Nach Georgien – in die höchsten Berge Europas ?

Jubiläumsbericht – ein Jahr toeightycountries.com

Zählt Georgien zu Europa? Wenn ja, dann ist der Kaukasus das höchste Gebirge Europas. Acht Gipfel sind über 5.000 Meter hoch, der Elbrus in Russland sogar 5.642 Meter. Diese Reise führt von Kachetien mit einer 7.000 Jahre alten Weinbautradition ins Hochgebirge über den Kreuzpass zum 5.047 Meter hohen Kazbeg, in die alte Residenzstadt Mzechta und in die quirlige Hauptstadt Tiflis.

Anreise

1. Tag: 98 km: Ich fliege um die Mittagszeit von Kiew mit Georgian Airways nach Tiflis. Nach der Ankunft hole ich mir bei Avis den vorgebuchten Mietwagen ab, einen kleinen, roten Nissan Micra Automatik. Gleich nördlich des Airports fahre ich auf die Nationalstraße S 5 auf und in östliche Richtung nach Kachetien. Ich lerne die ersten tiefen Schlaglöcher kennen, nach gut 80 Kilometern biege ich rechts auf eine Landstraße ab. Vor mir tut sich eine schwarze Wand auf, davor spannt sich ein herrlicher Regenbogen über die hügelige, grüne Landschaft.

Kachetien – 7.000 Jahre Weintradition

Signagi liegt malerisch auf einem Hügel hoch über dem Alasanital. Auf der anderen Talseite ragen die ersten Berge des Kaukasus empor. Ich biege gleich nach dem Ortseingang in den engen Weg zu meiner Pension „Lia`s Guesthouse“ ab. Ich werde herzlich begrüßt und beziehe mein Zimmer im ersten Stock mit Balkon und schöner Aussicht.

Die dunklen Wolken sind mittlerweile abgezogen und ich laufe in knapp zehn Minuten hinunter ins Ortszentrum. In einem einfachen Restaurant mit Tischen und Stühlen im Garten lasse ich ich nieder und genieße demn lauen Abend bei Kebab mit Salat und einem Glas Wein.

2. Tag: Es gibt ein großartiges Frühstück auf der Terrasse mit Spiegelei, Würstchen, Tomaten und Gurken, cremigen Joghurt, Melone, Nektarinen, Hefegebäck und Sulgumi, einem georgischen Salzlakenkäse. So gestärkt besichtige ich den alten Ortskern. Auf einer Aussichtsterrasse bietet mir ein älterer Herr an, durch sein russisches Fernglas einen Blick zu werfen. Die Gebühr beträgt ein Lari. Enge Gassen, die Stadtmauer mit ihren Toren und die Bürgerhäuser mit schönen Holzbalkonen bezaubern mich. In der alten St. Georgskirche erklärt mir eine ältere Frau die vier Ikonen im Inneren und verkauft mir vier Kerzen. Sie achtet genau darauf, dass ich keinen der Heiligen vernachlässige, bei jedem eine Kerze aufstelle und ein Foto der Ikonen mache.

Anschließend geht es weiter zum Kloster Bodbe vor den Toren Signagis. Der Kern der Anlage ist die Himmelfahrtskirche, erbaut im 6. Jahrhundert über dem Grab der Heiligen Nino. Die Apostelin brachte den christlichen Glauben im 4. Jahrhundert aus dem Heiligen Land nach Georgien. Im 9. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert. In einem abgetrennten Bereich leben heute 30 Nonnen. Das von einer Mauer und hohen, schlanken Zypressen umgebenen Kloster ist sehr gepflegt, von der Terrasse bietet sich ein weiter Blick auf das Alasanital.

Ein steiler Treppenweg oder wahlweise eine schwer zu befahrende Schotterstraße führen hinunter in die Schlucht zur „Sankt-Nino-Quelle“. Im Tauf- und Badehaus suchen die Gläubigen Heilung, in dem sie dreimal in den abgetrennten Becken eintauchen. Nonnen reichen den Badenden hinter einem Sichtschutz gegen Gebühr Handtücher zum abtrocknen. Auch wird direkt an der Quelle Wasser in Flaschen abgezapft.

Am Nachmittag werde ich von einer netten amerikanisch-polnischen Familie, Weltenbummler wie ich, zum Wein auf ihren Balkon eingeladen. Wir haben einige Weinsorten zur Auswahl, darunter den bernsteinfarbenen Amberwein aus einer uralten Traube in Amphoren in traditioneller Art gekeltert und in einem Klosterladen erstanden. Georgien hat eine 7.000 Jahre alte Weintradition, ja es wird sogar behauptet, dass der Begriff  Wein, vino oder wine auf den georgischen Begriff „ღვინო / Ghvino“ zurückgeht.

