An der Côte d`Azur – der Wiege des Tourismus

Dieser Artikel nimmt an der Blogparade Europa und das Meer – Was bedeutet mir das Meer? | #DHMMeer  des Deutschen Historischen Museums teil.

Einer der ersten Wintergäste war der der britische Lordkanzler Lord Brougham im Jahr 1834. Ihm folgten zahlreiche Landsleute, die das milde Klima der französischen Mittelmeerküste dem nasskalten Wetter in der Heimat vorzogen. Sie förderten auch den Bau der ersten Strandpromenade in Nizza, die bei den Einheimischen alsbald „Camin dei Anglès“ genannt wurde. Die Anreise war damals sehr mühsam auf schlechten Straßen und Wegen.

Der große Aufschwung kam, als die Eisenbahn im Jahr 1864 Nizza erreichte. Jetzt entdeckte die Aristokratie das schöne Leben an der Küste und im Gefolge das Großbürgertum. Verbrachten um 1890 etwa 22.000 Gäste hier den Winter, so waren es um 1910 bereits 150.000.

Auch zahlreiche berühmte Künstler zog es hierher. Der Politiker, Jurist und Schriftsteller Stéphen Liégeard kreierte 1887 den Namen „La Côte d´Azur“ durch Veröffentlichung eines Buches mit diesem Titel. 1904 wurde der Name für den Küstenabschnitt offiziell durch seine Verwendung auf der Umschlagseite eines Reisehandbuchs des Fremdenverkehrsvereins von Nizza.

Um die Hotelbetten auch im Sommer zu füllen, wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Filmfestspiele von Cannes gegründet und der Grand Prix von Monaco etabliert. Nach dem 2. Weltkrieg verbrachten die französischen Präsidenten De Gaulle, Pompidou, Giscard d´Estaing und Mitterand die Sommerfrische in ihrem Feriensitz am Cap Brégançon.

Für mich als Münchner, fern der Meere wohnend und arbeitend, sind die Küsten Europas immer ein begehrtes Urlaubsziel. Im Mai ist eine  Reise entlang der blauen Küste ein besonderes Vergnügen. Besuchen Sie mit mir Nizza, Beaulieu, Monaco, Cannes und die Halbinsel St. Tropez, das Hinterland mit St. Paul-de-Vence und die Parfümstadt Grasse und fahren Sie mit einer Schmalspurbahn durch die Schlucht des Verdon.

Anreise:

1. Tag: Wir fahren mit unserem betagten Wagen über Lindau, Chur, den San Bernadino und weiter an Lugano und Mailand vorbei nach Genua. Dort erreichen wir das Mittelmeer und übernachten im Novotel direkt am Ende der Autobahn A7. Das Zimmer ist groß, mit Schallschutzfenstern und Wasserkocher für Tee und Kaffee ausgestattet und wir haben einen beeindruckenden Blick auf Teile des geschäftigen Hafens.

2. Tag / Sonntag: Es  geht es bei herrlichem Wetter problemlos weiter auf der imposanten Autobahn oberhalb der Blumenriviera nach Nizza.

Nizza – das Zentrum der Côte Azur

Wir haben drei Nächte im „Adagio Aparthotel“ gebucht. Es liegt direkt an der „Promenade des Anglais“. Das Appartement können wir noch nicht beziehen und so lassen wir unser Gepäck an der Rezeption und fahren gleich weiter zum Maifest im „Park Cimiez“, der auf einem Hügel im Norden der Stadt liegt.

Hier befindet sich auch das alte Franziskanerkloster, die antiken Thermen und die Museen der Maler Matisse und Chagall. Als wir unterhalb des Parks eine Dame nach dem Weg fragen, steigt sie bereitwillig in unseren Wagen und weist uns den Weg. Sie hat das selbe Ziel. Nur einen der raren Parkplätze müssen uns dann noch selbst suchen. Es erwartet uns ein südländisches Szenario: Unter Ölbäumen machen die Einheimischen Picknick, es gibt Verkaufsstände für Speisen, Wein und andere regionale Produkte, Musik und Tanz.

