Luzon – von Manila zu den Reisterrassen der Kordilleren

Diese Reise führt zu drei UNESCO Weltkulturerbe-Stätten auf der philippinischen Hauptinsel Luzon, die etwas größer als Portugal ist. Im Norden liegen die Reisterrassen der Ifugao in den knapp 3.000 Meter hohen Kordilleren und westlich davon an der Küste die hübsche Kolonialstadt Vigan. In der Mitte der Insel besichtigen wir die Barockkirche San Augustin in der Hauptstadt Manila. Zuvor verbringen wir Zeit an den schönen Badestränden von La Union und fahren am Vulkan Pinatubo vorbei an die Subic Bay.

Reisterrassen von Batad in den Kordilleren - Luzon

Das 8. Weltwunder oder die Treppe zum Himmel.

So werden die Reisterrassen der Ifugao bei Banaue bezeichnet. Von der Metropolregion Manila sind es 400 Kilometer und eine knapp achtstündige Fahrt hinauf in die Kordilleren. Ich bin auf Luzon mit einer kleinen Reisegruppe im Kleinbus unterwegs. Die erste Übernachtung findet in einem kleinen Hotel auf dem Weg in die Berge statt.

Reisterrassen von Batad in den Kordilleren - Luzon

Die in 1.000 bis 1.500 Meter Höhe gelegenen Hangterrassen, begrenzt durch Erd- und Steinwälle, sind mindestens 2.000 Jahre alt. Ein Netz von Kanälen, Bambusrohren und Gräben durchzieht die kegelförmigen Berge und leitet das Wasser auf die Anbauflächen.

Reisterrassen von Batad in den Kordilleren - Luzon

Der Nassreis erlaubt nur eine Ernte im Jahr. Der Reis steht im Wasser und wurzelt in den Becken in schlammiger Erde, darunter liegt festgestampfte Erde und Lehm auf einem Grund aus Geröll.

Reisterrassen von Batad in den Kordilleren - Luzon

Zwischen den Reispflanzen werden Fische gezüchtet. Camote, Mungbohnen und Getreide werden vom Volk der Ifugao ebenfalls angebaut.

In den Kordilleren - Luzon

Empfehlenswert, aber recht anstrengend, ist eine Wanderung von einer kurvenreichen Bergstraße auf schmalen Pfaden durch die üppige Vegetation hinunter zum Dorf Batad.

Reisterrassen von Batad in den Kordilleren - Luzon

Kurz vorm Ziel öffnet sich dem Wanderer ein herrlicher Blick auf zahlreiche Reisterrassen rund um die Ortschaft (Titelfoto).

Wanderung in den Kordilleren - Luzon

Der ehemalige Sommersitz der Regierung – Baguio.

Unseren nächsten Übernachtungsort Baguio erreichen wir am späten Nachmittag. Die Stadt liegt 1.450 Meter über dem Meer am Rand der  hier von dichtem Pinienwald bewachsenen Kordilleren. Baguio war wegen der kühleren Temperaturen zwischen den Jahren 1910 und 1975 in den Sommermonaten Sitz der Regierung der Philippinen.

Berglandschaft bei Baguio – Luzon

Zahlreiche hochrangige Politiker des Landes sowie prominente Geschäftsleute unterhalten heute noch in Baguio luxuriöse Wohnsitze. Auf den Feldern rund um die Stadt werden im kühlen Klima auch bei uns heimische Obst- und Gemüsesorten angebaut und in alle Landesteile der Philippinen geliefert. Erdbeeren aus Baguio sind ein im ganzen Inselreich begehrter Luxusartikel.

Gemüsestand auf dem Markt von Baguio - Luzon

Am nächsten Morgen unternehmen wir einen Bummel durch die Stadt. Am nördlichen Ende der Session Road liegt der große Markt. Für Touristen und Ausflügler aus Manila sind die frischen Gemüse und Salate eine besondere Attraktion. Es gibt Kartoffeln, Rettich, Gelbe Rüben, Gurken, Blumenkohl, Broccoli, Chinakohl, Weißkohl, Staudensellerie, Pak Choi, Äpfel, Pflaumen, Weintrauben und andere Beeren, die auf den Philippinen nur in dieser Region gedeihen.

