Singapur – Schmelztiegel der Kulturen

Singapur ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt für die Schiff- und Luftfahrt in Südostasien und zieht seit Jahrhunderten Menschen aus vielen Kulturen an.

Chinatown in Singapur

Der Flughafen Changi ist seit Jahren auf der Liste von „Skytrax’s World Best Airports“ die Nummer 1. So sind auch wir sehr gerne über Singapur geflogen, um an die Ostküste Australiens zu gelangen. Auf dem Hinflug hatten wir schon einen Stopp von zwanzig Stunden eingelegt, auf dem Rückflug bleiben wir jetzt mehr als drei Tage in der „Stadt der Löwen“.

Chinatown in Singapur

Vom Changhi Airport in die Stadt

21. Tag: Wir sind um 18:35 Uhr mit Etihad aus Brisbane angekommen. Nach einer reibungslosen Einreise streben wir der Metro MRT zu. Am Knotenpunkt „Tanah Merah“ endet die Stichlinie vom Changi Airport und man kann am selben Bahnsteig zur East-West-Line (grüne Linie) umsteigen. Im Zentrum an der Station „City Hall“ steigen wir aus. MRT-Karte.

Skyline von Singapur

Das Fairmont Hotel*****

hat einen direkten Zugang. Diesmal bekommen wir kein Up-grade. Auf unserem Stopp beim Hinflug hatten wir die große „Plaza Lounge“-Ecksuite Nr. 2313 bekommen mit Nord- und Ostbalkon und Aussicht auf die „Bathesda-Kirche“ und die katholische „Kathedrale zum Guten Hirten“. Aber auch das Standard-Zimmer 1425 im „South Tower“ bietet höchsten Komfort. Dazu erwartet uns wieder ein Willkommensgruß vom Hotel Manager Carlos Monterde.

Fairmont Hotel Pool - Singapur

Der große Swimmingpool auf der Terrasse im 8. Stock wird gemeinsam mit dem Schwesterhotel „Swissotel“ genutzt, beide Hotels gehören zur „Raffles Group“. Unter Palmen kann man sich vom Stadtbummel erholen und an der schönen Bar einen „Sundowner“ zu sich nehmen.

Fairmont Hotel Singapur

Im Untergeschoss, Raffles City genannt, gibt es eine Reihe von Restaurants und Geschäften. Im „Din Tai Fung“ sind leckere „Steamed Pork Dumplings“, mit Schweinefleisch gefüllte und gedämpfte Teigtaschen die Spezialität. Auch Nudeln werden vor den Augen der Gäste frisch zubereitet. Hier essen wir zu Abend.

Chinatown Singapur

In Chinatown.

22. Tag: Wir holen uns Croissants beim Bäcker in der Raffles City im Tiefgeschoss und frühstücken auf dem Zimmer.

Anschließend fahren wir eine Station mit der Metro (North-South-Line/rote Linie) zum zentralen Knotenpunkt „Dhoby Ghaut“ und steigen in die North-East-Line (lila Linie) um. Nach weiteren zwei Stationen stehen wir mitten in Chinatown. MRT-Karte. Wir bummeln zunächst durch die Gassen zur Smith Street mit dem „Wet Market“, wo Obst, Gemüse und Fisch angeboten werden.

Chinese Heritage Museum

In drei wunderschön restaurierten Geschäftshäusern in der Pagoda Street wird im „Chinese Heritage Centre“ die Zuwanderung von Chinesen nach Singapur thematisiert. Nach Überschwemmungen und Hungersnöten in ihrer Heimat suchten Sie hier ein besseres Leben. Eine Schneiderwerkstatt und eine Küche mit russgeschwärzten gusseisernen Woks werden neben weiteren Dokumenten und Ausstellungsstücken in einem Museum gezeigt.

Sri Mariamman Tempel

Mitten in Chinatown gelegen, sticht uns in der Temple Street der bunte „Sri Mariamman Tempel“ ins Auge. Der älteste Hindu-Tempel im Stadtstaat wurde im Jahr 1827 erbaut. Der Eingang „Gopuram“ zum großen Turm ist mit Skulpturen von Gottheiten, mythologischen Bestien und anderen Wesen geschmückt. Hier herrscht rege Betriebsamkeit.