Zurück beim Hotel geht es erneut auf Parkplatzsuche, da diese von Badegästen belegt sind. Zwei Busstationen westlich werden wir auf der Promenade fündig. Nach einer weiteren Wartezeit ist dann unsere Wohnung bezugsfertig – voila! Das Warten hat sich gelohnt: Wir finden im 6. Stock eine geräumige Wohnung mit Schlaf- und Wohnzimmer, Küche, Bad, separatem WC und großem Balkon vor – perfekt ausgestattet! Schließlich unternehmen wir noch einen kleinen Abendspaziergang auf der „Promenade des Anglais“ am Meer entlang bis zum berühmten Hotel Negresco.

3. Tag: Es geht mit dem Stadtbus zum „Place Centrale“. Wir schlendern durch enge und dunkle Gassen mit hohen, pastellfarbigen Altstadthäusern und kommen an der „Cathédrale Ste. Réparate“, dem Rathaus und dem Justizpalast vorbei zum bekannten „Marché aux Fleurs“, dem Blumen-, Obst- und Gemüsemarkt.

Die Altstadt Nizzas ist im Osten durch den „Colline du Chateau“ begrenzt. Auf der „Rue des Ponchettes“ gelangt man am „Tour Bellanda“ zu einem Aufzug auf den Burgberg. Auf dem knapp 100 m hohen Hügel befand sich einst eine Festung im Besitz der Savoyer. 1706 gelang es Ludwig XIV. die Stadt für kurze Zeit zu besetzen und die Festung zu sprengen. Dies ist der Grund, weshalb man heute keine mittelalterlichen Burg zu sehen bekommt, sondern bestenfalls noch ein paar Mauerreste.

Der Besuch des Stadtbergs lohnt sich dennoch. Die gesamte Anlage ist ein schöner Garten mit exotischen Pflanzen, groß gewachsenen Palmen und Kakteen mit fingergroßen Stacheln. Es gibt einen kleinen Biergarten mit Kiosk. Als kleine Zwischenmahlzeit bestelle ich mir einen „Croque Monsieur“. Von hier oben hat man einen Blick auf die gesamte „Promenade des Anglais“ und auf der anderen Seite des Plateaus auf den „Port Lympia“.

Dorthin steigen wir hinab und gehen weiter zum „Place Garibaldi“. Der italienische Freiheitskämpfer wurde in Nizza geboren, das zu dieser Zeit zu Savoyen gehörte. In einer Volksabstimmung entschied sich letztlich eine große Mehrheit der Bevölkerung im Jahr 1860 für die Zugehörigkeit zu Frankreich.

Am Abend fahren wir mit der modernen Trambahn zum Place Liberation mit dem Kulturzentrum im ehemaligen Lokalbahnhof der „Chemins de Fer de Provence“. Bei milden Temperaturen verfolgen wir dort eine Aufführung von King Lear in französischer Sprache auf der Freilichtbühne.

Eine weitere Sehenswüdigkeit ist die russisch-orthodoxe Kathedrale „Saint-Nicolas“ am „Boulevard du Tsarévitc“. Am heutigen Standort der Kathedrale war im Jahr 1865 der Zarewitsch Nikolai Alexandrowitsch Romanow gestorben. Er war das zweite Kind von Großfürst Alexander und Marie von Hessen-Darmstadt. Die Kirche war und ist das Zentrum der großen russischen Kolonie in Nizza. Charakteristisch für das sehenswerte Bauwerk sind vor allem die sechs goldenen und grünen Kuppeln, die weithin sichtbar in den Himmel ragen und der Grundriss  in Form eines griechischen Kreuzes. An den Wänden der größten russisch-orthodoxen Kathedrale außerhalb Russlands sind unzählige aufwendige Goldschmiedearbeiten und Holzverkleidungen zu finden.

