Lombok, Gili und Bali – am pazifischen Feuerring

Diese Reise in den Indonesische Archipel führt über Singapur auf die Kleinen Sunda-Inseln Lombok, Gili Trawagan, Gili Air und Bali.

Anlässlich der Eröffnung der neuen Direktverbindung von München nach Singapur hatte ich eine Einladung von Singapur Airlines zu einer Informationsveranstaltung erhalten. Es gab einen Cocktailempfang, ein asiatisches Menü und abschließend ein Quiz, bei dem es um das neu erworbene Wissen ging.

Ich habe am besten abgeschnitten und bekam als Preis einen Platz auf einer Informationsreise nach Indonesien. Viele Monate später, nach einer Terminverschiebung, da in den Pfingstferien zu wenig Teilnehmer in den Büros abkömmlich waren und nach einer Routenänderung, da der Vulkan Merapi in Zentraljava durch einen Ausbruch den geplanten Start der Reise in Yogyakarta nicht möglich machte erfolgte die

Anreise über Singapur.

1. Tag: Heute ist es soweit. Treffpunkt soll am Flughafen Frankfurt sein. Ich nehme die Lufthansa-Maschine um 09:05 Uhr ab München und komme um 10:15 Uhr am Rhein-Main Flughafen in Frankfurt an. Dort treffe ich meine Kolleginnen und Kollegen, Gewinner der 12 anderen Veranstaltungen, aus Bayern und Österreich und unsere Betreuerin Gudrun von Singapore Airlines. Der Flug startet um 12:05 Uhr und erreicht pünktlich Singapur am nächsten Morgen um 6:50 Uhr Ortszeit.

2. Tag: Zunächst steht ein Besuch der SIA-Zentrale an. Im  Trainingszentrum für Kabinenpersonal ist die Inneneinrichtung eines Airbus A 380 aufgebaut.

Wir sehen den Bereich mit den Business-Class Sitzen und die First-Class Suiten und außerdem die First-Class auf der Boeing 777-200, in der die Mitarbeiter den Service trainieren. In einem anderen Raum geht es um Kleidung, Frisur und Make-Up.

Als nächstes sind wie eingeladen eine Runde mit dem „Singapore Flyer“ zu drehen. Das größte Riesenrad der Welt mit 165 Metern Höhe hat 28 Gondeln für je 28 Personen. Eine Fahrt dauert ca. 30 Minuten. Wir blicken auf das neue, futuristische Hotel „Marina Bay Sands“ mit 55 Stockwerken, 191 Metern Höhe und einem Dachgarten von 340 Meter Länge.

Der 146 Meter langer Infinity Pool dort oben ist eine Sensation, aber nur für Hotelgäste zugänglich, das Observation Deck steht gegen Eintritt jedermann offen. Am Hotel vorbei führt die Formel 1 Rennstrecke mit fünf Kilometern Länge.

Service Singapur:
Singapore Flyer 21 €
Marina Bay Sands Observation Deck 15 €
Lombok – das Brauchtum der Sasak und ein farbenfrohes Tempelfest

Um 15:45 Uhr startet unser Flug mit der Tochtergesellschaft der Singapore Airlines, Silk-Air, nach Mataram. Am Flughafen werden wir von S.E. M. Salim Amin Saleh vom Tourismusministerium empfangen.

Wir wohnen im „Senggigi Beach Hotel“ am größten Strand der Insel. Beim Welcome-Dinner um halb neun begrüßt uns der Manager Ian Forbes Henderson herzlich. Es findet im freien statt und wird von Musikern auf einer kleinen Bühne begleitet.

3. Tag: Nach dem Frühstück schauen wir uns die Pool Villen an. Danach werden wir in ein Dorf gefahren, wo uns die Sasak einen Trommeltanz und einen Stockkampf vorführen. Vor einem der länglichen, recht großen, mit Stroh gedeckten Häuser spielt ein kleines Gamelan-Orchester. 

Diese Wohngebäude sind ebenso wie die kleinen quadratischen Reisspeicher auf Stelzen gebaut. Ein Clown auf dem Hauptplatz fesselt die Blicke, auch die Kinder verfolgen das Schauspiel belustigt.

Danach fahren wir am Lustgarten Taman Narmada vorbei, der 1727 vom König von Karagasem und Lombok angelegt wurde. Dahinter ragt der „Gunung Rinjani“ empor. Er ist mit 3.726 Meter Höhe der zweithöchste Vulkan Indonesiens. Im Krater befindet sich ein halbkreisförmiger See.

Der „Pura Lingsar Tempel“ aus dem Jahr 1714 wird heute von Hindus und Moslems genutzt. Wir erleben dort ein farbenfrohes Erntedankfest. Die Körbe mit den Opfergaben werden von den Frauen auf dem Kopf herbeigetragen.

