Korsika – die vielfältige Insel

Diese Mietwagenrundreise führt durch schroffe Berglandschaften mit ausgedehnten Laubwäldern und an traumhafte Buchten.

Anreise mit Flug und Fähre

1. Tag: Wir nehmen den Mittagsflug mit Lufthansa nach Marseille. Unser Apartment-Hotel Adagio liegt zentral an der Rue de la Republique, ideal für eine Stadtbesichtigung.

2. Tag: Nach dem Frühstück geht es mit dem Expresszug vom Bahnhof St. Charles entlang der malerischen Küste zunächst nach Cannes. Nach einer kurzen Unterbrechung fahren wir weiter nach Nizza. Unser Hotel Comté de Nice liegt wenige Minuten nördlich des Bahnhofs am Place Liberation. Im ehemaligen Lokalbahnhof der Chemins de Fer de Provence befindet sich ein Kulturzentrum. Am Abend können wir bei milden Temperaturen dort eine Aufführung von King Lear in Französisch auf der Freilichtbühne verfolgen.

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3. Tag: Wir fahren mit der modernen Tram in die Altstadt, schlendern durch die engen Gassen, besichtigen die Kathedrale und den Blumenmarkt und bummeln die Promenade des Anglais bis zum berühmten Hotel Negresco entlang.

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Nach Rückkehr mit der Tram zur Place Liberation lauschen wir noch ein wenig einem Open-Air-Konzert.

Im Hotel nehmen wir dann ein Taxi zum Hafen und fahren um 14:15 Uhr mit Corsica Ferries auf der „Mega Express 4“ nach Bastia. Es ist ein großes Schiff mit einem schönen Sonnendeck mit Bar und Pool. Nach drei Stunden taucht Steuerbord die Insel Korsika auf. Sie ist in das magische Licht der untergehenden Sonne getaucht.

Ankunft in Bastia im Nordosten

Um 20:00 Uhr nach sechs Stunden erreichen wir denn Hafen von Bastia. Leider verpassen wir knapp den letzten Stadtbus vom Hafen zum Hotel im Süden der Stadt und ein Taxi ist sehr schwer zu bekommen. Auf der Suche kommen wir an einem Lokal vorbei, in der Korsen ihren polyphonen, melodischen Gesang „Paghjellas“ aufführen. Ein Anruf an der Rezeption unseres „Hotel Sud“ verhilft uns schließlich doch noch zu einem Taxi.

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4. Tag: Ich hole am Flughafen unseren Avis-Mietwagen ab, einen neuen Peugeot 308 Diesel mit 115 PS und Kilometer-Stand 7.300.

Corte – im Zentrum der Insel

Mit ihm geht es zunächst hinauf zur alten Inselhauptstadt Corte auf 600 m Höhe im Zentrum der Insel. Sie ist von hohen Bergen umgeben.

Wir parken unterhalb der imposanten Zitadelle. In einem schönen Terrassenrestaurant machen wir eine gemütliche Mittagspause bei korsischen Spezialitäten inklusive eines mit Kastanienmalz gebrauten lokalen Biers. Danach bummeln wir durch die hübsche Altstadt. Nachmittags fahren wir weiter über den Col de Sorba (1.311m) zum Wanderdorf Ghisoni, das inmitten ausgedehnter Mischwälder liegt.

Die Ostküste bei Ghisonaccia

Die Straße geht weiter durch die wildromantische Orbuschlucht hinunter zu Ostküste. In Ghisonaccia beziehen wir ein Apartment in der in einem Pinienwald gelegenen, weitläufigen Ferienanlage Perla di Mare. Der Strand ist feinsandig und das Wasser mit 25° noch angenehm warm.

Service Ostküste:
Ghisonaccia: Perla di Mare*** Apartment bis zu 4 Personen ab 54 €

5. Tag: Wir folgen zunächst der fruchtbare Küstenebene und biegen später ab über den Col de Larone (608 m) zum Bavella-Pass (1.218 m) inmitten einer fantastischen Szenerie.

