau am Rand der Hallertau.
Neben dem Hopfen, der praktisch in der gesamten Hallertau produziert wird, ist in einigen Regionen auch der Anbau von Spargel von großer Bedeutung. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen rund um Abensberg, Schrobenhausen und Pörnbach.
Bad Gögging – vom römischen Bad zum modernen Kurort.
Überall in und um Bad Gögging haben die Römer ihre Spuren hinterlassen: Das Kastell Abusina, Teil des UNESCO-Welterbe Limes, und Überreste einer der größten römischen Badeanlagen nördlich der Alpen inspirieren hier bis heute das Kur- und Badewesen.
Denn schon vor 2.000 Jahren wussten die Soldaten von Kaiser Trajan um die heilende Wirkung von Schwefelwasser. Im Römischen Museum für Kur- und Badewesen, in der Römer-Sauna der Limes-Therme und besonders zum Römerfest im Kastell Abusina wird Geschichte lebendig.
Mitten im Kurpark wartet mit dem „Hopfen-Entdecker-Garten“ ein ganz besonderer Ort auf alle, die mehr über das grüne Gold der Hallertau erfahren möchten.
Service Hallertau: Bahnfahrt ICE/IC SuperSparpreis ab Frankfurt Hbf nach Pfaffenhofen an der Ilm 2. Klasse einfach ab 17,99 €, 1. Klasse ab 38,99 €.
Schloss Hohenkammer Hotel – DZ ab 178 € inkl. Bio-Frühstück.
Hotel Schyrenhof im Kloster Scheyern – DZ ab 90 €. Dorint Hotel Marc Aurel Resort**** in Bad Gögging – mit Pool und Wellnessbereich – DZ bei DERTOUR ab 163 € inkl. Frühstück.
.
NH Hotel**** in Ingolstadtbei DERTOUR DZ ab 78 €.
Mietwagen bei Europcar z.B. in Ingolstadt (VW Golf) ab 98 € pro Tag.
Deutsches Hopfenmuseum in Wolnzach – Eintritt 6 € (Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr/freies Parken in der Tiefgarage)
Werbung:
(Information und Buchung über „Urlaubssuche“)
Bei Buchung über diese Links erhalte ich eine Provision (dabei ist auch der Zugang zu Ihrem persönlichen Account bei der Bahn problemlos möglich) – Vielen Dank!
Tarifstand: August / September 2026. Diesen Beitrag auf YouTube ansehen: Beitrag folgt.
Weitere schöne Landschaften, geschichtlich und kulturhistorisch interessante Orte am Rande der Hallertau laden zu einem Besuch ein:
Diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Ich stimme zu“, um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können.OKAblehnenDatenschutzerklärung
Privacy & Cookies Policy
Privacy Overview
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may affect your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.