Moschee Al Abrar Singapur

Südöstlich liegt die Moschee „Al Abrar“ aus der gleichen Zeit. Zahlreiche Roller und Motorräder sind davor geparkt. Hübsch ist der kleine Park „Telok Ayer Green“ mit Skulpturen, die die frühen Chinesischen Einwanderer um 1870 bei ihren tägliche Verrichtungen zeigen.

Telok Ayer Green

In der „Chinese Food Street“ machen wir Mittagspause. Danach geht es mit der lila MRT-Linie zurück nach „Ghoby Dhaut“ und mit der roten bis zur Endstation „Marina Bay“

Marina Bay Singapur

Marina Bay und der Singapore Flyer.

Wir blicken auf das neue, futuristische Hotel „Marina Bay Sands“ mit 55 Stockwerken, 191 Metern Höhe und einem Dachgarten von 340 Meter Länge. Der 146 Meter langer Infinity-Pool dort oben ist eine Sensation, aber nur für Hotelgäste zugänglich, das Observation Deck steht gegen Eintritt jedermann offen. Am Hotel vorbei führt die Formel 1 Rennstrecke mit fünf Kilometern Länge.

Singapur Flyer

Daneben steht der „Singapore Flyer“, das größte Riesenrad der Welt mit 165 Metern Höhe. Es hat 28 Gondeln für je 28 Personen und eine Fahrt dauert 30 Minuten.

Marina Bay vom Singapur Flyer gesehen

Zum Abendessen sind wir wieder in der Raffles City.

Das Raffles Hotel mit der Long Bar.

Wir kehren zurück ins Hotel. Von unserem Zimmer haben wir direkt das Stammhaus und Flaggschiff der Raffles-Kette im Blick, Das Raffles Hotel wurde nach Sir Thomas Stamford Raffles, dem Gründer Singapurs benannt. Bauherren waren die vier armenischen Brüder Sarkies. Sie eröffneten 1887 einen Bungalow im Kolonialstil mit zehn Zimmern.

Raffles Hotel Singapur

In den nächsten Jahren wurde das Hotel im Viktorianischen Stil erweitert, es kamen neue Flügel hinzu, das Hauptgebäude wurde ausgebaut, eine Veranda, ein Ballsaal, das Theater und weitere Gebäude und Räume hinzugefügt. Im Jahr 1901 übernahmen die Brüder auch das bekannte „Strand Hotel“ in Rangun.

Raffles Hotel

Wir durchqueren den tropischen Garten, wo im August 1902 unterhalb des Billardzimmers der letzte wilde Tiger Singapurs erlegt wurde. Uns zieht es in die „Long Bar“ zum „Singapore Sling“, einem Cocktail der hier erfunden wurde. Auf den Tischen werden Erdnüsse angeboten. Diese sind ungeschält und zu unserer Überraschung landen die Schalen auf dem altehrwürdigen Boden. In der Bar saßen schon Ernest Hemingway, Alfred Hitchcock, Hermann Hesse, Joseph Conrad, Rudyard Kipling, Somerset Maugham, Charlie Chaplin, Jean Harlow, Ava Gardner und Elizabeth Taylor. Ob Königin Elisabeth II. bei ihrem Aufenthalt im Raffles Hotel die „Long Bar“ besucht hat, ist nicht überliefert. Zurück zum „Singapore Sling“: Die alkoholfreie Version, die meine Frau bestellt hat, schmeckt mir fast besser, da sie nicht so pappsüß ist.

Little India Singapur

In Little India.

23. Tag: Wir starten nach dem Frühstück wie gestern Morgen mit der roten und lila MRT-Linie und fahren heute bis zur Station „Little India“ nördlich des Fairmont Hotels. Wir starten unsere Tour durch Little India an der Buffalo Road (Titelfoto).

Food Court in Little India

Schon am Vormittag sind die Food Courts stark frequentiert. Neben Nasi Briyani, stehen Samosas und Pakoras hoch im Kurs. Dazu trinkt man Lassi, ein indisches Joghurtgetränk oder einen Assam Tee.

Abdul Gaffour Moschee Singapur

Neben den Tempeln an der Serangoon Road steht die „Abdul Gaffour Moschee“. Das 1907 erbaute Gebäude steht unter Denkmalschutz. Uns gefällt die verspielte Architektur, der kräftige, ockergelbe Anstrich mit den dunkelgrünen Verzierungen, Dächern und Kuppeln.