Auf der Fahrt durch die Berge, kommen uns auf den engen, kurvenreichen Bergstraßen nicht nur Ziegen und Kühe, sondern auch mal Wildschweine entgegen. Landschildkröten sonnen sich auf dem warmen Asphalt. Es sind viele Radsportler unterwegs.

Porto Vecchio im Südosten

An einem Stausee vorbei kommen wir an einen Aussichtspunkt, von dem aus man die ganze Küste bei Porto Vecchio im Südosten der Insel überblicken kann.

Hier haben wir für drei Nächte in der schönen Apartmentanlage Paese Serenu ein Zweibett-Apartment mit großem Balkon gebucht. Wir werden herzlich von Alban empfangen, der sehr gut deutsch spricht. Bei 28° Temperatur geht es zum baden. Hier ist der große, beheizte Rundpool verlockender, als der sehr flach abfallende  Strand, der im Wasser mit Steinen durchsetzt ist.

Bonifacio im Süden

6. Tag: Heute steht ein Ausflug an die Südspitze Korsikas in das malerisch auf einem Felsrücken gelegene Städtchen Bonifacio auf unserem Programm. Die Halbinsel trennt den besten Naturhafen des Mittelmeers von der gefährlichen Meerenge zwischen Korsika und Sardinien.

Wir unternehmen eine Bootstour vom Hafen durch die Felsbucht, zu den Grotten und entlang der Steilküste. Anschließend besichtigen wir die Oberstadt, wo wir in einem Restaurant fein gefüllte Auberginen nach Bonifacio-Art vorgesetzt bekommen. Auf der anderen Seite der Meerenge liegt im Süden Sardinien.

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Am Abend sitzt auf der Terrasse des Nebenhauses eine Gruppe Franzosen. Es wird auf den Heiligen Michael mit gutem korsischen Wein angestoßen, was mich auf liebenswürdige Weise an meinen Namenstag erinnert.

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7. Tag: Ruhetag. Wir genießen bei herrlichem Wetter unsere Apartmentanlage, den Strand, den Pool und den Balkon.

Service Porto Vecchio / Bonifacio:
Porto Vecchio: Paese Serenu***
Apartment ab 100 €.
Bonifacio: Bootsausflug 17,50 €

8. Tag: Es geht weiter in den Südwesten über das früher von Blutrache heimgesuchten, etwas finstere Sartène, am einem Berghang gelegen. Wir kommen an den prähistorischen Stätten von Filitosa vorbei. Es gibt Menhire, Feuerstellen und eine Zyklopenmauer zu sehen. Auf einer reizvollen Nebenstraße erreichen wir den lichten Golf von Ajaccio.

Ajacchio im Südwesten

Am Plage Agosto quartieren wir uns im wunderschönen Radisson Blu Ajaccio Bay ein. Natürlich lockt auch hier der schöne Pool.

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Auf der anderen Seite der Bucht liegt Ajacchio, der Geburtsort von Napoleon Bonaparte, dem kleinen großen Sohn der Insel.

Service Ajacchio:
Radisson Blu Resort & Spa****
DZ ab 179 €

9. Tag: Wir begeben uns auf unsere Königsetappe entlang der Westküste. In einem der schönsten Dörfer Frankreichs, in Piana, machen wir eine Kaffeepause. Durch die zerklüftete Calanche von Piana mit ihren roten Felsen erreichen wir

den Golf von Porto. Beides gehört zum UNESCO Weltnaturerbe.

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Calvi im Nordwesten

Auf engen und kurvenreichen Straßen geht es teils durch die Berge, teils an der Küste entlang nach Calvi, mit seiner schönen Hafenpromenade und der imposanten Zitadelle. Hier gönnen wir uns in einem Terrassenrestaurant am Yachthafen nach etwa 5.000 Kurven eine verspätete Mittagspause. Es gibt wohlschmeckenden Galettes. Über L´lle Rousse erreichten wir das nette Küstenstädtchen St. Florent.

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Hier übernachten wir zwei Mal im Hotel Thalassa.

