Berlin – Stadt der Museen und Gedenkstätten

Bei meinen Besuchen in der deutschen Hauptstadt, zuletzt im September 2018, habe ich schon einige Museen und Gedenkstätten besucht. Hier eine Auswahl:

Alliiertenmuseum

Das Museum in Dahlem ist im ehemaligen Kino „Outpost“ und der „Nicholson-Bibliothek“ untergebracht. Es würdigt die Rolle der Westalliierten während der sowjetischen Blockade, den Aufbau der Luftbrücke durch Großbritannien und die Vereinigten Staaten, die Hilfe durch die Care Pakete, den Bau des Flughafen Tegels und den Einsatz der Politiker, insbesondere der Einsatz von John F. Kennedy. Ausgestellt sind u.a. Militär-Jeeps,

Gegenstände aus dem Studio von RIAS, Zeitungsausschnitte, Care Pakete, Uniformen und Flaggen. Der Eintritt ist kostenlos.

Im Außenbereich steht ein Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie, ein Eisenbahnwaggon und ein Rosinenbomber.

Diesen kann man stündlich auch innen besichtigen, ein 20-minütiger Film klärt über die grandiose Leistung der Luftbrücke auf. Als Eintrittskarte wird eine Bordkarte ausgedruckt, die man als Souvenir mitnehmen kann. Eintritt 1 €.

Bauhaus Archiv (the temporary bauhaus-archiv) –  Museum für Gestaltung

Das Stammhaus in Tiergarten wird in den nächsten Jahren saniert, daher hat man am Ernst-Reuter-Platz im denkmalgeschützten „Haus Hardenberg“, das 1955/1956 von dem Architekten Paul Schwebes errichtet wurde und als eines der bedeutendsten Büro- und Geschäftshäuser der West-Berliner Nachkriegsmoderne gilt, eine vorübergehende Bleibe gefunden. Die aktuelle Galerie-Ausstellung gibt Einblicke in die Geschichte des Bauhaus-Archivs.

Darüber hinaus wird über den geplanten Neubau und zu den geplanten Aktivitäten im bevorstehenden Jubiläumsjahr informiert. Der angeschlossene Bauhaus-Shop bietet gut gestaltete Objekte für den Alltag und für besondere Anlässe, vom originalen Bauhaus-Entwurf bis zu zeitgenössischem Design. Der Eintritt ist frei.

Brandt-Forum

In prominenter Lage „Unter den Linden“ wird hier an den ehemaligen Regierenden Bürgermeister und Bundeskanzler Willy Brandt erinnert. Die ständige Ausstellung „Willy Brandt – Politikerleben“ mit einer Vielzahl von Objekten, Dokumenten, Bildern, Filmen und Originaltönen ruft die Erinnerung an das Leben und Wirken Willy Brandts wach.

Sie zeigt, wie aus dem Lübecker Arbeiterjungen und Nazi-Gegner der weltweit hoch geachtete Staatsmann wurde. Es ist der spannende Lebensweg eines einzigartigen Politikers, der die Entwicklung Deutschlands und Europas entscheidend mitgeprägt hat. Der Eintritt ist frei.

Brücke-Museum

Das Museum in Dahlem glänzt mit expressionistischen Werken der Brücke-Maler Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein. Am besten gefallen hat mir Heckels „Lautespielendes Mädchen“. Die aktuelle Ausstellung: „1913: Die Brücke und Berlin“ dauert noch bis zum 2. Dezember 2018. Eintritt 6 €.

Deutsches Historisches Museum

„Unter den Linden“ mit der Dauerausstellung „Deutschland vom Mittelalter bis zum Mauerfall“.  Es läuft eine interessante Sonderausstellung: „Europa und das Meer“ bis zum 6. Januar 2019.

Ich habe an der Blogparade „Europa und das Meer – was bedeutet mir das Meer“ des Deutschen Historischen Museums mit meinem Beitrag: „An der Côte d’Azur – der Wiege des Tourismus“ teilgenommen. Eintritt 8 €.

East Side Gallery

Zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke haben Künstler die Möglichkeit bekommen, sich an der Berliner Mauer künstlerisch zu verewigen. Vom Bruderkuss zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker,

über das DDR-Volksauto Trabant bis zu „Tolerance 1990 – 2009“ ist manch kurioses und gekonntes Werk vertreten. Der Eintritt ist frei.