Little India

Bevor wir zum Mittagessen im Restaurant „Indrani Cuisines“ landen, streifen wir noch durch einige Läden mit Textilien, Stoffen und Krimskrams.

Arab Street

Arab Street (Kampung Glam).

Nachmittags geht es ins Nachbarviertel „Arab Street“. Die Araber waren die ersten Händler die Singapur erreichten, sich hier niederließen und dabei auch viele Malaien zum Islam bekehrten. Schon bald erhielt der ganze Bezirk von der Bevölkerung seinen Spitznamen und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Restaurant in Arab Street

Das Viertel ist ein großer Bazar mit traditionellem Leben und Arbeiten. Geschäft reiht sich an Geschäft und zu günstigen Preisen kann man Korb- und Lederwaren, Messing, Schmuck, Parfüm, Textilien und Batik erwerben.

Sultan Moschee Arab Street

Mittelpunkt des Viertels ist die Kandahar Street und die Sultan Moschee mit ihrer Goldenen Kuppel. Mit der East-West-Line (grüne Linie) fahren wir nur eine Station zurück zum Hotel.

Clarke Quay

Am Singapore River.

Nach einer Rast brechen wir zum „Clarke Quay“ am Singapore River auf. Die Station „Clarke Quay“ liegt wieder an der lila MRT-Linie und ist von unserem zentral gelegenen Hotel in wenigen Minuten zu erreichen. Hier sitzt man gemütlich unter großen, weißen Sonnenschirmen direkt am Ufer.

Mono-Rail nach Sentosa Island

Auf Sentosa Island.

24. Tag: Wir fahren mit der North-East-Line (lila Linie) zur Station „Harbour Front“ und steigen dort um in die lilafarbige Mono-Rail, die uns hinüber auf die Insel Sentosa bringt. Hier befinden sich die Stadtstrände von Singapur und ein Vergnügungspark.

Rasa Sentosa Resort

Wir laufen zur Bucht mit dem großen „Rasa Sentosa Resort“ und zum Strand „Siloso Beach“. Im „Wave House“  kehren wir ein und essen einen „Salat Nicoise“ mit

Straße von Malakka

Blick auf den Schiffsverkehr auf der am dichtesten befahrenen Meeresstraße der Welt, der „Straße von Malakka“.  Aus diesem Grund erscheint uns das Wasser nicht sehr einladend und wir verzichten auf ein Bad. Plan von Sentosa.

Siloso Beach

Am Nachmittag steht noch ein Bummel auf der bekanntesten Einkaufsmeile Singapurs an, der Orchard Road. Sie ist auf der roten MRT-Linie ohne Umsteigen zu erreichen. Die in Frage kommenden Stationen sind „Orchard“ oder „Somerset“.

Service Singapur:
Linienflug
München – Singapur (z. B. im Okt. 2020) u.z. nonstop mit Lufthansa ab 596 € inkl. 1 Gepäckstück bis 23 kg.
Hotel Fairmont DZ ab 169 €.
EZ-link Tourist Pass (ÖPNV) für 3 Tage 12,75 € (+ 6,40 € Pfand).
Chinatown Heritage Center Audio Guided Tour 12 €.
Sentosa Express 2,70 €.
Singapore Flyer 21 €. 
Marina Bay Sands Observation Deck 15 €. Werbung:


Die Heimreise.

Das Fairmont Hotel wartet noch mit einem besonderen Service auf: Es gibt eine Suite, die man kostenlos nutzen kann, um sich vor nächtlichen Abflügen nochmal zu duschen, umzuziehen und frisch zu machen. Unser Gepäck bringt uns ein echter Sherpa aus Nepal, der wie viele andere fleißige und freundliche Menschen aus aller Welt in den Hotels der Raffles-Group beschäftigt ist.

Chinatown Singapur

Unser Flug mit Lufthansa LH 791 startet pünktlich um 23:35 Uhr.

25. Tag: Wir erreichen München um 05:40 Uhr. Eine unvergessliche Reise auf den 5. Kontinent mit zwei Stopover in Singapur geht zu Ende.

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Chinatown Singapur

Diese Reise fand im Oktober 2009 statt. Ich reiste mit meiner Frau. Im Februar 2011 war ich zuletzt in Singapur. Dieser Beitrag wurde im März 2020 überarbeitet. Tarifstand: April 2020.

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