Service Lombok:
Linienflug mit Singapore Airlines München oder Frankfurt – Mataram und Denpasar – München oder Frankfurt ab 758 € inkl. 30 kg Gepäck
Senggigi Beach Hotel DZ ab 67 € inkl. Frühstück
Gili – drei flache Sandinseln in der Lombok-Straße

Am Nachmittag setzen wir zur autofreien Insel Gili Trawagan über. Wir wohnen im Hotel „Vila Ombak“ und werden vom Manager Imam Wahyudi begrüßt. Die Anlage besteht aus einzelnen, geschmackvoll eingerichteten Villen und Bungalows.

Das Abendessen findet in einem Pavillon direkt am Meer statt.

4. Tag:  Wir starten mit einem Glasbodenboot zu den vorgelagerten Korallenriffen. Nach der Rückkehr steigen wir um und nehmen ein Auslegerboot zur Nachbarinsel Gili Air.

Eine einspännige Pferdekutsche, hier Cidomo genannt, bringt uns ans andere Ende der Insel. Hier lassen wir uns in die bequemen,  gepolsterten Rattansessel plumpsen, ein Baldachin sorgt für Schatten und ein emsiger Kellner reicht uns einen erfrischenden Drink in einer Kokosnuss. Vor uns liegt das tiefblaue Meer. Unter einem Strohdach steht die lange Tafel mit dem Mittagessen.

Nach der Rückkehr in Gili Trawagan haben wir ein wenig Freizeit. Beim festlichen Dinner am Abend wird auch Gänseleber gereicht. Diese, in den Tropen normalerweise nicht angebotene Delikatesse, ist mir so gar nicht bekommen. Mit dem mitgeführten Imodium bekomme ich die Sache insoweit in den Griff, dass ich die morgen anstehende Überfahrt nach Bali nicht fürchten muss.

5. Tag: Heute überqueren wir die Wallace-Linie. Der Naturwissenschaftler Alfred Russel Wallace erforschte Mitte des 19. Jahrhunderts die Fauna der kleinen Sunda-Inseln und stellte dabei fest, dass die australische Fauna sich westlich bis auf die Insel Lombok ausgebreitet hat. Mit dem Schnellboot CAT II. erreichen wir bei Padang Bai die Insel Bali, ohne australische Fauna.

Service Gili-Inseln:
Hotel Vila Ombak DZ ab 87 € inkl. Frühstück
Bootstransfer ab Senggigi auf Lombok  0,50 €
Schnellboot ab Padang Bai auf Bali  56 €
Bali – Reisterrassen, Vulkanseen und eine bayerisch-balinesische Liebesgeschichte

Unser Reiseleiter Sandhi begrüßt uns am Kai. Mit dem Bus geht es nach Ubud im Landesinneren. Das Künstlerstädtchen mit Schwerpunkt Textilkunst (Batik), Malerei und Holzschnitzerei ist ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen aus den Badeorten im Süden.

Nach einem Lunch auf der überdachten Terrasse im Restaurant „Indus“ checken wir im Luxushotel „Maya Ubud Resort & Spa“ ein. Der Manager Ketut Wilaca zeigt uns die Anlage, die an einem Hang über einer mit Palmen bewachsenen Schlucht gebaut wurde.

Besonders schön liegt die Frühstücksterrasse und der wunderschöne Infinity Pool. Man meint, in den palmenbestandenen Urwald zu schwimmen. Auch die Zimmer sind sehr ansprechend eingerichtet. Zum Dinner sehen wir einen Legong-Tanz der Gruppe „The Peliatan Masters“.

6. Tag: Über die Berge fahren wir heute an die Nordküste. Erste Attraktion sind die herrlich grünen Reisterrassen von Tegallang. Sandhi Nyoman, unser Reiseleiter, macht eine gute Figur vor dem UNESCO Weltkulturerbe.

Oberhalb des Batursee in Kintamani machen wir einen Fotostopp. Wir sehen den 1.717 Meter hohen Vulkan Batur und dahinter den „Sitz der Götter“, den 3.142 Meter hohen „Gunung Agung“.  Von 1.470 Meter Höhe geht es auf der kurvenreichen Straße hinunter nach Singaraja. Die Stadt war Verwaltungssitz Balis während der holländischen Kolonialzeit.

Wir machen Mittagspause im „Menjangan Jungle Resort“ im West Bali Nationalpark. Das Essen ist im Restaurant auf dem hölzernen Beobachtungsturm vorbereitet. Im offenen Safariwagen fahren wir später durch Primärwälder und Savannen zu den Mangrovensümpfen. Wir beobachten den seltenen Balistar und das Wildrind Banteng.

Am schwarzen Sandstrand bei Pemuteran begrüßt uns Magnus Bauch in seinem „Matahari Beach Resort“.