3. Tag: 392 km: Heute lerne ich das Weinanbaugebiet Kachetien kennen, bevor es in die Berge geht. Ich fahre von Signagi ins Alasanital hinunter und durchquere das Tal. Dabei komme ich an zahlreichen Weingütern vorbei, die teilweise recht groß sind und den Wein in modernen Edelstahltanks lagern. An einem der Vorberge des Kaukasus steht das alte Kloster Nekresi mit einem Wehrturm. Das älteste Kirchlein von Nekresi wurde im 4. Jahrhundert erbaut. Vom 6. bis ins 19. Jahrhundert war Nekresi Sitz des Bischofs von Kachetien und Dagestan.

Wenige Kilometer westlich komme ich an der Festung von Gremi vorbei. Neben dem Königspalast aus dem 15. Jahrhundert steht die Wehrkirche auf einem Hügel. Sie wurde 1565 von König Lewan erbaut. Der Ort unterhalb der Festung wurde 1615 von der Armee Schah Abbas I. von Persien dem Erdboden gleich gemacht. Die Karawanserei, öffentliche Bäder, ein Palast und etliche weitere Gebäude wurden zerstört.

In Alawerdi befindet sich das religiöse Zentrum Kachetiens. Die Klostergründung war im 4. Jahrhundert. Die 56 Meter hohe St. Georgs Kathedrale wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war lange Zeit das höchste Gebäude Georgiens. Dem Kloster gegenüber liegt ein modernes Pilger-Rasthaus. Hier mache ich Mittagspause. Ich komme auf der Weiterfahrt zunächst nur bis zum Ortsschild von Alawerdi. Ein Leichenzug kommt entgegen und der offene Sarg des Toten wird an der Gemeindegrenze mitten auf der Straße aufgebahrt. Nach einem kurzen Gebet zieht die Trauergemeinde weiter zum Friedhof.

Mein Plan auf der 50 Kilometer langen Nebenstraße von Akhmeta über Tianeti nach Zhinvali Zeit zu sparen scheitert kläglich. Trotz vorheriger Recherche in einen Reiseführer und auf Google Maps wird die Straße von einer Teerstraße mit gefrästen Querrillen über eine Schlaglochpiste zu einem Schotterweg. Im weiteren Verlauf kamen schlammige Stereckenabschnitte und schließlich eine bachbettartige Steigungsstrecke dazu. Die mannshohen Wegweiser, die kleine Weiler und Sehenswürdigkeiten anzeigen, würde man auch noch mit 100 km/h lesen können. Allein, mehr als 5 – 10 Stundenkilometer waren nicht drin. Schließlich wollte ich das meinem Kleinwagen nicht mehr zumuten und entschloss mich schweren Herzens zur Umkehr. Das bedeutete eine Umwegstrecke von 150 Kilometer an Tiflis vorbei, zusätzlich zu dem Zeitverlust für die Rückfahrt nach Akhmeta.

Von Telavi fahre ich durch Föhrenwälder und eine schöne Gebirgslandschaft südwärts über den 1620 Meter hohen „Gambori Pass“ ins Tal des Iori und auf der nur zweispurigen Umfahrungsstraße M 9 östlich an Tiflis vorbei wieder Richtung Norden. Hier herrscht ein starker LKW Verkehr. Nördlich von Tiflis mündet diese Straße in die, als einzige gut ausgebaute, autobahnähnliche Schnellstraße S 1. Schon bald zweigt die S 3 ab.

Der Hohe Kaukasus bei St. Stefan / Stepanzminda

Die S 3 ist identisch mit der historischen Georgischen Heerstraße. Sie wurde als Karawanenstraße 100 v. Chr. angelegt und in der Römerzeit durch Legionen beschützt. Einige Wachtürme sind noch erhalten. Ich lasse die Wehrkirche und den Stausee von Ananuri rechts liegen und mache mich an die Auffahrt zum Kreuzpass. An einigen Stellen wird gebaut, hier ist die Straße dann sehr schlecht und ungepflastert.

