Berlin – Stadt der Museen und Gedenkstätten

Bei meinen Besuchen in der deutschen Hauptstadt, zuletzt war ich im Februar 2020 in Berlin, habe ich schon einige Museen und Gedenkstätten besucht. Hier eine Auswahl:

Diesen Beitrag gibt es hier auch zum Hören (MP3):

Alliiertenmuseum Berlin
Das Alliiertenmuseum.

Das Museum in Dahlem (Titelfoto) ist im ehemaligen Kino „Outpost“ und der „Nicholson-Bibliothek“ untergebracht. Es würdigt die Rolle der Westalliierten während der sowjetischen Blockade, den Aufbau der Luftbrücke durch Großbritannien und die Vereinigten Staaten, die Hilfe durch die Care Pakete, den Bau des Flughafen Tegels und den Einsatz der Politiker, insbesondere den Einsatz von John F. Kennedy. Ausgestellt sind u.a. Militär-Jeeps,

Alliiertenmuseum Berlin

Gegenstände aus dem Studio von RIAS, Zeitungsausschnitte, Care Pakete, Uniformen und Flaggen. Der Eintritt ist kostenlos. Im Außenbereich steht ein Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie, ein Eisenbahnwaggon und ein Rosinenbomber.

Alliiertenmuseum Berlin

Diesen kann man stündlich auch innen besichtigen, ein 20-minütiger Film klärt über die grandiose Leistung der Luftbrücke auf. Als Eintrittskarte wird eine Bordkarte ausgedruckt, die man als Souvenir mitnehmen kann. Der Eintritt für den Rosinenbomber: 1 €. Auf dem Stadtplan.

Bauhaus Archiv Berlin
Das Bauhaus Archiv (the temporary bauhaus-archiv) –  Museum für Gestaltung.

Das Stammhaus in Tiergarten wird in den nächsten Jahren saniert. Im denkmalgeschützten „Haus Hardenberg“, das 1955/1956 von dem Architekten Paul Schwebes errichtet wurde und als eines der bedeutendsten Büro- und Geschäftshäuser der „West-Berliner Nachkriegsmoderne“ gilt, hat das Bauhaus-Archiv eine vorübergehende Bleibe gefunden. Die aktuelle Galerie-Ausstellung gibt Einblicke in die Geschichte des Bauhaus-Archivs.

Bauhaus Archiv Berlin

Darüber hinaus wird über den geplanten Neubau informiert. Der angeschlossene Bauhaus-Shop bietet gut gestaltete Objekte für den Alltag und für besondere Anlässe, vom originalen Bauhaus-Entwurf bis zu zeitgenössischem Design. Der Eintritt ist frei. Auf dem Stadtplan.

Willy Brandt Forum Berlin

Das Brandt-Forum.

In prominenter Lage „Unter den Linden“ wird hier an den ehemaligen Regierenden Bürgermeister und Bundeskanzler Willy Brandt erinnert. Die ständige Ausstellung „Willy Brandt – Politikerleben“ mit einer Vielzahl von Objekten, Dokumenten, Bildern, Filmen und Originaltönen ruft die Erinnerung an das Leben und Wirken Willy Brandts wach.

Willy Brandt Forum Berlin

Sie zeigt, wie aus dem Lübecker Arbeiterjungen und Nazi-Gegner der weltweit hoch geachtete Staatsmann wurde. Es ist der spannende Lebensweg eines einzigartigen Politikers, der die Entwicklung Deutschlands und Europas entscheidend mitgeprägt hat. Der Eintritt ist frei.

>> Wegen Abriss und Neubau des Elisabeth-Selbert-Hauses ist das Forum in die Behrenstrasse 15 in Berlin-Mitte als Interimsstandort umgezogen. Nach Beendigung der Bauarbeiten wird die Stiftung voraussichtlich 2025 mit einer neuen ständigen Ausstellung in das Elisabeth-Selbert-Haus Unter den Linden zurückkehren. Auf dem Stadtplan.

