Auf dem Tauern-Radweg nach Bad Reichenhall

Der Tauern-Radweg ist eine aussichtsreiche Tour für die ganze Familie und beginnt an den großartigen Krimmler Wasserfällen, führt durch das Obere Pinzgau zum Zeller See und weiter durch das Saalachtal in den Landkreis Berchtesgaden.

Diesen Beitrag gibt es hier auch zum Hören (MP3):

Anreise ins Pinzgau / Salzburger Land

1.Tag: Schon auf der Anreise ist für landschaftliche Abwechslung gesorgt. Wir, meine Frau, unsere zwei Söhne (11 und 9 Jahre alt) und ich, nehmen den Eurocity um 09:34 Uhr ab München Hbf über Kufstein nach Wörgl.

Dort steigen wir in einen Regionalexpress (REX) ein, der uns durch die Kitzbüheler Alpen ins Pinzgauer Saalachtal bringt.

In Zell am See steigen wir erneut um. Die Lokalbahn in das 54 Kilometer westlich gelegene Krimml fährt auf einer Schmalspurtrasse. Um 14:23 Uhr sind wir dann am Ziel. Wir schnappen uns die Fahrräder und fahren von der Endstation in Unterkrimml hinauf in den Ortsteil Oberkrimml. Im Melcharthof, Oberkrimml 19, beziehen wir für zwei Nächte unser Quartier bei Frau Rosa Innerhofer.

Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern.

2. Tag: Die Krimmler Wasserfälle sind mit 385 Meter Fallhöhe die höchsten Europas. Die Krimmler Ache wird auf ihrem 20 Kilometer langen Weg von den Gletschern der Hohen Tauern durch das Krimmler Tal von 17 Gebirgs- und Gletscherbächen gespeist.

Tauern-Radweg - Krimmler Wasserfälle

Die schwach goldführende Ache stürzt mit bis zu 40.000 Liter in der Sekunde aus 1.460 Meter Höhe in drei Stufen (140, 100 und 140 Meter) hinunter ins Pinzgauer Salzachtal.

Tauern-Radweg - Krimmler Wasserfälle

Wir entrichten am Eingang den Eintritt für den Krimmler Wasserfallweg. Er führt in Serpentinen vier Kilometer hinauf ins Krimmler Hochtal. Dabei kommt man an einigen schönen Aussichtskanzeln und -punkten vorbei.

Tauern-Radweg - Krimmler Wasserfälle

Wer möchte, kann in ca. zwei Stunden zum Krimmler Tauernhaus in 1.622 Meter Höhe weiterwandern. Es existiert bereits seit dem Jahr 1389 als Schutzhaus auf dem Säumerpfad über die Krimmler Tauern nach Venedig. Hier wurden Salz in den Süden und Wein und andere Waren nordwärts transportiert.

Tauern-Radweg - Krimmler Wasserfälle

Im Oberpinzgau von Krimml nach Niedersill.

Am Abend haben wir Gelegenheit, die Pinzgauer Küche kennenzulernen. Neben einer Rindsbrühe vom Pinzgauer Rind mit Kaspreßknödel stehen Fleischgerichte vom Almochsen, Seesaibling aus dem Zeller See, Forelle aus den klaren Gebirgsbächen und Pinzgauer Kasnocken auf der Speisekarte.

Tauern-Radweg
Melcharthof, Oberkrimml 19, Familie Innerhofer

3. Tag / 46 km: Heute starten wir auf dem Tauern-Radweg in Oberkrimml in 1.067 Meter Höhe. Vor uns liegt eine gemütliche, dreitägige Tour bis zu unserem Endpunkt 600 Höhenmeter tiefer. Zunächst geht es durch einen Bergwald entlang der Salzach bei mäßigem Gefälle.