Service Nizza:
Hotel Adagio Nice Promenade des Anglais
Studio ab 143 €
Hotel Comte de Nice
DZ ab 90 €
+ Je suis Charlie + Im Gedenken an die Opfer des islamistischen Terrors auf den Promenades des Anglais am französischen Nationalfeiertag am 14. Juli 2016 +

Das Künstlerdorf St. Paul-de-Vence und die Parfümstadt Grasse

4. Tag: Wir fahren ins Hinterland in das romantische Künstlerdorf St.Paul de Vence mit einer herrlichen Aussicht auf die Seealpen und die Bucht von Nizza. Der Maler Marc Chagall liegt auf dem Dorffriedhof begraben. Am Eingang des Dorfes befindet sich ein Boule-Platz der durch Spieler wie Lino Ventura und Yves Montand bekannt wurde. Es finden dort Wettbewerbe für Amateure und Profis statt.

Mittagspause machen wir in Vence, dem römischen Vinitium, vom 5. Jahrhundert bis zur Revolution Bischofssitz. Die ganze Altstadt ist von einer Mauer umschlossen durch die zahlreiche Tore ins Innere führen.

Weiter durch die blühende Landschaft der Provence erreichen wir das Parfümstädtchen Grasse, wo am Tag zuvor das Rosenfest statt fand. Wir machen eine Kaffeepause in einer der mittelalterlichen Gassen und besichtigen anschließend eine der berühmten Manufakturen: Fragonard.

Èze, Beaulieu-sur-Mer und Cap Ferrat

5. Tag: Wir wechseln das Quartier und fahren zunächst die mittlere der auf drei verschiedenen Ebenen liegenden Panoramastraßen mit dem Namen „Corniche“ bis ins mittelalterliche Èze Village, das wie ein Adlerhorst auf den Klippen über der Küste thront. Es ist ein Künstlerdorf mit engen, verträumten Gassen und Stiegen die sich zur Burgruine hinaufwinden. Es gibt antike Brunnen und liebevoll restaurierte Steinhäuser mit bunten Blumenkästen.

Danach wechseln wir auf die „Obere Corniche“ nach La Turbie. In der Nähe des zu Ehren Kaiser Augustus in Auftrag gegebenen 50 m hohen Denkmals „Trophée des Alpes“ machen wir Brotzeit und blicken hinunter auf Monaco. Über Cap d´Ail erreichen wir Beaulieu.

Im „Hotel Ibis Styles“ bekommen wir für drei Nächte ein Zimmer in der obersten Etage mit Blick vom Balkon auf die Bucht und das Cap Ferrat. Neben dem guten Frühstück gibt es nachmittags auch Kaffee oder Tee, „Pain au Chocolate“ und Croissants zur gefälligen Bedienung. Das Auto bekommt einen Stellplatz in der Garage einer Appartementanlage direkt neben dem Hotel. Für die nächsten zwei Tage können wir auf den Wagen verzichten.

6. Tag: Wir nehmen bei weiterhin herrlichem Wetter den Linienbus nach Saint-Jean-Cap-Ferrat. Die Haltestelle ist ganz in der Nähe des Hotels. Auf dem Kap angekommen umrunden wir zunächst die Halbinsel Saint-Hospice auf dem Küstenpfad und kommen dabei am „Paloma Beach“ vorbei.

 

Zurück in Saint Jean decken wir uns im Laden mit Baguette, Salami, Käse und ein paar anderen kleinen Köstlichkeiten aus der Provence ein und machen Brotzeit. Wir wandern weiter entlang des verkehrsfreien Ufers in nördlicher Richtung auf der schönen „Promenade Maurice Rouvier“ an der Villa, die einst dem Hollywood-Schauspieler David Niven gehörte, vorbei in 90 Minuten zurück nach Beaulieu-sur-Mer.

Monaco – Monte Carlo

7. Tag: Heute fahren wir in einen überfüllten Zug nach Monaco/Monte Carlo, aber es sind ja nur 3 Stationen. In Monte Carlo werden schon Vorbereitungen für den Formel 1 Grand Prix getroffen – Tribünen, Leitplanken und Reifenstapel an der „St-Devote-Kurve“ platziert. Das bedeutet für Fußgänger ein Hindernislauf. Um bequem mit Aufzug und Rolltreppen hinauf zur Altstadt von Monaco zu gelangen, gehen wir am „Port Hercule“ den „Quai Antoine Ier“ entlang. Hier liegen die noblen Yachten der Upper Class. Noch ein paar Stufen am Fort vorbei erreichen wir das Meer. Am Parkhaus befindet sich der Zugang mit Rolltreppen und Aufzügen.