Das Brücke-Museum.

Das Museum in Dahlem glänzt mit expressionistischen Werken der Brücke-Maler Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein. Am besten gefallen hat mir Heckels „Lautespielendes Mädchen“. Die aktuelle Ausstellung: „Whose Expression – Die Künstler der Brücke im kolonialen Kontext“ dauert noch bis 20. März 2022. Eintritt 8 €.

Deutsches Historisches Museum Berlin
Das Deutsche Historische Museum.

Es befindet sich „Unter den Linden“ und glänzt mit der Dauerausstellung „Deutschland vom Mittelalter bis zum Mauerfall“. Bis zum 6. Januar 2019 lief die interessante Sonderausstellung: „Europa und das Meer“.

Deutsches Historisches Museum Berlin

Ich habe an der Blogparade „Europa und das Meer – was bedeutet mir das Meer“ des Deutschen Historischen Museums mit meinem Beitrag: „An der Côte d’Azur – der Wiege des Tourismus“ teilgenommen.

Wegen Renovierung im Zeughaus ist die Dauerausstellung vsl. bis 2025 geschlossen. Ab 10. 2. 2022 gibt es einige Sonderausstellungen im Pei-Bau. Eintritt 8 €.

East Side Gallery - Tolerance 1990 - 2009
Die East Side Gallery.

Zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke haben Künstler die Möglichkeit bekommen, sich an der Berliner Mauer künstlerisch zu verewigen. Vom Bruderkuss zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker

Trabbi - East Side Gallery

über das DDR-Volksauto Trabant bis zu „Tolerance 1990 – 2009“ ist manch kurioses und gekonntes Werk vertreten. Der Eintritt ist frei. Auf dem Stadtplan.

Ernst-Thälmann-Denkmal - Pankow
Das Ernst-Thälmann-Denkmal.

Mit diesem Denkmal im Bezirk Pankow, dem Viertel der früheren SED-Parteibonzen, blieb ein typisch kommunistisches Exemplar der Verherrlichung der Arbeiterbewegung erhalten. Das Denkmal des sowjetischen Bildhauers Lew Kerbel wurde 1986 eingeweiht. Zugang frei. Auf dem Stadtplan.

Jüdisches Museum Berlin
Das Jüdische Museum.

Das barocke Haupthaus in der Lindenstraße mit dem lichten Wintergarten wird durch einen Anbau aus Titanzink ergänzt, der von Daniel Libeskind stammt. Ein Zick-Zack-Bau, unterirdische Achsen, schiefe Wände und Betonschächte: Mit seinem Entwurf „Between the Lines“ wollte der US-amerikanische Architekt deutsch-jüdische Geschichte erzählen. Das Museum wurde 2001 eröffnet. Für die Dauerausstellung im Anbau „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“ gibt es online kostenlose Tickets (allerdings nur mit Terminbuchung).  

Martin Gropius Bau - Ägyptens versunkene Schätze
Der Martin-Gropius-Bau

ist eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser in Europa. Errichtet wurde das Haus von 1877–1881 von dem Architekten Martin Gropius, dem Großonkel des Bauhaus-Gründers Walter Gropius. Adresse: Kreuzberg, Niederkirchner Straße.

Hier sah ich einst die wunderbare Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ des Meeresarchäologen Franck Goddio, der aus dem Meer vor Alexandria viele interessante Fundstücke entdeckte und barg. Noch bis 13. März 2022 findet hier die Ausstellung „Zanele Muholi“ mit Fotos aus ihrer schwarzen Community in Südafrika statt. Eintritt: 15 €. Auf dem Stadtplan.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer

ist der zentrale Erinnerungsort an die deutsche Teilung. In der Bernauer Straße erstreckt sie sich auf 1,4 km Länge über den ehemaligen Grenzstreifen. Auf dem Areal der Gedenkstätte befindet sich das letzte Stück der Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist und einen Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen zum Ende der 1980er Jahre vermittelt. In der „Kapelle der Versöhnung“ kann man in stiller Andacht der Todesopfer gedenken. Der Zugang zur Gedenkstätte ist frei. Auf dem Stadtplan.