Auf dem Tauern-Radweg

Nach acht Kilometern macht der Tauern-Radweg einen Schlenker hinein ins Obersulzbachtal, wobei er an der auf einem Felsgrat liegenden Friedburg aus dem Jahr 1.000 n. Chr. vorbeiführt. Von dem Sitz der Grafen von Sulzau sind nur noch ein Bergfried und Ringmauern vorhanden. Es öffnet jetzt sich der Blick auf den Großvenediger (3.657 Meter), der stark vergletscherte Flanken aufweist, darunter den Obersulzbachkees. Rechts zweigt das Untersulzbachtal ab, der Radweg führt jetzt aber am Bahnhof „Sulzbachtäler“ der Pinzgauer Lokalbahn vorbei zurück an die Salzach.

Habachtal mit Graukogel

Das nächste Seitental der Hohen Tauern ist das Habachtal. Hier befindet sich unterhalb des Graukogels (2.824 m) die einzige größere Fundstelle von Smaragden in Europa. Die tiefgrünen Steine finden sich in der kaiserlichen Schatzkammer der Habsburger und in der Dommonstranz der Fürstbischöfe zu Salzburg aus dem Jahr 1697. Sie enthält 24 Habachtaler Smaragde.

Der Tauern-Radweg führt südlich der Orte Weyer und Bramberg entlang der Salzach bis Hollersbach. Hier mündet ein weiteres, schönes Seitental in das Pinzgauer Salzachtal, das Hollersbacher Tal mit seinen Grauerlenwäldern und Hochalmen.

Tauern-Radweg
Wildkarspitze 3.076 m

Es folgt der Verkehrsknoten Mittersill mit den Fernstraßen über den Pass Thurn nach Kitzbühel im Norden und die Felbertauernstraße nach Osttirol im Süden. Wir bleiben auf dem verkehrsarmen Tauern-Radweg, passieren den Golfplatz des „Golfclubs Nationalpark Hohe Tauern“ und die Mündung des Stubachtals und erreichen Niedersill. Hier liegt direkt am Tauern-Radweg die Pension der Familie Fuchs, die Radfahrern auch für nur eine Nacht ein Quartier anbietet. Das Angebot nehmen wir gerne wahr. Karte: Unser erster Tag auf dem Rad.

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Tauern-Radweg
Zeller See – Blick nach Süden
Durch Kaprun und Zell am See.

4. Tag / 56 km: Nach dem Frühstück mit Kaisersemmeln, Wurst, Käse, Marmelade und Ei brechen wir zu einer neuen Etappe auf. Ein erster Höhepunkt des Tages ist das Gletscherdorf Kaprun mit seinem Sommerskigebiet am Kitzsteinhorn (3.203 m).

Tauern-Radweg - Kaprun mit Kitzsteinhorn 3.203 m

Der Tauern-Radweg teilt sich hinter Kaprun. Östlich geht es weiter an der Salzach entlang ins Pongau hinein, wir nehmen aber die Variante durch das Pinzgauer Saalachtal mit den gut ausgebauten Radwegen und halten uns nördlich, radeln am Flugplatz vorbei durch Schüttdorf und erreichen Zell am See.

Zell am See mit Schmittenhöhe 1.965 m

Der Tauern-Radweg führt hier direkt auf der Seepromenade entlang mit einem herrlichen Blick auf das Fuschertal im Süden. Hier beginnt die Großglockner-Hochalpenstraße hinüber nach Kärnten. Der Großglockner ist mit 3.797 Meter Höhe nicht nur der höchste Berg der Hohen Tauern, sondern von ganz Österreich.

Tauern-Radweg
Zeller See – Blick nach Norden

Im Norden des Sees liegt das Schloss Prielau, ein ehemaliges fürstbischöfliches Jagdschloss. Heute gehört das Anwesen der Familie Porsche und wird als exklusives Hotel geführt. Am nördlichen Horizont ragt das Steinerne Meer auf. Nach drei Kilometern taucht ein weiters Schloss auf, das Schloss Kammer. Es sieht wie ein überdimensioniertes Bauernhaus mit Turm und Burgkapelle aus.