Oben auf dem Felsplateau stehen wir direkt vor dem Eingang zum des „Ozeanographischen Museums“. In der der Kathedrale liegen Gracia Patricia und Fürst Rainer begraben. Noch ein paar Meter durchs Gewühl, dann haben wir das Fürstenschloss erreicht. Beim steilen Abstieg über die „Rampe de la Major“ haben wir einen guten Ausblick auf Monte Carlo und den Hafen.

Am frühen Nachmittag geht es zurück nach Beaulieue. Nach dem Kaffeetrinken spazierten wir noch durch den Ort zum großen Sporthafen.

Service Beaulieu-sur-Mer:
Hotel Ibis Styles 
DZ ab 132 € Garagenstellplatz 10 €

Bahnfahrt Beaulieu – Monaco / Monte Carlo 3 € 
Antibes und die Filmfestspiele in Cannes

8. Tag / Samstag: Heute können wir unser Ferienhaus in Cogolin beziehen. Der Weg dorthin führt und an der Küste entlang auf der „Unteren Corniche“ über Villefranche nach Nizza. Weiter geht es am Hafen vorbei über die „Promenade des Anglais“ hinaus zum Flughafen. Mittagspause machen wir in Antibes. Picasso hatte zeitweise ein Atelier in der ehemaligen Grimaldi-Burg am Hafen, wo einst schon eine griechische Akropolis und ein römisches Castrum stand. Die Altstadt mit ihrer ursprünglich mediterranen Atmosphäre ist auch heute von Hafen und Meer durch eine dicke Mauer getrennt.

Am Nachmittag passieren wir die Nobelhotels in Juan-les-Pins und erreichen Cannes, wo wir auf der „Croisette“ zum „Palais des Festivals“ rollen. Das Auto bringen wir im Parkhaus unter und stürzen uns in den Festivaltrubel unter Besucher, Autogrammjäger, Filmstars und Sternchen. Immer größere Besucherströme ergießen sich auf die „Croisette“ und viele Straßen werden gesperrt. Vor den großen Hotels bilden sich Menschentrauben.

 

Cogolin auf der Halbinsel St. Tropez

Wir können nur Zentimeter für Zentimeter vorankommend die Innenstadt von Cannes verlassen, finden dann die Küstenstraße nicht und kommen nach einem Umweg erst um Viertel nach sieben in Cogolin an, rechtzeitig um noch im riesigen „Leclerc Supermarkt“ einkaufen zu gehen. Auch unsere Vermieter erwarten uns schon ungeduldig, da sie noch eine Verabredung für den Abend haben. Allerdings sind wir noch in der vorgegeben Zeitspanne für die Übernahme des Objekts.

Das Ferienhaus ist leicht zurückversetzt an das Haus der Vermieter angebaut und liegt auf einem 1 000 qm großem Grundstück mit gemeinsamem Pool, Sauna und Jacuzzi. Auf der Terrasse steht ein Tisch und gusseiserne Stühle im provencalischem Stil mit Polstern, überdacht von einem luftigen Baldachin und zwei bequeme Sonnenliegen. Die Terrasse ist von mediterranen Pflanzen begrenzt. Vom Pool hat man einen schönen Blick auf das „Massif des Maures“.
 