Ernst-Thälmann-Denkmal

Mit dem Denkmal im Bezirk der früheren Parteibonzen Pankow, blieb ein typisches kommunistisches Exemplar der Verherrlichung der Arbeiterbewegung erhalten. Das Denkmal des sowjetischen Bildhauers Lew Kerbel wurde 1986 eingeweiht. Zugang frei.

Jüdisches Museum

Im barocken Haupthaus in der Lindenstraße mit dem lichten Wintergarten findet die Sonderausstellung „Welcome to Jerusalem“ noch bis zum 30. April 2019 statt. Der Anbau des Jüdischen Museums aus Titanzink stammt von Daniel Libeskind. Ein Zick-Zack-Bau, unterirdische Achsen, schiefe Wände und Betonschächte: Mit seinem Entwurf „Between the Lines“ wollte der US-amerikanische Architekt deutsch-jüdische Geschichte erzählen. Das Museum wurde 2001 eröffnet. Die Dauerausstellung im Anbau wird zur Zeit umgebaut und ist nicht zugänglich. Eintritt Sonderausstellungen: 8 €.

Der Martin-Gropius-Bau

ist eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser in Europa. Errichtet wurde das Haus von 1877–1881 von den Architekten Martin Gropius (einem Großonkel des Bauhaus-Gründers Walter Gropius). Adresse: Kreuzberg, Niederkirchner Straße.

Hier sah ich einst die Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ des Meeresarchäologen Franck Goddio, der aus dem Meer vor Alexandria viele interessante Fundstücke entdeckte und barg. Zur Zeit findet hier u.a. die Ausstellung „Bewegte Zeiten – Archäologie in Deutschland“ noch bis zum 6. Januar 2019 statt. Eintritt: 12 €.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer

ist der zentrale Erinnerungsort an die deutsche Teilung. In der Bernauer Straße erstreckt sie sich auf 1,4 km Länge über den ehemaligen Grenzstreifen. Auf dem Areal der Gedenkstätte befindet sich das letzte Stück der Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist und einen Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen zum Ende der 1980er Jahre vermittelt. In der „Kapelle der Versöhnung“ kann man in stiller Andacht der Todesopfer gedenken. Zugang frei.

Neue Nationalgalerie

1962 erteilte der Berliner Senat dem Architekten Ludwig Mies van der Rohe (1886 – 1969) den Auftrag, ein Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts zu errichten. Die Neue Nationalgalerie, 1965-68 erbaut, ist das einzige Bauwerk dieses Architekten, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland errichtet wurde. Das Gebäude ist ein Wahrzeichen der modernen Architektur und wurde in die Denkmalliste des Landes Berlin aufgenommen. Ich hatte im Jahr 2007 die Gelegenheit hier die wunderbare Ausstellung „Französische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Metropolitan Museum of Art – New York zu Gast in Berlin“ zu sehen mit 147 Spitzenwerke der bedeutendsten Künstler des vorletzten Jahrhunderts – Gemälde von Ingres, Corot, Courbet, Puvis de Chavannes, Manet, Degas, Pissarro, Monet, Cézanne, Gauguin, Bonnard und Matisse sowie Skulpturen von Rodin, Degas und Maillol.

Zur Zeit wird das Gebäude renoviert – voraussichtlich 2020 Wiedereröffnung.

Pergamon-Museum

Museumsinsel. Mein Star unter den Berliner Museen. Das Hauptwerk, der im einem großen Saal aufgebaute Pergamonaltar ist wegen Umbau  bis voraussichtlich 2023 leider nicht zugänglich. Nicht weniger imposant sind jedoch die Prozessionsstraße und Teile des Thronsaals von Babylon, der Zeustempel von Sosipolis, der Innin-Tempel, zahlreiche Objekte aus dem Iran, dem Irak, der Türkei und aus Syrien aus Stein, Keramik, Ton und Metall gefertigt. Eintritt 12 €.

Rathaus Köpenick

mit der Figur des Hauptmanns von Köpenick und einer Gedenktafel am Eingang. Das Theaterstück von Carl Zuckmayer wurde im Jahr 1931 uraufgeführt. Zugang frei.