Tauern-Radweg
Blick auf den Hochkönig 2.941 m

Nun geht die Strecke erstmals auf der Tour hinter dem Weiler Gerling leicht bergauf, um schon kurz darauf wieder bergab ins Almer Tal zu führen. Wer rechts abbiegt gelangt nach Maria Alm am Hochkönig (2.941 m).

Tauern-Radweg
Pinzgauer Saalachtal mit Steinernem Meer 2.655 m
Durchs Pinzgauer Saalachtal.

Wir halten uns jedoch links und fahren durch Saalfelden immer am Südwestrand des Steinernen Meeres (2.655 m) entlang. Es gehört wie der Hochkönig, der Watzmann, die Leoganger und Loferer Steinberge zu den Nördlichen Kalkalpen. Nördlich von Saalfelden verengt sich das Pinzgauer Saalachtal. Am Fuss der Leoganger und Loferer Steinberge und an den Ausläufern des Steinernen Meeres befinden sich die „Saalachtaler Naturgewalten“ kurz hinter Weißbach direkt am Tauern-Radweg.

Tauern-Radweg

Die Natur hat hier auf engstem Raum bizarr geformte Felsen, tobende Wasserfälle und eines der größten Höhlensysteme Europas geschaffen. Nur jeweils zwei Kilometer voneinander entfernt kommen wir zuerst zur 600 Meter langen, 50 Meter tiefen und teilweise nur 80 cm breiten Seisenbergklamm, gefolgt von der Lamprechtshöhle und der Vorderkaserklamm.

Tauern-Radweg
Edergut Lofer mit Loferer Steinberge 2.511 m

In Lofer finden wir dann ein sehr schönes Quartier im Edergut (Lofer Haus No. 113). Karte: Unser zweiter Tag auf dem Rad.

5. Tag / 27 km: Heute besichtigen wir zunächst den schönen Ort Lofer, umgeben von den Loferer Steinbergen, der Reiter Alpe und der Loferer Alm. Schon im Jahr 1232 wurde dem Ort das Marktrecht verliehen. Außerdem war es bereits eine wichtige Poststation, es gab Gasthöfe, Schmiedewerkstätten, Wagner, Seiler und andere Handwerksbetriebe und es siedelten sich Händler an. An den schmucken Häusern im Ortskern fallen die schönen Lüftlmalereien auf, eine Trachtenkapelle spielt auf und die Böllerschützen formieren sich zum Salut.

Tauern-Radweg - im Saalachtal

Über den Steinpass nach Bad Reichenhall.

Wir fahren jetzt durch das grüne Wiesental der Saalach über Unken und den Steinpass ins bayerische Schneizlreuth. Der Name Steinpass muss den Radfahrer aber nicht schrecken, liegt er doch 11 Höhenmeter tiefer als Lofer.

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Bei Unterjettenberg quert der Tauern-Radweg auf einer alten Steinbrücke die Saalach und führt am Ufer des Saalachsees auf einem ruhigen Waldweg in Richtung Bad Reichenhall.

Tauern-Radweg
Predigtstuhl 1.613 m

Dabei kommen wir an der Talstation der Predigtstuhlbahn vorbei. Die denkmalgeschützte Großkabinen-Seilbahn fährt seit 1928 auf den 1.613 Meter hohen Aussichtsberg über Bad Reichenhall und ist damit die älteste im Original erhaltene der Welt.

Hochstaufen 1.771 m

Ein weiterer Hausberg der Reichenhaller ist der Hochstaufen (1.771 m) im Nordwesten der Kurstadt. Am frühen Nachmittag kommen wir am Bahnhof von Bad Reichenhall an. Wir sind jetzt auf 466 Meter Höhe und haben von unserem Startpunkt in Oberkrimml 129 Kilometer auf dem Tauern-Radweg zurückgelegt. Dabei mussten wir nur 600 Meter auf einer Hauptstraße zurücklegen. Karte: Unser dritter Tag auf dem Rad.

Mit der Regionalbahn fahren wir nun bis Freilassing und von dort mit dem Regionalexpress zurück nach München Hbf.