Ich passiere den Wintersportort Gudauri, der im Sommer etwas ausgestorben wirkt. Im letzten Winter geriet er in internationale Schlagzeilen, als durch eine Fehlschaltung bei einem der acht „Doppelmayr Sessellifte“ dieser sehr schnell rückwärts lief und die Insassen an der Talstation teilweise aus den Sesseln geschleudert wurden. „Großzügigerweise“ bekommen die betroffenen Skisportler für die nächste Saison einen kostenlosen Skipass geschenkt.

Weiter oben steht auf einer Plattform das halbrunde „Völkerfreundschaftsdenkmal“ aus der Sowjetzeit. Der Kreuzpass mit 2.395 Meter Höhe ist erreicht. Auch hier sind auf der Serpentinenstrecke noch Sattelzüge unterwegs.

Die Landschaft wird zunehmend eindrucksvoller, tiefgrüne Hänge, blühende Bergwiesen, Felsen und Schneeberge. Vor Kobi reiht sich am rechten Straßenrand ein Sattelzug hinter dem anderen. Es besteht eine Blockabfertigung vor der russischen Grenze zum Schutz der dazwischenliegenden Ferienorte nördlich des Kreuzpasses.

Hinter Sioni taucht endlich, kurz vor Sonnenuntergang, St. Stefan auf. Gleich am Ortseingang rechts, abseits der S 3, liegt das neu erbaute „Hotel zum Grünen Schaf“. Ich kann mein Zimmer im 1. Stock beziehen. Es verfügt über einen großen möblierten Balkon mit Bergblick.

Das schöne Hotel ist im Stil einer Mountain-Lodge ganz aus Holz erbaut. Es gibt ein Restaurant mit zwei Ebenen. Es ist auch noch geöffnet – ja es ist sogar viel los: Eine 17-köpfige Reisegruppe aus Deutschland sitzt an drei Tischen im unteren Bereich. Ich setze mich an einen Tisch auf der oberen Ebene. Daneben sitzt eine gemischte Gruppe junger Einheimischer und singt und musiziert aufs Schönste. Ich bestelle eine köstliche Hühnersuppe und einen Eintopf mit Rindfleisch und frischen Kräutern.

4. Tag: Kaiserwetter im Kaukasus! Auf dem Weg zum Restaurant spitzt hinter dem ersten grünen Hügel schon der Kazbeg hervor. Eine blendend weiße Schnee- und Eisdecke bedeckt den 5.047 Meter hohen Berg. Der Sage nach hat Göttervater Zeus Prometheus an den Kazbeg geschmiedet.

Nach dem Frühstück mit Weizengrütze, Wiener Würstl, Ei, Brot, Käse und Joghurt fahre ich die Straße am Hotel etwas höher hinauf um den berühmten Blick auf den Eisriesen mit der Dreifaltigkeitskirche auf einem grünen Berg im Vordergrund zu genießen. Ein einmaliger Anblick! Auch die Berge in meinem Rücken sind beeindruckend.

Ich wechsle die Talseite und fahre von Gergeti hinauf auf halbe Hanghöhe in Richtung Dreifaltigkeitskirche. Einige Touristen nehmen den Aufstieg zur Kirche auf sich, andere lassen sich mit einem Allradfahrzeug hinauffahren. Mir genügt der Blick auf die Kirche und hinunter ins Tal auf St. Stefan.

Der letzte Teil der Georgischen Heerstraße zur russisch-ossetischen Grenze führt entlang des Terek hinunter durch die Darialschlucht. Nach 14 Kilometern taucht rechts kurz vor der Zollstation das neue, große Darialkloster auf. Nach Rückkehr in St. Stefan trinke ich am Hauptplatz einen Cappuccino, bevor ich mich zur Mittagspause auf meinen Balkon zurückziehe.

Am Nachmittag laufe ich nochmal hinauf und wandere ein wenig auf dem Panoramaweg oberhalb des Ortes. Der Blick reicht bis zu den Gletschern im oberen Terektal.

Am Abend probiere ich im Restaurant eine weitere georgische Spezialität: Chatschapuri – ein überbackenes Käsebrot. Zu dem mächtigen Gericht passt ein Rotwein aus Kachetien.

5. Tag: 160 km. An der Tankstelle muss ich vorsichtig durch eine Kuhherde fahren um zur Zapfsäule vorzustoßen. Mein Nissan bekommt „Premium“ während die Viecher dem Tankwart zuschauen. Links zweigt die Straße ins Sno-Tal ab – nomen est omen.