Metzger auf dem Markt von Baguio - Luzon

Etwas Essen kann man an zahlreichen Ständen. Es gibt Spezialitäten, leckere Gerichte und Snacks der einheimischen Küche wie Adobe, Hühner- oder Schweinefleisch in Sojasoße, Essig, Pfeffer, angebratene Zwiebeln und Knoblauch oder Léchon, knusprig gegrilltes Spanferkel.

Fischmarkt in Baguio - Luzon

Zur Küste sind es nur 50 Kilometer und so werden auch verschiedene Meeresfische, Oktopus und Scampi angeboten. In dieser Höhenlage wachsen viele Blumenarten, die ein kühleres Klima verlangen. So sind die Gärtner im Umland Hauptlieferanten für Blumen, die in Manila verkauft werden. Alljährlich findet in Baguio ein großes Blumenfest statt.

San Juan Beach - Luzon

San Juan Beach – ein fünf Kilometer langer Sandstrand.

Am frühen Nachmittag fahren wir weiter zur Küste des Südchinesischen Meeres und zu unserem nächsten Quartier. Das „Sunset German Beach Resort“ bei San Juan in der Provinz La Union wird von Jan und Leonora Gaerthe geführt.

Sunset German Beach Resort - Luzon

Es liegt unter Palmen an einem 5 Kilometer langen Sandstrand der zu bestimmten Jahreszeiten zum Surfen geeignet ist. Die einfache Unterkunft ist der ideale Standort für Ausflüge in den Nordwesten von Luzon. Die Küche lässt keine Wünsche offen, besonders liebe ich den philippinischer Fischsalat „Kinilaw“ von Jan.

Sunset German Beach Resort - Luzon

Ein schöner Tagesausflug führt uns auf der Küstenstraße (Nationalstraße 2) in nördliche Richtung. Links schweift der Blick über das Meer und rechts in die Kordilleren.

Nationalstraße No. 2 – Old Quirino Bridge – Luzon

Spektakulär ist die Stahlbrücke über den Fluss Abra, der von seinem Quellgebiet am Mount Data bis zu seiner Mündung ins Südchinesische Meer eine Länge von 178 Kilometer aufweist.

Fluss Abra auf Luzon

Vigan – die am besten erhaltene Kolonialstadt auf Luzon.

Die Bucht von Vigan war schon in vorkolonialer Zeit ein wichtiger Warenumschlagplatz mit dem chinesischen Festland, Südostasien, Taiwan, Japan und Korea. Umgeschlagen wurden Porzellan, Elfenbein, Seide und Bienenwachs. Der bunte und lebhafte Hafen trug den Namen „bîgán“, zu Deutsch „bezauberndes Ufer „.

Nuestra Senora de la Paz Edu-Cultural Center in Vigan - Luzon

Im Jahr 1572 landeten unter dem Conquistador Juan de Salcedo acht spanische Schiffe an der Küste Vigans um die Gegend in Besitz zu nehmen und zu christianisieren. An Bord waren Soldaten und katholische Priester. Die Spanier erkannten die für den Handel günstige Lage Vigans und bauten die Stadt aus. Als eine der ältesten spanischen Kolonialstädte wurde Vigan 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Altstadt von Vigan - Luzon

Die Innenstadt hat sich seit der spanischen Kolonialzeit kaum verändert. Die dreischiffige Kathedrale St. Paul wurde im Jahr 1641 an Stelle des ersten Kirchenbaus von 1574 errichtet. Seit dem Jahr 1758 ist sie Bischofssitz der Erzdiözese Nueva Segovia.

Kathedrale St. Paul in Vigan - Luzon

Wegen der vielen Erdbeben wurde das Gotteshaus in gedrungener Bauweise und der Glockenturm abseits der Kirche errichtet. Während der „Semana Santa“ begleiten jährlich farbenfrohe Carozas und zwei Meter hohe Statuen die Prozession von 5.000 Gläubigen.

