Montenegro – wunderbare Küstenlandschaft an der Adria

Der einzige Fjord am Mittelmeer befindet sich in Montenegro, in diesem kleinen Land gibt es fünf Nationalparks und einige schöne Sandstrände.

Wir verbringen die erste Woche unseres Urlaubs in Dalmatien im Hotel „Iberostar Epidaurus“. Es liegt an der Bucht von Cavtat, einem hübschen, alten Städtchen nur 26 Kilometer nördlich der Grenze von Kroatien zu Montenegro. In dieser Woche starten wir an zwei Tagen zu Ausflügen über die Grenze. 

Service An- und Abreise über den Flughafen von Dubrovnik:
Linienflug München – Dubrovnik – München mit Lufthansa ab 189 € inkl. 1 Gepäckstück bis 23 kg.
Mietwagen von Enterprise über DERTOUR (Opel Astra) für 1 Woche inkl. Einwegmiete ab 97 € – Fahrten nach Montenegro müssen angefragt werden. Werbung: Einen Direktflug mit Lufthansa nach Dubrovnik (DBV) jetzt hier buchen

Bucht von Kotor in Montenegro
Die Bucht von Kotor – UNESCO Weltnaturerbe.

Der erste Tagesausflug / 150 km: Nach dem Frühstück in unserem Hotel fahren wir mit unserem Mietwagen in südlicher Richtung am Flughafen von Dubrovnik vorbei zur Grenze von Montenegro. Mittlerweile ungewohnt sind für uns Grenzkontrollen, die bei nur acht Fahrzeugen vor uns fast 30 Minuten in Anspruch nehmen. Auch die Fahrzeugpapiere und die Versicherungsunterlagen werden geprüft. 

Bucht von Kotor in Montenegro

Bei Herceg Novi erreichen wir die Bucht von Kotor. Sie ist ein 30 Kilometer langer Fjord mit bis zu 1.900 Meter hohen Bergen an seinen Flanken. Wir bleiben auf der nördlichen Küstenstraße E 65 und fahren ans Ende Bucht zum Städtchen Kotor.

Kreuzfahrtschiff im Hafen von Kotor

Auf dem Uferparkplatz, im Schatten eines großen Kreuzfahrtschiffs, stellen wir unseren Wagen ab und betreten durch das Stadttor die Altstadt, die von einer 4.500 Meter langen Stadtmauer umgeben ist. Wir stehen jetzt auf dem großen Waffenplatz mit dem Palast der Patrizierfamilie Beskuca.

Kotor – am Waffenplatz

Kotor wurde schon im 3. Jahrhundert vor Christus von den Illyrern gegründet. Eine erste Blütezeit erlebte die Stadt ab 476 nach Christus unter einer lockeren, 600 Jahre dauernden Herrschaft von Byzanz, die weitgehende Autonomie gewährte. Die Byzantiner befestigten in der Zeit der Völkerwanderung die Stadt und so wuchs der Handel in diesem sicheren Hafen. Von 1420 begab sich die Stadt unter den Schutz der Seerepublik Venedig, die hier bis zum Jahr 1797 herrschte.

in der Altstadt von Kotor - Montenegro

Wir laufen durch die engen, schattigen Altstadtgassen zur Sankt-Tryphon-Kathedrale, der größten noch erhaltene romanische Kirche der östlichen Adriaküste. Hoch über uns thront die Festung Sveti Ivan auf dem felsigen Bergrücken.

Uhrturm von Kotor - Montenegro

Nach unserem Rundgang setzen wir uns auf den Waffenplatz in eines der schönen Lokale mit Tischen im Freien und blicken auf ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, den Uhrturm.

Perast - Montenegro

Auf der Rückfahrt nach Dalmatien machen wir noch in Perast Station. In dem schmucken Ort stehen an der verkehrsberuhigten Uferstraße herrschaftliche Häuser. Sie gehörten den Kapitänen der venezianischen Flotte und dienten ihnen als Ruhesitz.

Kirche des Heiligen Georg und St. Mariä vom Felsen - Bucht von Kotor

Von Perast aus haben einen wunderschönen Blick auf die beiden Inseln in der Bucht von Kotor mit den Kirchen des Heiligen Georg und „St. Mariäe vom Felsen“. 

Insel des Heiligen Georg - Bucht von Kotor in Montenegro

Auf der Insel des Heiligen Georg steht ein aus dem 12. Jahrhundert stammendes Benediktinerkloster mit einem Friedhof für die Patrizier und Kapitäne aus Perast. Die Insel soll als Vorbild für Arnold Böcklins Gemälde „Die Toteninsel“ gedient haben.

St. Mariäe vom Felsen - Bucht von Kotor in Montenegro

Bei „St. Mariäe vom Felsen“ handelt es sich um eine künstliche Insel. Sie wurde durch das versenken von alten mit Steinen und Felsen beladenen Schiffen geschaffen. Auf der anderen Seite der Bucht liegt der schon im Jahr 1952 eingerichteten Nationalparks Lovćen. Höchster Punkt ist der Berg Štirovnik. Auf 1.749 Meter Höhe befindet sich eine Sendeanlagen des montenegrinischen Rundfunks.