Service St. Florent:
Hotel Thalassa*** DZ mit Bergblick ab 69 €

10. Tag: Ein Ausflug führt uns in das Weindorf Patrimonio mit seinen alten Kellern und dem Menhir U Nativu im Ortszentrum. Ein kleines Sträßchen geht hinauf zum Aussichtsberg Serra di Pigno (961m) mit einem schönen Blick auf Bastia.

In der Hafenstadt mit 55.000 Einwohnern an der nördlichen Ostküste tobte der Verkehr und nur mit etwas Glück, ist ein Parkplatz zu ergattern. Der weiträumige, mondäne Place St-Nicolas, der Marktplatz mit dem Rathaus und der Alte Hafen gefallen uns gut.

Südlich davon liegt die Zitadelle und die Altstadt. Zeit für ein wenig Shopping!

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Auf dem Rückweg geht es über die Pässe Col de Teghime (536m) und Col de San Stefano in den Nordwesten. Wir besuchen wir noch die romanische Kirche St. Michele de Murato aus pisanischer Zeit. 

Zwei Kilometer vor St. Florent im Landesinneren liegt einsam der Dom mit den Reliquien des heiligen Florus. Im 13. Jahrhundert überfielen Sarazenen die Hauptstadt des Nebbio. Das einzige Gebäude, das den Überfall überstand war diese Kirche. Der Ort wurde daraufhin verlegt und direkt am Meer neu aufgebaut. An der Place du Port spielen die Männer des Ortes Boule.

Cap Corse im Norden

11. Tag: Die letzte Etappe führt uns zunächst nach Nonza, dem Geburtsort der Heiligen Julia. Er liegt auf einem ausgesetzten Felssporn über dem Meer.

Es geht weiter in den Norden nach Centuri-Port, einem Fischerort und Yachthafen. Oberhalb stehen die Ruinen einiger Windmühlen und gleich daneben moderne Windräder. 

An der Nordspitze in Barcaggio machen wir auf der sonnigen Terrasse eines Fischrestaurants Pause. Wir haben eine schöne Aussicht auf die Felseninsel Giraglia und auf das Cap Corse. In Macinaggio erreichen wir die Ostküste und in Erbalunga machen wir die nächste Pause. Durch enge Gässchen laufen wir zum Genueser Turm.  

Die letzte Etappe endet im Hotel Les Jardins de la Madrague in Lucciana nahe dem Flughafen Bastia-Poretto.

Service Bastia:
Sud Hotel***
Doppelzimmer ab 72 Euro
Hotel Les Jardines de la Madrague*** am Flughafen Doppelzimmer ab 86 Euro 

12. Tag: Wir geben den Mietwagen zurück und fliegen um 9:15 Uhr mit Lufthansa von Bastia nach München.

Fazit: Herrliches Sommerwetter, traumhafte, großteils unverbaute Buchten, schroffe Berge, ausgedehnte Laubwälder mit Esskastanien, Eichen und Pinien, enge mittelalterliche Städte und Dörfer, gutes Essen und feine Weine, freundliche Menschen, risikofreudige Autofahrer und ca. 20. 000 teils sehr enge Kurven. 

Service An- und Abreise:
Gabelflug mit Lufthansa von München nach Marseille und zurück von Bastia nach München ab 258 Euro mit Gepäck.
Bahnfahrt Marseille – Nizza ab 38 Euro.
Fähre Nizza-Bastia
ab 32 Euro.
Mietwagen Mittelklasse
Peugeot 308 für 7 Tage mit Vollkasko ohne SB ab 347 Euro bei DERTOUR.

963 km sind wir auf Korsika in einer Woche mit dem Mietwagen gefahren.

Diese Reise fand im September 2014 statt. Ich reiste mit meiner Frau. Tarifstand Dezember 2017

Meine Bewertungen:

Marseille:

Nizza:

Bastia:

 Ghisonaccia:

Porto Vecchio:

Ajaccio:

Saint Florent:

Lucciana

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Weitere Berichte aus Frankreich auf meiner Website:

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