Ich kaufe noch an einem der zahlreichen Stände entlang der Straße ein großes Glas Honig ein, bevor es über den Kreuzpass zurück geht nach Ananuri. Die Festung beherbergt die Himmelfahrtskirche aus dem Jahr 1689. Sehr schön ist der Blick von der Burgmauer über den Stausee.

Mzcheta – die 3.000 Jahre alte ehemalige Hauptstadt Iberiens

An der Seidenstraße zwischen Kaspischem und Schwarzen Meer am Zusammenfluss der Kura mit dem Aragwi gelegen, war Mzcheta 1.000 Jahre lang Hauptstadt. Die Altstadt wurde sehr schön renoviert, es gibt einen großen Fußgängerbereich, bewachte Parkplätze auf beiden Seiten des Zentrums, ein Informationsbüro, saubere öffentliche Toiletten, reichlich Gasthäuser und Cafés mit Dachterrassen und viele Läden. Die Klöster und Kirchen der Stadt stehen unter UNESCO Weltkulturerbe.

Ich besuche die Sveti-Zwocheli Kathedrale, in der das Gewand Jesu  aufbewahrt wird. Die Kirche wurde im 11. Jahrhundert an Stelle eines Vorgängerbaus aus dem 4. Jahrhundert errichtet. Sie ist Sitz des Erzbischofs von Mzcheta und Tiflis, Krönungs- und Begräbniskirche der georgischen Monarchen. Ich schreite durch das Tor der Anlage und werde sogleich von einem Popen mit Weihwasser benetzt. Im Inneren steht eine Kopie der Grabkappelle von Jerusalem, ein steinerner Baldachin mit dem Grab der Heiligen Sidonia, eine Kammer mit dem Heiligen Rock und ein goldenes Taufbecken.

Bei einer kurzen Mittagspause auf einer Dachterrasse lerne ich drei junge Frauen aus Indonesien kennen, die sich auf einer Rundreise durch Georgien und Armenien befinden. Sie wollen heute noch in den Hohen Kaukasus weiterreisen. Wir genießen den schönen Blick auf die Kathedrale und auf die Kreuzkirche, die oben auf dem Berg am anderen Ufer des Aragwi steht.

Ich  bummle anschließend durch die engen Gassen weiter zur Landspitze, wo Bootsfahrten angeboten werden. In der Nähe kann man durch eine Pforte in den verwunschenen Klostergarten mit der Antiochia-Kapelle aus dem 7. Jahrhundert treten. Sehenswert sind die gut erhaltenen Fresken.

Tiflis – die quirlige Hauptstadt

Es sind nur noch zwanzig Kilometer bis Tiflis. Die Temperatur liegt bei über 30°. Ich tanke den Mietwagen noch voll und fahre am rechten Ufer der Kura entlang. Kurz vor der futuristischen Friedensbrücke biege ich rechts in die Altstadt ab. Hier befindet sich das Point Hotel, in dem ich ein schönes, modernes Zimmer mit Balkon für zwei Nächte gebucht habe.

Ich mache mich frisch und bringe dann meinen roten Nissan ins Stadtbüro von Avis, dass sich im Hotel Courtyard by Marriott am zentralen Freiheitsplatz befindet. Die Tabidse ist eine der vornehmsten Adressen in Tiflis.

Auf der Terrasse der „Huggo Bar“ genehmige ich mit als Begrüßungstrunk einen Gin Tonic. Die Tabidse führ ins Stadtviertel Sololaki. Hier stehen einige Gründerzeit- und Jugendstilhäuser, die zum Großteil noch auf  Renovierung warten.

Mein Rundgang beginnt am „Smirnowhaus“, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Treffpunkt der Gesellschaft der Stadt. Gegenüber steht das Haus des Dichters Nikoladse. Es folgt das heruntergekommene Haus in dem Walter Siemens 8 Jahre wohnte.

Prächtig ist das „Haus der Georgischen Schriftstellervereinigung“ an der nächsten Ecke. Sehenswert sind auch das „Haus der Kultur“, das „Haus des Olympischen Nationalkomitees“, die „Michailow-Villa“ im Stil eines Genueser Palazzo und zwei Schulen, die „Schule Nr. 50“ und die „Mittelschule Nr. 43“.

Ich schlendere die Asatiani-Straße hinunter und gelange so zurück in mein Hotel. Nach einer Pause auf dem Balkon entdecke ich unweit des Hotels die Erekle-Gasse. Sie war im Mittelalter von Handelshäusern gesäumt.