St. Paul in Vigan - Luzon

In der großen Nische über dem Haupteingang ist der Heilige Paulus, auf einem Pferd reitend, im Moment seiner Bekehrung zu sehen. Der Palast des Erzbischofs direkt neben der Kathedrale wurde im Jahr 1793 erbaut.

Placa Salcedo in Vigan - Luzon

Vor der Kathedrale befindet sich die historische Parkanlage „Placa Salcedo“ mit einem großen Wasserbecken, dass auch als Löschteich diente. In der Mitte des Beckens steht ein Obelisk umgeben von den „tanzenden Fontänen“.

Placa Salcedo mit Kapitol in Vigan - Luzon

Auf der anderen Seite des Platzes befindet sich das Kapitol der Provinz Ilocos Sur mit seiner Säulenarchitektur.

Trike in Vigan - Luzon

Das Trike ist hier das übliche Verkehrsmittel für den Nahverkehr, ein Leichtmotorrad mit geschlossenem Beiwagen. Wir Touristen unternehmen jedoch eine Spazierfahrt durch die Stadt mit einer Kalesa, dem klassischen Fortbewegungsmittel in der Stadt.

Fahrt mit der Pferdekutsche Kalesa durch Vigan

Rund 130 der herrschaftlichen spanischen Kolonialhäuser haben sich hier erhalten und zeigen typische asiatische und spanische Merkmale auf. Sie haben große Fenster und verschiebbare Fensterläden, die vor der Sonne schützen. Massive Steinmauern sollen vor den zahlreichen Erdbeben schützen.

Kalesa in Vigan

Die Haustüren waren breit genug, um mit der einachsigen Pferdekutsche direkt in die Innenhöfe hineinzufahren. Die praktischen Muschelschalenscheiben prägen die Fenster der alten Häuser von Vigan und erinnern an den Charme des mittelalterlichen Luzon.

Altstadt von Vigan - Luzon

Sie dämpfen das Licht der tropischen Sonne gut und klimatisieren angenehm die bis zu 100 m² großen Wohnzimmer. Seit der Ernennung zum Weltkulturerbe werden die Häuser renoviert und hergerichtet.

Leitungssalat in Vigan - Luzon

An einigen noch nicht renovierten Gebäuden ist allerdings noch viel zu tun und auch die Elektroinstallationen und Leitungen sind oft nicht sehr vertrauenserweckend.

Dass eine Zerstörung der von Japan ab 1942 besetzten Altstadt von Vigan verhindert wurde, ist einem deutschen Pater der Steyler Mission zu verdanken. Wie Pater Eugen Reinhardt berichtete, gelang es seinem Kollegen Joseph H. Klekamp im Jahr 1945 vor dem Abzug der Kaiserlichen Japanischen Armee den japanischen Kommandanten von einer Zerstörung der Stadt abzuhalten. Klekamp hatte auch gute Beziehungen zu den philippinischen Rebellen und Freiheitskämpfer auf Luzon und zu den Amerikanern.

In der Altstadt von Vigan - Luzon

Das Priesterseminar von Vigan hat ein Musical mit dem Titel „Damili“ auf die Bühne gebracht, das das Leben von Josef H. Klekamp und die Rettung der Bevölkerung und der Stadt zum Thema hat. Der Geistliche wurde nach dem Krieg Provinzial der Steyler Missionare auf den Philippinen.

Trike in Vigan

Nördlich der Kathedrale, jenseits des Flusses Govantes steht in der Gemeinde Bantay die Pfarrkirche St. Augustin. Sie wurde 1590 erbaut und im 2. Weltkrieg stark beschädigt.

St. Augustin in Bantay - Luzon

Im Jahr 1950 bekam sie eine neue kastanienbraune, neogotische Fassade mit neoromanischen Elementen. Der Glocken- und Wachturm aus Backsteinen abseits des Gotteshauses war unbeschädigt erhalten geblieben.