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Die Einrichtung des Hauses ist sehr hell und freundlich, die Küche gut ausgestattet, es gab fast alle deutschen Sender im Fernsehen, WLAN und einen Parkplatz durch ein Elektro-Tor gesichert. Einzig die Betten sind leider schlecht. Die Gastgeber sind sehr freundlich und diskret, sprechen aber nur Französisch und Italienisch.
9. Tag / Sonntag: Wir ruhen uns auf der schönen Terrasse aus und fahren nur kurz „Centre Ville“ um Baguette und Obst zu kaufen.
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St. Tropez – das mondäne Fischerdorf 

10. Tag: Am Morgen fahren wir in das nur acht Kilometer entfernte St. Tropez. Wir bummeln am Kai mit den Luxusbooten entlang in die Altstadt. Überall hängen Bilder von Brigitte Bardot; nach den Dreharbeiten am Hafen für den Kinofilm „Und ewig lockt das Weib“ wird der kleine Fischerort weltbekannt. Allerdings gab es schon Ende des 19. Jahrhunderts hier eine kleine Künstlerkolonie um Signac und Matisse.

In einem überdachten und weiß gefliesten Durchgang zu Hafen befindet sich ein netter kleiner Fischmarkt. Anschließend fahren wir vier Kilometer südwärts zum „Cap du Pinet“. Am „Plage Tahiti“ machen wir Mittagspause.

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Der raue Charme der Gorges du Verdon

11. Tag: Wir fahren mit dem Auto nach Draguignan, durch die „Gorges de Châteaudouble“, folgen dem linken Verdon-Ufer und fahren am „Barrage de Castillon“ entlang nach St. André-les-Alpes (125 km). Hier nehmen wir den „Train des Pignes“, eine Schmalspurbahn der „Chemins de Fer de la Provence“, entlang des Verdon und des Var durch Schluchten und Tunnels und über viele Brücken nach Entrevaux.
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Entrevaux ist ein unter dem Festungsbauer Vauban stark befestigtes Grenzstädtchen zwischen Frankreich und dem ehemaligen Königreich von Savoyen. Im Ort gibt es ein französisches, ein italienisches Tor und das Königstor. Hoch über dem Ort thront die Festung. Zurück in St. André fahren wir auf der rechten Seite des Verdon eine Schleife über die kurvenreiche „Route des Crêtes“ mit einem fantastischen Blick hinunter zum „Grand Canyon du Verdon“.
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Drei Stunden später sind wir wieder in Cogolin. Unterwegs hat der Mistral, ein starker Fallwind aus  dem Nordwesten, eingesetzt. Er tritt von der Languedoc im Westen bis zum „Golf von Fréjus“ auf und verursacht bei empfindlichen Menschen starke Kopfschmerzen.
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12. Tag: Heute ist Wochenmarkt am „Place Victor Hugo“ in Cogolin! In den neu gekauften Einkaufskorb kommen Obst, Gemüse, Blumen, Brot und Oliven. Außerdem kaufe ich drei hübsche Schälchen aus Keramik auf einem länglichen Teller um Oliven zu präsentieren.
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Rund ums Massif des Maures
Westlich von Cogolin erstrecken sich herrliche Kastanien- und Korkeichenwälder. Eine Rundfahrt um das „Massif des Maures“ auf der gewundenen Straße D14 führt mich zunächst
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zur mächtigen „Chartreuse de la Verne“. Das ehemalige Kartäuserkloster besetzt einen ganzen Höhenzug. Idyllisch in einem Flusstal liegt Collobrières mit seinen Manufakturen, die auf die Verarbeitung von Maronen spezialisiert sind. Über den „Col des Fourches“ und dem „Col de Vignon“ umrunde ich das Massif des Maures. Höhepunkt der Rundfahrt ist der Ort Grimaud. Wunderbar ist die Abendstimmung auf Gassen und Plätzen und der Ausblick auf den Golf von St. Tropez.
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Port Grimaud – Urlaub direkt am Wasser
13. Tag: Wir fahren nach Port Grimaud. Der neu konzipierte Ferienort an der Küste mit seinen ins Wasser gebauten Ferienhäusern und -wohnungen mit eigenen Bootsanlegern ist bei Urlaubern zu recht sehr beliebt. Auch hier war gerade Wochenmarkt und ich erwerbe einen sehr guten Ziegenkäse.
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Le Levandou
14. Tag: Wir unternehmen einen Ausflug zur Sommerresidenz der französischen Präsidenten „Fort Brégancon“. Pompidou, Giscard d´Estaing, Mitterrand, Chirac und Sarkozy weilten gerne hier, Holland benutzte das Fort nicht. Es ist jetzt für das Publikum geöffnet. Das Städtchen Le Levandou gefällt uns sehr gut. Von hier verkehren die Boote zu den vorgelagerten Hyères Inseln „Port-Cros“ und „Porquerolles“.
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Über die „Corniche des Maures“ fahren wir nach Gassin, einem in der Nebensaison recht stillen Ort auf einem Hügel in der Nähe von Cogolin mit Blick über die Halbinsel St. Tropez. Am Nachmittag genießen wir das immer noch herrliche Wetter auf der schönen Terrasse unseres Hauses.
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Service Halbinsel Saint Tropez:
Ferienhaus
Interchalet COG130 ab 470 € pro Woche für bis zu 5 Personen
Wochenmarkt in Cogolin immer Mittwoch
Patronatsfest St. Torpes in Saint Tropez Mitte Mai
Rundfahrt  Massif des Maures ca. 80 km
Rundfahrt Fort de Bregancon und Côte des Maures ca. 100 km
Ausflug Gorges du Verdon ca. 270 km
Train des Pignes ab St. Andre-les-Alpes 11:43 Uhr – ab Entreveaux 14:29 Uhr – Fahrpreis 19 €
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Heimreise
15. Tag: Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern Ann und Maurice Santangelo. Ein letzter Höhepunkt ist die Fahrt auf der „Corniche d´Esterel“ zwischen St. Raphael und Cannes. Die roten Felsen erinnerten uns an die „Red Rocks von Sedona“ in Arizona mit einem Extra: Die schöne Küste. Prompt geraten wir an einem Aussichtspunkt in ein Photo-Shooting mit einem Modell in Petticoat und einem Chevrolet Cabriolet mit einem Autokennzeichen aus New Mexico. In Théoule werfen wir nochmal einen Blick hinüber auf Cannes und die verschneiten Gipfel der Seealpen und schon sind wir wieder auf der Autobahn nach Genua.
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Dort regnet es leicht, was uns nicht davon abhält, vom Novotel aus mit den Bus in die Stadt zu fahren. Viele Adelspaläste an der „Via Garibaldi“ und viele große Kirchen zeugen heute noch vom Reichtum und der Macht der Seerepublik in vergangenen Zeiten. In einer Trattoria serviert man uns hervorragende hausgemachte Pasta und Lasagne und ein Viertel wohlschmeckenden Rotwein. Nach einer guten Nacht im Novotel verläuft auch die Heimreise über San Bernadino und Bregenz bestens.

