Hohe Tatra Nationalpark – das kleinste Hochgebirge der Welt

Die Gerlachspitze auf Slowakischer Seite ist 2655 m hoch, die Rysy ist der höchste Berg Polens mit ca. 2500 m. Über beide Länder erstreckt sich ein gemeinsamer Nationalpark. Neben Gemsen, Murmeltieren, Rotwild und Steinadler gibt es auch Wölfe und Braunbären.
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Anreise

Abfahrt München Hbf um 09:28 Uhr mit dem komfortablen ÖBB-Railjet nach Wien, das wir schon 4 Stunden später erreichen. Das Umsteigen am neuen Wiener Hauptbahnhof ist sehr angenehm. Ein Regionalexpress bringt uns in die Hauptstadt der Slowakei nach Pressburg/Bratislava, Ankunft 15:22. Wir nehmen uns zwei Tage Zeit für diese schöne Barockstadt an der Donau.

3. Tag, 09:55 Uhr: Der Expresszug Dargov verlässt  den hlavná stanica von Bratislava in Richtung Kosice. Es geht vorbei am berühmten Kurort Piestany, entlang der Waag und durchs Liptauer Land und nach gut 4 Stunden taucht der Gebirgszug der Hohen Tatra auf. In Deutschendorf/Poprad Tatry steigen wir in einen modernen, mit Schülern gut gefüllten Regionalzug um und erreichen nach zwei Stationen Kaltenbach/Studeny Potok von wo uns ein kleiner, fast historisch zu nennenden Triebwagen in 15 Minuten hinauf bringt nach

Tatra Lomnitz/Tatranska Lomnica

Das Grandhotel Praha liegt oberhalb des Ortes am Hang der Hohen Tatra. Das Hotel wurde 1904 im Jugendstil erbaut. Durch die Buchung einer besseren Zimmerkategorie bekommen wir ein modernes Zimmer mit Jugendstildekoration, vergoldeten Wasserhähnen im Bad und einem kleinen Balkon mit schönem Talblick. Eine Tür am Ende des Flurs führte auf kurzem Weg zum Wellnessbereich mit Hallenbad und einem Infinity-Entspannungspool im Freien. Abends wird in der Lounge Klavier gespielt. Daneben liegt der helle, große Speisesaal. Morgens wird hier das Frühstücksbuffet aufgebaut und abends wird ein 3-Gänge Menü angeboten.

Gut und preiswert essen kann man im Sportstüberl des „Relax Park Jazierko“, 15 Gehminuten vom Hotel entfernt. Hier gibt es einen Bootsverleih, Klettergarten, Minigolf und Abenteuerspielplatz.

Höhenweg vom Hrebienok nach Tatranska Lomnica

4. Tag: Wir laufen nach dem Frühstück hinunter zum Bahnhof und fahren mit der elektrischen Tatra-Schmalspurbahn in den Nachbarort Altschmecks/Stary Smokovec und von dort mit der Standseilbahn auf den Kamm/Hrebienok in 1285 m Höhe. Bei gutem Wanderwetter sind dort im Herbst viele Leute unterwegs. Mittagspause machen wir in der gemütlichen Bilikova Chata (Hütte) bei herzhaften Palatschinken.

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An Wasserfällen vorbei wandern wir auf dem Höhenweg etwas mehr als zwei Stunden zurück nach Tatra Lomnitz.
 
