Berlin – ein Spaziergang „Unter den Linden“

Vom Sony Center führt diese klassische Tour durch die Innenstadt von Berlin zum Reichstag, durch das Brandenburger Tor und „Unter den Linden“ zum Alexanderplatz. An der Spree endet der Spaziergang mit Blick auf die Oberbaumbrücke. Die Wegstrecke zu Fuß beträgt gut sechs Kilometer und man benötigt ca. 2 – 3 Stunden.

Potsdamer Platz Berlin

Der Potsdamer Platz

Das „Neue Berlin“ rund um das von Helmut Jahn entworfene Sony Center wurde auf einem 26.000 m² großen Grundstück am Potsdamer Platz im Jahr 2000 eingeweiht. Wohnen, Arbeiten und Unterhaltung kommen auf diesem Gelände zusammen. Das höchste Gebäude ist der 103 Meter hohe „Bahntower“. Unter der Zeltdachkonstruktion in der Mitte gibt es zahlreiche beliebte Cafés und Restaurants, so dass man gut gestärkt von hier zu unserer Tour starten kann.

Tiergarten Berlin

Zur Kuppel im Reichstag

Durch den Tiergarten, dem größten Park im Zentrum von Berlin, gelangen wir zum Reichstag. Er ist seit seinem letzten Umbau im Jahr 1999 Sitz des Deutschen Bundestages.

Reichstag Berlin

Besonders reizvoll ist der Besuch der von Sir Norman Foster entworfenen gläsernen Kuppel. Tipp: Feinkost Käfer betreibt das Dachgartenrestaurant. Mit einer rechtzeitigen Tischreservierung zum Beispiel für Kaffee und Kuchen von 15:30 Uhr – 17:00 Uhr umgeht man lange Wartezeiten und Anstehen. 

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Brandenburger Tor Berlin

Hinter dem Brandenburger Tor

Wenige Schritte östlich laufen wir dann durch das Symbol der Deutschen Einheit, das Brandenburger Tor auf den Pariser Platz. Auf der Nordseite sehen wir die Französische Botschaft, auf der Südseite die U.S.-Amerikanische und gleich daneben, schon „Unter den Linden“ das Traditionshotel Adlon.

Hotel Adlon Berlin

1907 eingeweiht wurde es nach Brand und Abriss 1997 in neuem Glanz wiedereröffnet. Es wir von der Hotelkette Kempinski betrieben und gehört den „Leading Hotels of the World“ an.

Russische Botschaft Berlin

Auf der selben Straßenseite kommen wir alsbald an der Russischen Botschaft vorbei, die an dieser Stelle mit Unterbrechungen seit 1837 existiert. Der Wiederaufbau nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg erfolgte im Stil des Sozialistischen mit Elementen des Berliner Klassizismus.

Am Gendarmenmarkt Berlin

Ein Abstecher zum Gendarmenmarkt

Ein kleiner Abstecher führt uns nun rechts in die Friedrichstraße zum nach der Wende entstandenen Kaufhaus Lafayette, dem Pendant zum Kaufhaus des Westens „KaDeWe“. Gleich dahinter liegt der Gendarmenmarkt, einer der schönsten Plätze Berlins, mit seinen Klassizistischen Bauwerken. Der Deutscher Dom, das Schauspielhaus (heute Konzerthaus Berlin) und der Französische Dom prägen den Platz. Im Französischen Dom ist die Französische Friedrichstadtkirche integriert, die 1701 – 17 für die von Preußen aufgenommenen und in Frankreich verfolgten Hugenotten erbaut wurde.

Deutsche Staatsoper Berlin

Die Humboldt-Universität

Zwischen der Juristischen Fakultät und der Staatsoper hindurch schlendernd treffen wir wieder auf den Boulevard „Unter den Linden“.

Humboldt Universität Berlin

Wir überqueren die Allee am Reiterstandbild von Friedrich dem Großen und stehen vor dem Hauptgebäude der Humboldt Universität. An dieser ältesten Berliner Universität wurden 29 Nobelpreisträger ausgebildet.

Daneben, in der „Neuen Wache“ von Schinkel, befindet sich die zentrale Gedenkstätte unseres Landes mit der Pietà von Käthe Kollwitz in ihrem Inneren.