Die Radtour fand im Mai/Juni 1998 statt. In Bad Reichenhall-Karlstein war ich im April/Mai 2007 mit meiner Frau. Tarifstand: Mai 2021. 

Ein weiterer Besuch in Bad Reichenhall.

Bei einer anderen Gelegenheit haben meine Frau und ich zwei Tage, darunter den Maifeiertag, in Bad Reichenhall verbracht.

30. 4. Wir fahren auf der Salzburger Autobahn über die Ausfahrt Bad Reichenhall in die Kurstadt. Die Entfernung beträgt 130 Kilometer. Bad Reichenhall hat eine mehrere tausend Jahre alte Geschichte, die immer eng mit der Salzgewinnung verbunden war. 1899 wurde die Stadt Königlich Bayerisches Kurbad.

Hotel Bergfried & Schönblick - Bad Reichenhall

Unser Quartier, das Hotel Bergfried & Schönblick, besteht aus der Villa Schönblick und einem modernen Anbau. Die beiden Gebäudeteile liegen in ruhiger Lage oberhalb des traditionsreichen Hotels Axelmannstein mit seinem  30.000 m² großen Park. Die Sole- und Molkenkuranstalt Achselmannstein war das erste Kurhotel der Stadt. Hier beginnt die Fußgängerzone, die sich südlich bis zur Alten Saline ausdehnt.

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AlpenSole-Brunnen im Kurpark von Bad Reichenhall

Gleich gegenüber des Hotels Axelmannstein befindet sich der Kurpark, im Jahr 1868 durch den Königlich Bayerischen Hofgärtner Carl von Effner angelegt. Hier sprudelt in der Mitte der prachtvolle AlpenSole-Springbrunnen, umgeben von bequemen Liegestühlen. Der feine Nebel der Sole ist besonders an heißen Tagen erfrischend, kühlend und wohltuend für die Atemwege.

Gradierhaus im Kurpark von Bad Reichenhall

Das Herz des Kurparks ist seit 1910 das 160 Meter lange Gradierhaus. Hier rieseln täglich 400.000 Liter AlpenSole aus einer Höhe von 13 Metern herab und werden dabei durch rund 100.000 Schwarzdornbündel zerstäubt. Angeschlossen ist die Wandelhalle mit dem Kaiser-Karl-Brunnen. 1899 wurde das Kurhaus erbaut, 1912 entstand der neobarocke Kuppelbau der Konzertrotunde mit seiner hervorragenden Akustik.

Café Reber Bad Reichenhall

In der Fußgängerzone liegt direkt an der zentralen Ludwigstraße das Café Reber. Hier kann man die „Echten Reber Mozart-Kugeln“ kaufen, eine Komposition aus feinstem Pistazien-Edelmarzipan, frischen Mandeln und Haselnuss-Nougat, doppelt umhüllt mit Alpenmilch- und edler Zartbitter-Schokolade.

Café Reber Bad Reichenhall

Hinter der historischen Fassade mit den roten Baldachinen ist noch traditionelle Kaffeehauskultur lebendig. Im Außenbereich mit schattenspendenden Bäumen steht der Mozart-Brunnen mit einer Bronzestatue des großen Meisters.

Café Reber Bad Reichenhall

An der Alten Saline vorbei gelangen wir in die Oberstadt. Die Häuser rund um den Florianiplatz haben als einzige den großen Stadtbrand von 1834 überstanden. Hier siedelten einst Küfer, Kupferschmiede und Färber.

Karlstein - Maibaumaufstellen 2007

Eine schöne Tradition – das Aufstellen des Maibaums.

1.Mai: Heute sind wir im 1978 eingemeindeten Karlstein südlich des Kurzentrums. Traditionell wird am Maifeiertag in Bayern der Maibaum aufgestellt. In Karlstein geschieht das heute durch die kräftigen Männern des Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Vereins  „D’Kranzlstoana“. Der lange Fichtenstamm liegt schon auf stabilen Holzböcken bereit.