Service Anreise:
Novotel Genova City
DZ ab 110 €

Diese Reise fand im Mai 2015 statt. Ich reiste mit meiner Frau. Tarifstand Juli 2018.

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Ein Gedanke zu „An der Côte d`Azur – der Wiege des Tourismus

  • Juli 16, 2018 um 6:51 am
    Permalink

    Liebe Michael,

    was für ein Parforce-Ritt! Vielen herzlichen Dank für deinen Beitrag zu #DHMeer. Viele der Orte kenne ich sehr gut, da wir oft hier waren. Mittlerweile landen wir im äußersten Zipfel Frankreichs, in Argèles-sur-Mer bei Narbonne mit Abstecher nach Spanien, so auch sehr bald, worauf ich mich extrem freue. Gerade die Blogparade bindet aktuell viel Einsatz, da so grandiose Beiträge, wie deiner, eingehen. Das Wochenende war diesbzgl. unglaublich. Heute morgen bereiten wir alles auf, nachdem wir am Freitag mit 42 Beiträgen ins Wochenende gingen. Jetzt dürften es 52 sein. Bin gespannt. Das @DHMBerlin aktualisiert gerade die Blogparade – ihr seid alle unglaublich!

    Bei mir im Blog habe ich eine Gastautorin, die schon mehrfach über Nizza und Umgebung geschrieben hat, vielleicht wirst du da fürs nächste Mal fündig.

    Jetzt erst einmal – merci beaucoup für deine Tour!

    Herzlich,
    Tanja von KULTUR – MUSEUM – TALK

    Antwort

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