Das Deutsche Historische Museum

Jetzt statte ich dem Deutschen Historischen Museum einen kurzen Besuch ab. Es zeigt 2.000 Jahre Deutsche Geschichte im europäischen Zusammenhang.

Im Eingangsbereich steht ein großer weißer Marmorengel. Neben dem Zeughaus, dem bedeutendsten Barockbau in Berlin, ist die moderne, lichtdurchflutete Ausstellungshalle des chinesisch-amerikanischen Architekten I.M. Pei angebaut. Im Sommer habe ich an der Blogparade zur derzeitigen Ausstellung „Europa und das Meer“ des DHM teilgenommen. 

An der Schlossbrücke endet die Prachtstraße. Für die Museumsinsel sollte man sich an einem anderen Tag genügend Zeit nehmen.

Durch das Nikolai-Viertel

Nach dem Berliner Dom, der Hofkirche der Hohenzollern, überqueren wir die Spree und laufen rechts ins Nikolaiviertel.

Nikolaikirche Berlin

1987 wurde die Keimzelle Berlins zur 750-Jahr-Feier um das erhaltene Knoblauchhaus, einem Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert, wieder aufgebaut. Die engen Gassen und gemütlichen Restaurants locken viele Gäste an.

Ephraim Palais Berlin

Am Mühlendamm steht das schmucke Ephraim-Palais mit seinen vergoldeten schmiedeeisernen Balkongittern – es zeigt Ausstellungen zur Berliner Kulturgeschichte.

Rund um den Alexanderplatz

Nördlich des Nikolaiviertels befindet sich der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters im Roten Rathaus. Der Name bezieht sich auf die roten Klinkersteine des Bauwerks und nicht auf den derzeitigen rot-rot-grünen Senat.

Jetzt sind wir schon ganz nah am Fernsehturm mit seinen 365 Metern Höhe und einem Drehrestaurant in 207 Meter Höhe mit einem schönen Ausblick. Noch wenige Schritte und wir stehen auf dem Alexanderplatz mit dem Brunnen der Völkerfreundschaft aus der DDR-Zeit. Sein äußeres Becken hat einen Durchmesser von 23 Meter und besteht aus Kupfer, Glas, Keramik und Emaille. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt die 16 Tonnen schwere Weltzeituhr, ein beliebter Treffpunkt auf dem weitläufigen Platz.

Das Ende der Tour an der Spree

Wir begeben uns nun in die mächtige Bahnsteighalle von 1926 und fahren auf der Stadtbahn eine Station bis zur Jannowitzbrücke mit der „Strandbar“ an der Spree und dem Anleger der offenen Ausflugsschiffe oder gleich weiter bis zum Ostbahnhof (zwei Stationen).

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In der Mühlenstraße befindet sich die „East Side Gallery“. Im Frühjahr 1990, nach der Öffnung der Berliner Mauer, wurde dieses Teilstück von 118 Künstlern aus 21 Ländern auf einer Länge von 1.316 Metern bemalt.

Dahinter und direkt in der Spree gelegen, bietet die „Floating Lounge“ einen „Sundowner“ mit einem schönen Blick auf die Oberbaumbrücke. Diese Gewölbebrücke von 1896 im neogotischen Stil mit den Hochgleisen der U-Bahnlinie 2 ist für mich das schönste Bauwerk in Berlin.

Ein abendlicher Bummel durch das nahe Friedrichshain mit seinen vielen Kneipen und Restaurants ist dann ein gelungener Abschluss des Tages.

Zuletzt war ich im September 2018 in Berlin. Tarifstand Juni 2019.

Service Berlin:
Intercity Hotel Ostbahnhof EZ ab 69 €, DZ ab 79 € inkl. ÖPNV*
Intercity Hotel Hauptbahnhof EZ ab 89 €, DZ ab 98 € inkl. ÖPNV*
ArtOtel Berlin Mitte DZ ab 79 €
Park Inn by Radisson City West (Wilmersdorf) DZ ab 99 €
Novotel Suites Berlin City Potsdamer Platz DZ ab 88 €
Bahnfahrt ICE Sparpreis ab München Hbf 1.Klasse einfach ab 34,90 €*
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