Magnus Bauch ist bekannt für Münchens beste Weißwürste. Mein alter Chef schwärmte schon vor Jahrzehnten von diesem Metzger. Der Familienbetrieb befindet sich am Schlachthof in der Thalkirchner Str. 63.

Mit 17 schickte sein Vater den jungen Magnus in die weite Welt zum Erfahrungsaustausch mit internationalen Metzgern. Als Stationen wurden Bali, Osaka und New York festgelegt. Gleich nach Ankunft in Denpasar verliebte sich der junge Magnus in Parwathi, beschäftigt an der Rezeption seiner ersten Unterkunft. Sie gehört einer Familie der obersten Brahmanen-Kaste Balis an. Nach einigen abenteuerlichen Zwischenfällen, die am besten in einem Artikel der FAZ nachgelesen werden kann, wurde 1974 in München geheiratet. 1995 folgte die Eröffnung des Hotels an der Nordküste. Ursprünglich als Gästehaus geplant wurde ein Hotel daraus, weil an diesem  Küstenabschnitt eine touristische Bebauung seitens der lokalen Verwaltung vorgesehen war.

Heute gehört das Haus unter der Leitung von Jany-Michel Fourré zu den „Relais & Chateau Hotels“. 16 geräumige und luxuriöse Bungalows stehen in einem tropischen Garten mit Palmen, Hibiskus, Oleander und Jasmin, mit Tempeln, Teichen und Pools, alles mit indonesischen Fresken und Skulpturen dekoriert. Ein großer Wellnessbereich befindet sich am Strandzugang.

Beim Cocktailempfang lerne ich auch die reizende Frau Parwathi Bauch kennen. Zum festlichen Dinner gibt es balinesisches Spanferkel vom Grill und eine bezaubernde Tanzgruppe tritt auf. Die wöchentliche Aufführung wurde extra auf den Tag unserer Ankunft verlegt.

7. Tag: Auf einer Informationsreise bleibt wenig Zeit zur Entspannung. So geht es früh am Morgen schon wieder weiter. Magnus Bauch lässt es sich trotz der frühen Stunde nicht nehmen, uns persönlich zu verabschieden. Sampai jumpa lagi!

Es geht zurück ins Gebirge, diesmal an den Bratansee, der bedeutend für die Bewässerung der tiefer liegenden Reisterrassen und -felder ist. So ist der malerische Tempel „Pura Ulun Danu“ der Göttin Dewi Danu gewidmet, die das Wasser für den Reisanbau zur Verfügung stellt. Der König von Mengwi ließ den Tempel im Jahr 1633 erbauen.

Auf dem Weg in den Süden nach Nusa Dua stoppen wir in einem Restaurant zum Mittagessen. Für die 142 Kilometer lange Fahrt sind locker mehr als vier Stunden anzusetzen. Am frühen Nachmittag erreichen wir das Ayodya Resort Bali. Dort steht ein Treffen mit Touristik-Agenten aus Bali an.

Danach können wir uns endlich in die warmen Fluten stürzen. Die Anlage selbst ist nicht so spannend, sie könnte überall auf der Welt stehen. Auch Nusa Dua ist ein Retortenort ohne Flair.

Am Abend fahre ich nach Kuta, dem touristischen Hauptort der Insel. Hier muss ich feststellen, wie sehr sich der Süden Balis seit meinem letzten Besuch während meiner Hochzeitsreise im Jahr 1984 verändert hat. Der Strand ist von den Hotels durch eine Mauer abgegrenzt, alles ist dicht an dicht bebaut. Vor 26 Jahren war die Straße nach Legian keineswegs durchgehend bebaut. Von unserer kleinen Bungalowanlage liefen wir durch den Palmenwald, in dem Kühe weideten, zum feinen Sandstrand.

Service Bali:
Maya Ubud Resort & Spa DZ ab 211 € inkl. Frühstück
Matahari Beach Resort & Spa Bungalow ab 280 € inkl. Frühstück
Ayodya Resort Nusa Dua DZ ab 99 € inkl. Frühstück

8. Tag: Um 09:15 Uhr startet unser Rückflug nach Singapur, wo wir 11:50 Uhr landen. Hier geht es weiter um 14:15 Uhr nach Frankfurt, Ankunft um 20:25 Uhr. Der um 21:55 Uhr vorgesehene Weiterflug mit Lufthansa verzögert sich bis 23:10 Uhr wegen starker Schneefälle in München. Um Mitternacht lande ich, die Maschine muss aber noch warten, bis die Fläche vor dem Finger vom Schneepflug freigeräumt ist. Auf der nächtlichen Heimfahrt liegt auf der Autobahn eine geschlossene Schneedecke.

Diese Reise fand im November 2010 statt. Ich reiste mit zwölf Kolleginnen und Kollegen in einer Gruppe. Tarifstand: August 2018.

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