Skadarsee - Montenegro / Albanien

Die Adriaküste von Montenegro und der Skadarsee.

Der zweite Tagesausflug / 260 km: Heute Morgen fahren wir wieder über die Grenze von Dalmatien nach Montenegro. Nach knapp 50 Kilometern 

Kamenari - Bucht von Kotor in Montenegro

erreichen wir bei Kamenari die Meerenge zwischen der Äußeren und der Inneren Bucht von Kotor. Hier setzen wir mit einer Fähre ans andere Ufer nach Lepetani über. 

Fähre von Kamenari nach Leptani - Montenegro

Am Ferienflughafen Tivat vorbei erreichen wir dann bei Budva wieder die Adriaküste. Kurz hinter Miločer befindet sich umgeben von einem würzig duftenden Wald aus Zedern, Kiefern und Zypressen die ehemalige Sommerresidenz der jugoslawischen Königin Marija Karadjordjevic direkt am Meer. Vor der Villa breitet sich in der Bucht von Mala Luka einer der schönsten Strände von Montenegro aus. 

Sommerresidenz der jugoslawischen Königin Marija Karadjordjevic - Montenegro

500 Meter südlich liegt die Felseninsel Sveti Stefan, über einen Damm mit dem Festland verbunden.

Sveti Stefan - Montenegro

Im Jahr 1952 wurden die letzten Einwohner des Inseldorfes umgesiedelt und die Häuser für Touristen modernisiert. Wir bleiben auf dem Festland und nehmen in einem Terrassenrestaurant mit Blick auf die Insel unser Mittagessen ein.

Sveti Stefan - Montenegro

Danach benutzen wir den Sozina-Straßentunnel durch das Küstengebirge bei Petrovac. Es ist die schnellste Verbindung von der Küste in die Hauptstadt Podgorica.

Skadarsee - Montenegro / Albanien

Am anderen Ende des Tunnels sehen wir schon den Skadarsee, auch Skutarisee genannt, vor uns liegen. Zwei Drittel des Sees gehören zu Montenegro, ein Drittel zu Albanien. Der montenegrinische Teil des Skadarsees wurde 1983 zum Nationalpark erklärt.

Hochwasser am Skadarsee

Der See hat bei dem hohen Wasserstand, der jetzt im Frühjahr herrscht, die Größe des Bodensees. Am Horizont ragen die höchsten Berge des westlichen Balkans auf, das Prokletije-Gebirge.

Fluss Crnojevica - Montenegro

Wir nehmen die kleine Nebenstraße durch den Nationalpark entlang der überfluteten Auen des trägen Flusses Crnojevica. Bald führt die Straße kurvenreich in die karstigen Hügel oberhalb des Tals. Griechische Landschildkröten sonnen sich auf dem Asphalt.

Fluss Crnojevica - Montenegro

Wir umkurven sie vorsichtig und gelangen schließlich zur alten Brücke (Stari Most) und überqueren erneut den Fluss. Über den 958 Meter hohen Pass Krstac erreichen wir dann wieder die Adriatische Küste bei Budva.

Hafen von Budva - Montenegro

Wir fahren die Promenade am „Slovenska Plaza“ entlang bis zum Hafen mit den Luxus-Motoryachten. Dahinter erhebt sich die Altstadt auf einem felsigen Sporn. In den romantischen Gassen innerhalb der Stadtmauer lässt sich ein Brautpaar fotografieren.

Budva - Stadtmauer

Neben der Kirche zur „Heiligen Maria an der Spitze“ erstreckt sich der kleine Stadtstrand mit blauen Liegestühlen und einem gemütlichen Café mit Tischen, Stühlen und Sonnenschirmen aus Stroh und Holz auf dem groben Sandboden. Landkarte Montenegro.

Kirche Heilige Maria an der Spitze - Budva - Montenegro

Service Montenegro:
Fähre Kamenari – Leptani 4,50 € einfach.
Sozina Tunnel 2,50 € einfach. Werbung: Hotels in Budva, an der Bucht von Kotor  oder in Podgorica buchen:


Diese Reise fand im April/Mai 2012 statt. Ich reiste mit meiner Frau. Überarbeitet im Dezember 2019. Tarifstand: Januar 2020.

Prokletije-Nationalpark von Montenegro

Folgen Sie mir auch in den Prokletije-Nationalpark von Montenegro, den ich auf einem Roadtrip durch den Balkan während einer anderen Reise kennenlernen durfte. Prokletije heißt übersetzt: Verwunschene Berge. Mein Beitrag: Kosovo und Montenegro – in den Schluchten des Balkan.

Aussicht vom Krstac-Pass auf die Adria

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