Karlstein - Maibaum 2007

Er ist geschält, die grüne Spitze ist erhalten geblieben, darunter ist der Stamm mit grünen Zweigen verziert gefolgt von zwei verschieden großen Kränzen. Alles ist mit Schleifen aus weiß-blauen Bändern verziert. Rund zwei Dutzend Männer stehen bereit. Sie tragen kurze Lederhosen, ein weißes Hemd und einen grünen Trachtenhut mit Gamsbart.

D'Kranzlstoana 2007

Es gilt nun den Maibaum über eine schiefe Ebene in eine vorbereitete Grube gleiten zu lassen und ihn dabei mit den zu Scheren gebundenen Schwaibeln (lange Holzstangen) aufzurichten und schließlich in der Grube zu verkeilen. Da technische Hilfsmittel verpönt sind ist das harte Arbeit. Immer wieder tönen Kommandos über den Platz.

die Mädchen des GTEV "D'Kranzlstoana" - Karlstein 2007

Einheimische und auswärtige Zuschauer sind begeistert, darunter die Mädchen des GTEV „D’Kranzlstoana“, die schwarze Röcke, eine hellblaue, gehäkelte Stola und einen grünen Trachtenhut mit weißem Adlerflaum tragen.

 "D'Kranzlstoana" 2007

Das Aufstellen dauert knapp zwei Stunden. Anschließend wird mit Bier auf die gelungene Aktion angestoßen. Die Blasmusik spielt auf und man setzt sich an Tische mit Bierbänken und widmet sich Speis und Trank.

GTEV "D'Kranzlstoana" - 1. Mai 2007

Karlsteins Geschichte beginnt in der Bronzezeit.

Karlstein hat eine lange Geschichte. Schon 1.800 v. Chr. befand sich hier ein Zentrum für Kupferverhüttung und Bronzeherstellung in Verbindung mit den Salinen im Saalachtal. Um 1140 n. Chr. hat der Erzbischof von Salzburg einen mächtigen Verbündeten als Vogt ins Tal geholt, den Grafen von Peilstein, der große Besitzungen in Österreich, Bayern, Franken und Friaul innehatte, Er sollte die erzbischöflichen Salinenanteile verwalten und verteidigen. Dazu baute auf dem Felsen über dem Tal eine Burg, die Burg Karlstein. Im Jahr 1218 starben die Peilsteiner aus und die Burg fiel an den Wittelsbacher Bayernherzog Ludwig der Kelheimer, der die alleinige Kontrolle über das Saalachtal mit den wertvollen Salinen anstrebte. Zuvor hatte der Erzbischof schon aufgerüstet und zwei eigene Burgen im Saalachtal errichtet. Nach dem der Bayernherzog Heinrich XIII. diese zwei Burgen zerstört hatte, ging der Streit um die Kontrolle der Saline von Reichenhall zugunsten der Bayern aus und Burg Karlstein verlor an Bedeutung. Heute ist sie nur noch als Ruine erhalten.

Karlstein – Wallfahrtskirchlein St. Pangraz

Wenn man heute vom Ort Karlstein zum Felsen hinaufschaut, sieht man das Wallfahrtskirchlein St. Pangraz dort 145 Höhenmeter über dem Talboden stehen. Es wurde im Barockstil in den Jahren von 1687 bis 1689 direkt vor die Burgruine gebaut.

Karlstein - 1.Mai 2007

Am Beginn der Steigung der Thumseestraße gab es ab dem 12. Jahrhundert an der Engstrelle zwischen der Burg Karlstein und der Amalienhöhe eine Mautstelle. Um 1600 bauten die Reichenhaller Brauereien dort Bierkeller in die nordseitigen Felswände. Aus dem Thumsee konnten im Winter dafür Eisblöcke geschnitten werden, die über den Sommer das in den Höhlen gelagerte Buer kühlten. Die Karlsteiner Gasthäuser Kaitl und der Moserwirt profitierten sehr davon. Die Familie Mozart kehrte auf ihren Reisen nach Italien gerne hier ein und Wolfgang Amadeus lobte das Tellerfleisch und das frische, kühle Bier im ehemaligen Gasthof Kaitl.

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