Subic Bay auf Luzon

Am Vulkan Pinatubo vorbei zur Subic Bay.

Nach unserem Aufenthalt im „Sunset German Beach Resort“ zieht es uns weiter in die Provinz Pampanga auf halben Weg zurück nach Manila. Wir fahren an der ehemaligen Clark Airbase vorbei, einst wichtigster Stützpunkt der U.S. Air Force im Vietnamkrieg. Heute ist sie ein ziviler Flughafen mit zahlreichen internationalen Verbindungen und Gateway für Zentral- und Nord-Luzon.

Reisfelder in der Provinz Pampanga auf Luzon

Rechts und links erstrecken sich sattgrüne Reisfelder und im Westen ragt der Vulkan Pinatubo hervor. Bei seinem großen Ausbruch am 15. Juni 1991 stieg eine Aschwolke 40 Kilometer empor, der Gipfel in 1.745 Meter Höhe brach ein und eine Caldera von 2,5 Kilometer Durchmesser entstand.

Vulkan Pinatubo - Luzon

Dadurch ist der Berg heute nur noch 1.486 Meter hoch. Das umliegende Land wurde durch pyroklastische Ströme, Ascheschichten und Lahare zerstört, 875 Menschen kamen ums Leben.

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Philippinischer Hahnenkampf

Auf dem weiteren Weg kommen wir an einer überdachten Wettkampf-Arena vorbei. Auf dem Parkplatz stehen viele Fahrzeuge und zahlreiche Menschen strömen herbei. Neugierig geworden halten wir an und treten näher. In der Arena werden Hahnenkämpfe ausgetragen. Die Stimmung ist aufgeheizt, Wetten werden abgeschlossen und Geldscheine wechseln ihre Besitzer.

Philippinischer Hahnenkampf

Der Hahnenkampf hat eine lange Tradition. Der erste schriftliche Beleg für einen Hahnenkampf stammt aus dem Jahr 517 v. Chr. aus China. Der Hahnenkampf war dort ein königlicher Sport mit sorgfältig ausgearbeiteten Spielregeln.

Philippinischer Hahnenkampf

Der Chronist und Teilnehmer an der ersten Weltumsegelung Antonio Pigafetta berichtete nach seiner Landung auf den Philippinen im Jahr 1521 von den großen Hähnen, die niemals gegessen würden, sondern nur für den Hahnenkampf gehalten wurden und von den hohen Wetten, die auf die Kämpfe gesetzt wurden. 

Subic Bay - Luzon

Unser heutiges Ziel ist Subic Bay. Landkarte der Tour. Im südlichen Teil der großen Bucht befindet sich ein großer Freihafen und eine der größten Werften der Welt. Von 1898 bis 1992 war hier ein großer Marinestützpunkt der U.S. Navy.

Palladium Beach – Luzon

Am östlichen Ende der Bucht nördlich von Olongapo City überwiegt der Tourismus an den schönen Stränden Paladium Beach und Baloy Long Beach. Es gibt einige Resorts, bewirtschaftete Strandabschnitte, Bars und Clubs.

Resort in Subic Bay - Luzon

Meist übernachtet hier die besser gestellten Bürger aus der 100 Kilometer südlich gelegenen Hauptstadt Manila. 

Baloy Long Beach – Luzon
Manila – eine Metropole mit Verkehrsinfarkt.

Dorthin fahren wir als nächstes. Je näher wir der Metropole kommen, um so dichter wird der Verkehr. Bald geht gar nichts mehr voran. Die Infrastruktur hat mit dem Zustrom der Menschen aus allen Teilen des Inselreichs nicht mithalten können.

Jeepney in Manila

Große Teile des Nahverkehrs werden mit Jeepneys aufrecht erhalten. Jeepneys sind umgebaute Willys-Jeeps, die die Amerikaner nach ihrem Abzug von den Philippinen zurückgelassen hatten. Sie wurden zu Kleinbussen mit bis zu 14 Sitzplätzen umgebaut.