Sony-Center

Moderne Architektur von Helmut Jahn am Potsdamer Platz. Der Komplex mit sieben Gebäuden wurde nach drei Jahren Bauzeit im Jahr 2000 eröffnet. Das Sony-Center hat eine charakteristische dreieckige Form und bietet eine Kombination aus Arbeiten, Wohnen und Unterhaltung. An der Spitze dieses Dreiecks befindet sich der 103 Meter hohe „Bahntower“ – neben den drei anderen Hochhäusern am Potsdamer Platz ein weithin sichtbares Gebäude. Zugang frei

Das Stelenfeld – ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas –

am Brandenburger Tor wurde von Peter Eisenman entworfen und besteht aus 2.711 quaderförmigen Beton-Stelen. Es wurde 2005 eingeweiht. Zugang frei.

Flughafen Tempelhof

Der Flughafen Berlin-Tempelhof war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm bereits 1923 den Linienflugverkehr auf. Bis zu seiner Schließung 2008 war er neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei internationalen Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin und trug die Bezeichnung „Zentralflughafen“. Das ab 1936 entstandene Flughafengebäude war nach seiner Fertigstellung 1941  für zwei Jahre das flächenmäßig größte Gebäude der Welt. Die Gesamtlänge des bogenförmigen Gebäudes beträgt etwa 1.200 Meter und ist damit heute immer noch eines der längsten Gebäude Europas. Architekt war Ernst Sagebiel. 

Nach der Schließung erkämpften sich die Berliner ihr „Tempelhofer Feld“ mit Hilfe zahlreicher Bürgerinitiativen und Volksbegehren. Jetzt gibt es Platz zum Skaten, Schlendern, Gärtnern, Picknicken und Vogelbeobachten. Der asphaltierte Rundkurs von sechs Kilometer Länge ist vor allem bei Läufern sehr beliebt. Das Tempelhofer Feld wird für verschiedene Windsportarten, wie Kite-Surfen genutzt. Die bunten Schirme und Segel bieten einen attraktiven Blickfang in der Weite des ehemaligen Flughafens. Im nördlichen Bereich des Tempelhofer Feldes stehen zwei Bolzplätze zum freien Spiel zur Verfügung. In der Picknick-Area gibt es einen Boule-Platz und mehrere Tischtennisplatten.

In 18 Projekten wurde ein umfangreiches Angebot mit künstlerischen, gärtnerischen und sozialen Ideen geschaffen.

Das „Nordic Aktiv-Zentrum“ des Deutschen Skiverbandes bietet auf dem Tempelhofer Feld einen ganzjährigen Anlaufpunkt für den nordischen Sport als Kurs- und Ausbildungsstandort, sowie Service- und Verleihzentrum für nordische Rollsportgeräte im Sommer und Langlaufski im Winter.

Die „Turngemeinde in Berlin 1848 e. V.“ übernahm beide vorhandenen Softball-Felder, das östliche wurde für den Baseballbetrieb der „Berlin Rangers“ umgebaut. Zur Anlage gehören noch zwei Tennisfelder, ein Basketballplatz, sowie ein Sandplatz für Speed-Badminton, Beachvolleyball und Beach-Soccer.

Der Verein „Jugger e. V. “ betreibt das weltweit erste offizielle Juggerfeld als Treffpunkt, Trainings- und Wettkampfstätte.

Die „Steckdose Kreuzberg“ bietet Elektromobilität zum Ausprobieren an. Man kann Segway und E-Roller fahren. Das „Mobilcenter Berlin“ betreibt einen Tretmobil-, Pedal-, GoKart- und Fahrrad-Verleih zur Erkundung des Feldes und seinen 45 Meter breiten Landebahnen.

„Die Vernetzungsstelle für Gemeinschaftsgärten und urbane Landwirtschaft – Allmende-Kontor“ wurde im Jahr 2011 auf 5.000 qm² Fläche gegründet. Mehr als 500 Gärtner gestalten fast 300 Hochbeete. Sie machen diesen größten Gemeinschaftsgarten Berlins zu einem lebendigen Ort der Begegnung und Erholung.

Tempelhofer Feld: Zugang frei.

Service Berlin:
Bahnfahrt ICE Sparpreis ab München Hbf 1.Klasse einfach ab 34,90 €
Intercity Hotel Ostbahnhof EZ ab 69 €, DZ ab 79 € inkl. ÖPNV
Intercity Hotel Hauptbahnhof EZ ab 89 €, DZ ab 98 € inkl. ÖPNV
ArtOtel Berlin Mitte DZ ab 79 €
Park Inn by Radisson City West (Wilmersdorf) DZ ab 99 €
Novotel Suites Berlin City Potsdamer Platz DZ ab 88 €

Ich war zuletzt im September 2018 in Berlin. Tarifstand: November 2018. 

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