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Neue Nationalgalerie.

1962 erteilte der Berliner Senat dem Architekten Ludwig Mies van der Rohe (1886 – 1969) den Auftrag, ein Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts zu errichten. Die Neue Nationalgalerie, von 1965 bis 1968 erbaut, ist das einzige Bauwerk des Architekten, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland errichtet wurde. Das Gebäude ist ein Wahrzeichen der modernen Architektur und wurde in die Denkmalliste des Landes Berlin aufgenommen. Ich hatte im Jahr 2007 die Gelegenheit hier die wunderbare Ausstellung „Französische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Metropolitan Museum of Art – New York zu Gast in Berlin“ zu sehen mit 147 Spitzenwerken der bedeutendsten Künstler des vorletzten Jahrhunderts – Gemälde von Courbet, Manet, Degas, Pissarro, Cézanne, Gauguin und Matisse sowie Skulpturen von Rodin und Degas.

Die Neue Nationalgalerie zeigt heute im Erdgeschoss eine Dauerausstellung mit Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und in der gläsernen Halle im Obergeschoss zahlreiche Sonderausstellungen, wie z.B. vom 10. Februar bis 29. Mai 2022 „Gerhard Richters Künstlerbücher“. Eintritt: 14 €.

Museumsinsel Berlin
Das Pergamon-Museum auf der

Museumsinsel ist mein Star unter den Berliner Museen. Das Hauptwerk, der in einem großen Saal aufgebaute Pergamonaltar, ist wegen Umbau bis voraussichtlich 2023 leider nicht zugänglich. Nicht weniger imposant sind jedoch die Prozessionsstraße und Teile des Thronsaals des alten Babylons, der Zeustempel von Sosipolis, der Innin-Tempel, das Markttor des römischen Milet, die frühislamischen Mschatta-Fassade, sowie zahlreiche andere Objekte aus dem Iran, dem Irak, der Türkei und aus Syrien aus Stein, Keramik, Ton und Metall gefertigt. Eintritt 14 €.

Denkmal Hauptmann von Köpenik
Das Rathaus Köpenick

mit der Figur des Hauptmanns von Köpenick und einer Gedenktafel am Eingang. Das Theaterstück von Carl Zuckmayer wurde im Jahr 1931 uraufgeführt. Der Zugang ist frei. Auf dem Stadtplan.

Sony Center am Potsdamer Platz
Das Sony-Center –moderne Architektur von Helmut Jahn

am Potsdamer Platz. Der Komplex mit sieben Gebäuden wurde nach drei Jahren Bauzeit im Jahr 2000 eröffnet. Das Sony-Center hat eine charakteristisch dreieckige Form und bietet eine Kombination aus Arbeiten, Wohnen und Unterhaltung. An der Spitze dieses Dreiecks befindet sich der 103 Meter hohe „Bahntower“ – neben den drei anderen Hochhäusern am Potsdamer Platz ein weithin sichtbares Gebäude. Der Zugang ist frei.

Stelenfeld am Brandenburger Tor
Das Stelenfeld – ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas –

am Brandenburger Tor wurde von Peter Eisenman entworfen und besteht aus 2.711 quaderförmigen Beton-Stelen. Es wurde 2005 eingeweiht. Auch hier ist der Zugang frei.

Flughafen Tempelhof - Bahn 09 L
Der Flughafen Tempelhof.

Der Flughafen Berlin-Tempelhof war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm bereits 1923 den Linienflugverkehr auf. Bis zu seiner Schließung 2008 war er neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei internationalen Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin und trug die Bezeichnung „Zentralflughafen“. Das ab 1936 entstandene Flughafengebäude war nach seiner Fertigstellung 1941 für zwei Jahre das flächenmäßig größte Gebäude der Welt. Die Gesamtlänge des bogenförmigen Gebäudes beträgt etwa 1.200 Meter und ist damit heute immer noch eines der längsten Gebäude Europas. Architekt war Ernst Sagebiel. 