Jeepney in Manila

Die Fahrzeuge mit ihrer individuellen, farbenfrohen Bemalung fahren auf festen Routen und halten nach Bedarf. Ein junger Bursche fährt auf dem Trittbrett mit und sammelt so viele Fahrgäste ein, bis der Jeepney proppenvoll ist.

Jeepney in Manila

Es gibt nur drei MRT-Hochbahnlinien als Entlastung des Individualverkehrs, Linie 1 in Nord-Süd-Richtung, Linie 2 Ost-West und Linie 3, die im Halbkreis östlich um den Stadtkern entlang der Ringstraße EDSA fährt. Sie erschließt auch das moderne Geschäftsviertel Makati.

Live Musik in Ermita

Für Touristen sind die preisgünstigen Hotels im zentrumsnahen Stadtteil Ermita zu empfehlen. Es gibt viele Restaurants, einige nette Bars und vor allem gute Live-Musik rund um den Remedios Circle. In Asien findet man fast nirgendwo bessere Musiker und Sänger- und Sängerinnen als auf den Philippinen.

Live Musik in Ermita

Ein Luxushotel in guter und trotzdem ruhiger Lage ist das Sofitel Philippine Plaza direkt am Meer in der Nähe des International Convention Center.

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Auf dem Chinesischen Friedhof von Manila

Die Toten ruhen luxuriös in klimatisierten Mausoleen – direkt daneben leben die Armen in den Slums.

Sieben Kilometer nördlich der Altstadt neben dem Nordfriedhof befindet sich der Chinesischer Friedhof. Während der spanischen Kolonialzeit durften Chinesen nicht auf den städtischen Friedhöfen beerdigt werden und deshalb gründete ein chinesischer Geschäftsmann im Jahr 1850 diesen Friedhof.

Auf dem Chinesischen Friedhof von Manila

Die reichen Familien, durch Handel zu Wohlstand gekommen, bauten große Mausoleen und Tempel aus kostbarem Marmor. Viele sind als zweistöckige Villen gebaut und mit Briefkasten, Klimaanlage, Küche und Bad versehen.

Auf dem Chinesischen Friedhof von Manila

Unten liegen die Toten und im Obergeschoss wohnen die Verwandten, wenn Sie auf Ahnenbesuch weilen. Haushälterinnen sorgen für Ordnung und Kochen für die Besucher und für die Toten, so dass diese im Jenseits gut versorgt sind.

Auf dem Chinesischen Friedhof von Manila

Auf 35 Hektar reihen sich ein goldverzierter Prachtbau mit schmiedeeiserenen Eingangstüren an den anderen. Man sieht viele Kreuze, die meisten der Toten waren katholisch.

Auf dem Chinesischen Friedhof von Manila

Das Ganze ist in dieser Stadt umso befremdlicher, da in der Nachbarschaft die Armen in Wellblechhütten ohne sanitäre Einrichtungen und auf engstem Raum leben müssen.

Auf dem Chinesischen Friedhof von Manila

Intramuros – das fernöstliche Zentrum eines großen Kolonialreichs.

Intramuros heißt „Innerhalb der Mauern“ und bezeichnet den alten Stadtkern Manilas am südlichen Ufer des Pasig Flusses an dessen Mündung in die Manilabucht. Bevor die Spanier in Luzon landeten, war an dieser Stelle schon ein malaiischer Handelsposten unter Rajah Sulayman mit einer befestigten Anlage aus Palisaden mit dem Namen Maylinad errichtet worden. Nilad ist eine weißblütige Mangrovenpflanze und Maylinad der Platz an dem sie wächst. Als die Spanier im Jahr 1570 den Ort eroberten wurde Maylinad von da an Manila genannt.

Fuerza Santiago - Intramuros - Manila

Gouverneur Lopez de Legazpi und seine 6 Nachfolger befestigten Manila bis 1592 mit einem doppelten Mauerring. Der Habsburger Monarch Philipp II. hatte zuvor Manila zum politischen, religiösen und kulturellen Zentrum seiner Besitzungen in Asien erkoren. Manila wurde für Spanien zum Drehpunkt des Handels mit China.