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Die Lomnitzer Spitze 2634 m
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5. Tag: Es geht mit der Gondelbahn hinauf zum Steinbachsee / Skalnaté Pleso. Eine Kabinenbahn führt von dort weiter hinauf zur Lomnitzer Spitze (2634 m Höhe). Die Bergstation ist in Wolken gehüllt und gibt den Blick immer nur kurz frei. So begnügen wir uns mit dem Sessellift hinauf zum Lomnitzer Sattel in 2190 m Höhe. In der urigen Steinigen Hütte/Skalnata Chata einige hundert Meter unterhalb des Steinbachsees machen wir Pause. Dort gibt es eine kleine Ausstellung mit Gegenständen und Bildern vom alljährlichen Wettbewerb der Tatra-Träger. Es gilt Waren und Gegenstände mit Kraxn auf die umliegenden Berghütten zu tragen. Der Rekord liegt bei 207 kg durch einen Träger!
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6. Tag: Ortswechsel. Wir fahren mit der Tatrabahn weiter zum
Tschirmer See/Strbske Pleso
Wir steigen im Hotel Toliar direkt hinter dem Bahnhof ab. Auch dieses Hotel verfügt über ein frisch renoviertes Hallenbad, die Zimmer sind aber deutlich einfacher. Der See auf 1350 m Höhe, ist der größte der vielen Tatra-Gletscherseen und -gumpen. Ein bequemer Spazierweg führt in einer guten Stunde um den See. Anschauliche Tafeln der Nationalparkverwaltung erklären die Flora und Fauna des Bergmassivs und es gibt eine interessante Karte, auf der die Wege der darauf namentlich benannten Braunbären mit GPS Koordinaten angezeigt werden.
 
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Unterhalb des Ortes liegt der kleinere Neue Tschirmer See/Nove Strbske Pleso. Die Skisprungschanzen wurden zu Nordischen Ski WM 1970 gebaut. Das Gebiet ist ebenfalls bei Wanderern sehr beliebt. Besonders schön sind die zwei Touren zu den beiden höher gelegenen Seen Jamské und Popradské. Die Spuren des Orkans von 2004 sind mancherorts noch immer deutlich zu sehen.
Abreise
8. Tag: Mit der Zahnradbahn geht es durch den Wald hinunter nach Tschirm/Strba, wo man in den Schnellzug umsteigen kann. Im Speisewagen wird zu günstigen Preisen frisch aufgekocht, wir nehmen auf der Fahrt nach Bratislava unser Mittagessen ein. Der Ober umsorgt einen mit K&K-Charme und nimmt in bestem Deutsch die Bestellung auf. Ab Bratislava geht es mit dem Regionalexppress weiter nach Wien. Wir hängen an unsere Reise noch einen 3-tägigen Aufenthalt im idyllischen Weinort Gumpoldskirchen am Fuß des Wienerwalds an. Gumpoldskirchen ist an das Wiener S-Bahnnetz angeschlossen.
11. Tag:  Auch im Railjet zurück nach München testen wir den Speisewagen. Das Speisen- und Getränkeangebot ist hier besser und umfangreicher als im deutschen ICE. Ohne Stress und Stau erreichten wir pünktlich München.
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Service Hohe Tatra:
Grandhotel Praha Tatranska Lomnica DZ deLuxe inkl. Frühstück 86 € (Frühbucherermäßigung und 4=3 bei DERTOUR)
Tatrabahn Tantranska Lomnica – Strbske Pleso 2 € Distanz:25 km
Standseilbahn Stary Smokovec – Hrebienok H+R 9 €
Gondelbahn Tatranska Lomnica – Skalnate Pleso H+R 19 € >
> Weiterfahrt mit der Sesselbahn zum Lomnitzer Sattel H+R 9 € oder
> Weiterfahrt mit der Kabinenbahn auf die Lomnitzer Spitze H+R 27 €  (mit Platzreservierung und langen Wartezeiten wegen geringer Kapazität)
Bahn Railjet bis Wien weiter mit erneutem Umsteigen in Bratislava nach Strba am Fuß der Hohen Tatra: 2.Kl. 49 €, 1.Kl. 69 €
 
Eine eindrucksvolle Natur und die günstigen Preise sind ein gutes Argument für eine Reise in das kleinste Hochgebirge der Welt. Diese Reise fand  im September/Oktober 2016 statt. Ich reiste mit meiner Frau.
Meine Bewertungen auf tripadvisor:

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