Heute ist sie Fußgängerbereich und es gibt hier etliche Gasthäuser und Cafés mit Tischen im Freien, teils unter Weinlaub – bei Abendtemperaturen um 26° ein herrlicher Platz.

6. Tag: Nach dem Frühstück laufe ich zur futuristischen Friedensbrücke hinunter. Sie wurde 2010 unter dem Italiener Michele de Lucchi erbaut und ist nur für Fußgänger bestimmt. Sie spannt sich über die Kura und verbindet die Altstadt mit dem Rike-Park und dem Präsidentenpalast.

Oberhalb glänzt das goldene Dach der Dreifaltigkeitskirche, der größten Kirche des Landes. Ich gehe durch den Park zur Talstation der Gondelbahn, die über den Fluss zur Narkala-Festung hinaufführt.

Von oben hat man einen fantastischen Blick auf Tiflis, das in einem Talkessel entlang der Kura liegt. Am anderen Ende der Aussichtsterrasse ragt das Denkmal Mutter Georgiens empor.

Die zwanzig Meter hohe Aluminiumstatue wurde 1958 zum 1.500-jährigen Stadtjubiläum errichtet. Sie trägt in der rechten Hand das Schwert gegen die Feinde und in der linken eine Schale mit Wein für die Freunde und den Gäste Georgiens. Ich trinke ein erfrischendes Kwas auf Georgien, gebraut mit Brot und in Osteuropa weit verbreitet.

 

Wieder an der Talstation angekommen, laufe ich an der Metechi-Kirche am Steilufer der Kura vorbei über die Brücke zu den alten Schwefelthermalbädern. Noch heute werden hier Massagen angeboten. Das vornehmste ist das „Royal Bath / Samepo Abano“, mit den blauen Kacheln und Mosaiken.

Die einfacheren Bäder liegen unterirdisch unter den gemauerten Kuppeln. Oberhalb der Bäder steht eine Moschee und auf den Rückweg zum Hotel komme ich an der Synagoge vorbei, Tiflis hat auch eine größere jüdische Gemeinde.

Am Nachmittag trinke ich an einem Kiosk mit Loungebereich im Rike-Park ein kühles Bier namens „Kasbegi“ mit Quellwasser aus dem Kaukasus gebraut, bevor es mich erneut in die Erekle-Gasse zieht. Auf dem Heimweg kaufe ich von meinen restlichen Lari noch eine kleine Flasche georgischen Tresterschnaps Chacha als Mitbringsel.

7. Tag: Nach dem Frühstück bringt mich der hoteleigene Transferdienst zum Flughafen. Um 10:30 Uhr startet die Georgien Airways nach Kiew. Der Anschlussflug mit Lufthansa von Kiew nach München hat zwei Stunden Verspätung. Das ist bei Lufthansa in diesen Tagen leider keine Seltenheit.

Service Georgien:
Linienflug München – Tiflis – München mit Lufthansa ab 349 € inkl. Gepäck
Linienflug Kiew – Tiflis – Kiew mit Georgian Airways ab 138 € ikl. Gepäck und Sitzplatzreservierung vorab.
Mietwagen Avis – Kleinwagen mit Automatikgetriebe für 4 Tage und unbegrenzte Kilometer ab 148 € inkl. Vollkaskoversicherung mit 300 € SB
Lia´s Guesthouse Signagi DZ mit Balkon zur Alleinbenutzung 28,50 € inkl. Frühstück
Hotel Green Sheep in Stepanzminda Dreibettzimmer mit Balkon zur Alleinbenutzung 43 € inkl. Frühstück
Point Hotel in Tiflis Familienzimmer mit Balkon zur Alleinbenutzung 66 € inkl. Frühstück
Transfer Point Hotel – Flughafen 11 €
Kirchen und Klöster: Freier Eintritt

Diese Reise fand im Juni 2018 statt. Ich reiste allein.

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Ein Gedanke zu „Nach Georgien – in die höchsten Berge Europas ?

  • Juli 10, 2018 um 4:44 pm
    Permalink

    Wow Michael, nach dem Gastbeitrag auf meiner Seite lustloszugehen hatte ich schon Lust einmal nach Georgien zu reisen, aber nach deinem Beitrag ist es nun um mich geschehen 😉
    Meine Freundin und Somiliere hat mich letztes Jahr in Kalifornien ein bisschen abgesteckt mit ihrer Liebe zum Wein. Nun steht Georgien entgültig auf meiner Bucket List!

    Viele Grüße
    Isa

    Antwort

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