Fuerza Santiago - Intramuros - Manila

Silber wurde aus den Minen Mittelamerikas mit Galeonen von Acapulco nach Manila verschifft und dort benutzt, um begehrte Gewürze und chinesische Waren wie Seide und Porzellan zu kaufen. Da bis zum 18. Jahrhundert nur die Portugiesen durch ihren Handelsposten Macao das Recht hatten, die chinesische Küste direkt anzusteuern, war man dafür auf chinesische Händler angewiesen, die sich auf Luzon ansiedelten.

Kloster St. Augustin - Intramuros - Manila

Die Begehrlichkeiten von chinesischen Piraten, Niederländern und Portugiesen machten einen Ausbau von Fort Santiago und den anderen Befestigungen erforderlich. Ein Wassergraben von 4,5 Kilometer Länge kam als äußere Verteidigungslinie hinzu. Intramuros wurden Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Paläste und Residenzen, zwölf Kirchen und Klöster, Schulen und eine Hochschule erbaut. Der Zugang zur Altstadt führt über Zugbrücken und durch fünf Stadttore.

Intramuros - Manila

Viele Bauten, darunter die Kathedrale, wurden mehrmals bei Erdbeben beschädigt und im zweiten Weltkrieg von Japanern und Amerikanern schwer zerstört, mittlerweile aber restauriert und wieder aufgebaut.

Kirche St. Augustin - Intramuros - Manila

Anstelle eines im Jahr 1571 errichteten ersten Gotteshauses wurde die San-Agustín-Kirche in den Jahren von 1587 bis 1607 als älteste Steinkirche auf Luzon von Augustinermönchen erbaut. Sie ist als einziges Gebäude Intramuros der Zerstörung im Jahr 1945 entgangen. So sind heute noch der schöne Barockaltar und die prächtigen Deckengemälde zu bewundern.

Kloster St. Augustin - Intramuros - Manila

Der Kirche angeschlossen ist eine Schule und ein Museum über den Augustinerorden. San-Agustín gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Unter der Kirche fanden die Eroberer Miguel López de Legazpi, Juan de Salcedo und Martín de Goiti ihre letzte Ruhestätte.

Tor zur Festung Santiago - Intramuros - Manila

Wir schreiten durch das 12 Meter hohe Eingangstor in die Fuerza Santiago. Die Festung hat Mauern mit einer Höhe von 22 Metern und einer Stärke von acht Metern. Enge Durchgänge uns Steile Treppen führen auf die Brüstungen mit einem schönen Blick auf den Fluss.

Chinatown - Manila

Über Chinatown lief der Chinahandel.

Gegenüber am Nordufer des Pasig-River liegt Chinatown, wo sich seit dem frühen 17. Jahrhundert chinesische Händler aus Fujian ansiedelten. Auch heute noch herrscht hier reges Treiben, gibt es viele Läden für Obst, Gemüse, Fisch, Seafood, Traditionelle Chinesische Medizin und allerlei Tand.

Chinatown - Manila

Ost- und Südostasien zählten in den letzten 15 Jahren zu meinen liebsten Reisezielen. Tarifstand: Sommer 2020.

Service Luzon:
Linienflug mit Lufthansa & Singapore Airlines ab/bis München nach Manila und zurück ab 867 € inkl. 1 Gepäckstück bis 23 kg.
Flughafen Clark (CRK): Internationale Verbindungen nach Seoul, Hongkong, Dubai und Singapur.

Hotel Sofitel Philippine Plaza Manila DZ ab 123 €.
Europcar Mietwagen ab/bis Manila oder Clark Kat. Van 7-Sitzer ab 277 € pro Woche.
Eintritt Fuerza Santiago 1,35 €.
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Meine Bewertungen auf Luzon:

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Weitere Berichte aus Südostasien auf meiner Website:

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