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Nach der Schließung erkämpften sich die Berliner ihr „Tempelhofer Feld“ mit Hilfe zahlreicher Bürgerinitiativen und Volksbegehren. Jetzt gibt es Platz zum Skaten, Schlendern, Gärtnern, Picknicken und Vogelbeobachten. Der asphaltierte Rundkurs von sechs Kilometer Länge ist vor allem bei Läufern sehr beliebt. Das Tempelhofer Feld wird für verschiedene Windsportarten, wie Kite-Boarden genutzt. Die bunten Schirme und Segel bieten einen attraktiven Blickfang in der Weite des ehemaligen Flughafens. Im nördlichen Bereich des Tempelhofer Feldes stehen zwei Bolzplätze zum freien Spiel zur Verfügung. In der Picknick-Area gibt es einen Boule-Platz und mehrere Tischtennisplatten.

In 18 Projekten wurde ein umfangreiches Angebot mit künstlerischen, gärtnerischen und sozialen Ideen geschaffen.

Das „Nordic Aktiv-Zentrum“ des Deutschen Skiverbandes bietet auf dem Tempelhofer Feld einen ganzjährigen Anlaufpunkt für den nordischen Sport als Kurs- und Ausbildungsstandort, sowie Service- und Verleihzentrum für nordische Rollsportgeräte im Sommer und Langlaufski im Winter.

Die „Turngemeinde in Berlin 1848 e. V.“ übernahm beide vorhandenen Softball-Felder, das östliche wurde für den Baseballbetrieb der „Berlin Rangers“ umgebaut. Zur Anlage gehören noch zwei Tennisfelder, ein Basketballplatz, sowie ein Sandplatz für Speed-Badminton, Beachvolleyball und Beach-Soccer.

Der Verein „Jugger e. V. “ betreibt das weltweit erste offizielle Juggerfeld als Treffpunkt, Trainings- und Wettkampfstätte.

Die „Steckdose Kreuzberg“ bietet Elektromobilität zum Ausprobieren an. Man kann Segway und E-Roller fahren. Das „Mobilcenter Berlin“ betreibt einen Tretmobil-, GoKart- und Fahrrad-Verleih zur Erkundung des Feldes und seinen 45 Meter breiten Landebahnen.

„Die Vernetzungsstelle für Gemeinschaftsgärten und urbane Landwirtschaft – Allmende-Kontor“ wurde im Jahr 2011 auf 5.000 qm² Fläche gegründet. Mehr als 500 Gärtner gestalten fast 300 Hochbeete. Sie machen diesen größten Gemeinschaftsgarten Berlins zu einem lebendigen Ort der Begegnung und Erholung.

Tempelhofer Feld: Zugang frei. Auf dem Stadtplan.

Service Berlin:
Bahnfahrt ICE SuperSparpreis ab München Hbf 2. Klasse ab 17,90 €, 1.Klasse einfach ab 29,90 €.
AMERON Hotel ABION Spreebogen **** DZ für 2 Personen/3 Nächte ab 276 € inkl. Frühstück bei DERTOUR.
Leonardo Hotel Ku`damm**** DZ für 2 Personen/ 2 Nächte ab 204 € inkl. Frühstück bei DERTOUR.
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Dieser Beitrag wurde im Februar 2022 überarbeitet – Tarifstand: März 2022.

Museumsinsel Berlin

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Ein Gedanke zu „Berlin – Stadt der Museen und Gedenkstätten

  • November 21, 2018 um 7:00 am
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    Schöne Photos und gute Tipps! Ich kannte einige davon nicht (trotz 2 Jahren in Berlin)

    Antwort

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